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Corona-Impfstoff für Schwangere? Biontech und Pfizer beginnen mit ersten Tests

Corona-Impfstoff für Schwangere? Biontech und Pfizer beginnen mit ersten Tests

Mehr Sicherheit

Bisher gab es noch keine Studien, wie der Corona-Impfstoff sich auf Schwangere und stillende Mütter und ihr Baby auswirkt. Das Thema wird stark diskutiert. Doch jetzt beginnt der erste Impfstoffhersteller genau das zu testen.

Schwangere und stillende Mütter werden aus Vorsicht zunächst nicht mit neu zugelassenen Impfstoffen versorgt. Beim Corona-Impfstoff waren sie bisher nicht für eine Impfung vorgesehen, weil es keine ausreichenden Daten zur Verträglichkeit gab. Nun wird sich das ändern.

So wird der Corona-Impfstoff an schwangeren Frauen getestet

Im Rahmen einer klinischen Studie wird der Impfstoff der Firma Biontech bei ca. 4000 schwangeren Frauen ab 18 Jahren getestet. Die gesunden Frauen werden laut Berliner Zeitung zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche geimpft. Dabei sollen die Schwangeren in zwei Gruppen aufgeteilt werden: Die einen erhalten den Impfstoff und die anderen eine Placebo-Impfung.

"Unser Ziel ist es, einen breiten Zugang zu unserem hochwirksamen Covid-19-Impfstoff zu ermöglichen. (...) So können möglicherweise sowohl schwangere Frauen selbst als auch zukünftige Generationen geschützt werden."

Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci

Erhöhtes Risiko für schwere Coronaerkrankung

Da Schwangere ein erhöhtes Risiko für einen schweren Coronaverlauf hätten, ist die Studie äußerst wichtig, um einen effektiven Impfstoff zu entwickeln. Die Schwangeren werden daher bis zu zehn Monate nach der Impfung beobachtet. Untersucht wird dabei auch die Übertragung potenziell schützender Antikörper auf das Baby.

Auch die Säuglinge nehmen an der Studie teil und würden bis zu ihrem sechsten Lebensmonat beobachtet werden. Die Mütter, die in der Schwangerschaft ein Placebo bekamen, sollen dann nach der Geburt informiert werden und eine richtige Impfung erhalten.

Impfungen für Schwangere

Bis die Ergebnisse der Studie vorliegen, wird es bis mindestens zum Jahresende dauern. Bis dahin können sich Schwangere und stillende Frauen, die zu den Corona-Risikopatientinnen gehören, nach genauer Rücksprache mit ihrem Arzt oder der Ärztin impfen lassen. Die STIKO hält die Corona-Impfung bei stillenden Frauen zudem als unbedenklich. Es gibt sogar eine Empfehlung laut ÄrzteZeitung, dass der Impfstoff bei Stillenden auch das Baby immunisiert.

Mythos Unfruchtbarkeit: Keine Gefahr für den Kinderwunsch

Dass der Corona-Impfstoff eine Gefahr für den Kinderwunsch darstelle, ist indes nicht bewiesen. Es kursierten Gerüchte, dass es zur Unfruchtbarkeit käme. Doch mehrere Virolog*innen und Ärzt*innen dementierten diese These. Es handle sich nur um Angstmacherei und gäbe keinen wissenschaftlichen Beweis dafür. Frauen mit Kinderwunsch können sich bei Bedenken an ihren behandelnden Arzt oder ihre Ärztin wenden. Corona-Risikopatient*innen wird die Impfung bei Kinderwunsch sogar angeraten.

Bildquelle: Getty Images/Jovanmandic

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