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STIKO empfiehlt DIESEN Schwangeren die Impfung gegen das Corona-Virus

STIKO empfiehlt DIESEN Schwangeren die Impfung gegen das Corona-Virus

Generelle Empfehlung?

Bisher gab es seitens der Ständigen Impfkommission keine generelle Empfehlung für Schwangere, sich gegen das Corona-Virus durch eine Impfung schützen zu lassen. In einer Schwangerschaft solle laut Gynäkologen lediglich "so viel wie nötig" geimpft werden. Jetzt erweitert die STIKO ihre Impfempfehlung etwas.

Diese Schwangere sollten sich impfen lassen

Die Tagesschau meldet, dass die Ständige Impfkommission ihre Impfempfehlung für schwangere Frauen etwas angepasst hat. Es gibt weiterhin keine generell Empfehlung für werdende Mütter, sich impfen zu lassen, weil zu wenige verlässliche Studiendaten vorliegen würden. Doch die STIKO will ein "Signal an die Politik und betreuenden Frauenärzte" geben, dass es möglich ist, bestimmten schwangeren Risikopatient*innen die Impfung nach genauer Aufklärung und Untersuchung ihrer Lebensumstände zu ermöglichen.

Frauen, die ein Kind erwarten und sich gegen Corona impfen lassen möchten, sollen also ebenfalls jetzt verstärkt die Möglichkeit erhalten, sich impfen zu lassen und priorisiert zu werden. Dies gilt vor allem für Schwangere mit Vorerkrankungen und Corona-Risikopatient*innen im Lebens- und Arbeitsumfeld.

"Alleine auf Grundlage der kürzlich publizierten Beobachtungen aus den USA wird die STIKO keine generelle Impfempfehlung für Schwangere aussprechen. Der freien Entscheidung der Schwangeren für eine Impfung soll jedoch durch die aktualisierte STIKO-Empfehlung mehr Raum gewährt werden. Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohen Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung oder mit einem erhöhten Expositionsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände kann nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher ärztlicher Aufklärung eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem 2. Trimenon angeboten werden."

Ständige Impfkomission

Können geimpfte Schwangere ihr Baby durch Stillen vor Corona schützen?

Eine israelische Studie hat genau das untersucht. Am Shamir Medical Center in Zerifin wurden 84 stillende Mutter und ihre Babys untersucht. Die Frauen erhielten in der Schwangerschaft im Rahmen der Studie die Impfung vom Hersteller Biontech/Pfizer. Die Wissenschaftler*innen untersuchten dabei die Muttermilch vor und nach der Impfung auf Antikörper. Daraufhin fanden die Forschenden tatsächlich einige Antikörper, die darauf hindeuteten, dass diese auch das Neugeborene gegen das Coronavirus schützen.

Neugeborenes mit Covid-Antikörpern geboren

Zwei Kinderärzte aus Florida veröffentlichten kürzlich ihr erstes Forschungsergebnis zu Schwangeren, die gegen das Coronavirus geimpft worden sind. Untersucht worden sei durch Proben im Nabelschnurblut, inwieweit die Babys der geimpften Mütter schon mit Corona-Antikörpern auf die Welt kommen.

Im Januar habe eine schwangere Mitarbeiterin des Gesundheitswesens in der 36. Schwangerschaftswoche eine erste Impfung mit dem Moderna-Impfstoff erhalten. Drei Wochen später brachte sie eine gesunde kleine Tochter zur Welt. Die Analyse des Nabelschnurbluts der Mutter erbrachte das erstaunliche Ergebnis: Das Baby hatte tatsächlich Coronavirus-Antikörper im Blut.

Gute Nachricht für alle Schwangeren?

Die aktuelle Studienlage macht den Ärzten Hoffnung, dass eine Impfung während der Schwangerschaft das Baby gegen Corona schützen könnte. Das Erstaunliche an dem Fall der geimpften Mutter war, dass sie erst wenige Wochen vor der Geburt ihre erste Impfung bekam und die zweite erst nachdem das Baby auf der Welt war. Das hieße, dass die Antikörper auch schon nach der ersten Impfdosis gebildet und auf das Baby im Mutterleib übertragen wurden.

Die Datenlage der Untersuchungen ist noch zu gering als dass generelle Schlussfolgerungen für alle Schwangeren getroffen werden könnten. Doch schon bald könnten wir mehr darüber wissen, ob eine Impfung für Schwangere tatsächlich auch das Baby schützt.

Aktuell startet Moderna auch erste Impftests mit Kindern unter 12 und sogar Babys unter einem Jahr, um herauszufinden, wie der Impfstoff auf diese wirkt.

Bildquelle: Getty Images/bogdankosanovic

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