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Gürtelrose in der Schwangerschaft: Wie gefährlich ist die Infektion mit Herpes Zoster?

Gürtelrose in der Schwangerschaft: Wie gefährlich ist die Infektion mit Herpes Zoster?

Gut zu wissen!

Eine Infektion mit dem Herpes-Zoster-Virus ist fies und schmerzhaft. Doch kann eine Gürtelrose in der Schwangerschaft auch dem ungeborenen Baby Schaden zufügen? Und wie wird die Krankheit bei werdenden Müttern behandelt? Wir liefern euch alle wichtigen Antworten.

Was ist Gürtelrose genau?

Gürtelrose, oder medizinisch Herpes Zoster, ist eine Zweitinfektion mit dem Windpockenvirus (Varizellen-Virus). Man kann also nur an Gürtelrose erkranken, wenn man in seinem Leben schon einmal Windpocken hatte bzw. gegen Windpocken geimpft ist.

Was ist der Auslöser von Gürtelrose in der Schwangerschaft?

Es gibt viele Faktoren, die das Ausbrechen einer Gürtelrose in der Schwangerschaft begünstigen. Neben dem direkten Kontakt mit den Hautbläschen bei einer anderen Person, können das auch Virusinfekte oder physischer und psychischer Stress sein. Auch eine Krebserkrankung kann zum Ausbruch führen, ebenso wie Medikamente, die das Immunsystem schwächen.

Wie äußert sich Gürtelrose in der Schwangerschaft?

Übliche Anzeichen einer Gürtelrose sind:

  • gürtelförmige Ansammlung von mit Flüssigkeit gefüllten, juckenden Bläschen, die nach und nach verkrusten
  • Kribbeln der Haut
  • stechende oder brennende Schmerzen, die plötzlich auftreten
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • leichtes Fieber

In manchen, seltenen Fällen kann das Virus auch eine Hirnhautentzündung auslösen und innere Organe befallen. Besonders gefährlich ist es, wenn das Gesicht mit Gürtelrose infiziert ist: Dann können Augen und Ohren geschädigt werden. Im allerschlimmsten Fall kann es sogar zur Erblindung und Taubheit kommen.

Ist eine Gürtelrose in der Schwangerschaft fürs Baby gefährlich?

Zum Glück nicht! Eine Erkrankung mit Gürtelrose in der Schwangerschaft ist zwar für die werdende Mutter unangenehm und schmerzhaft, das Ungeborene ist aber nicht gefährdet. Der Grund: Die Viren können nicht ins mütterliche Blut gelangen. Deshalb wird die Krankheit nicht aufs Baby übertragen. Selbst wenn eine Schwangere kurz vor der Geburt erkrankt, ist es unwahrscheinlich, dass das Kind angesteckt wird.

Anders sieht es aus, wenn eine Schwangere noch nie Windpocken hatte oder keinen Impfschutz dagegen hat – und deshalb nicht immun gegen das Varizellen-Virus ist. Dann kann sie sich bei an Windpocken und Gürtelrose Erkrankten damit infizieren. Und das ist leider für das Baby im Mutterleib äußerst gefährlich. Denn die Viren werden direkt über die Plazenta übertragen.

Besonders, wenn sich die werdende Mutter in der Frühphase der Schwangerschaft ansteckt, kann es zu schwerwiegenden Schädigungen der Organe kommen. Im schlimmsten Fall sind Herzfehler, Fehlbildungen der Knochen, Hirnschäden und körperliche und geistige Behinderungen die dramatischen Folgen. Infizierte Babys haben dann eine sehr geringe Lebenserwartung.

Dieses Risiko sinkt nach einer Infektion ab der 20. SSW zum Glück deutlich: Die Organschädigungen fallen nicht so schwer aus, die Überlebenschancen sind viel höher. Lebensbedrohlich fürs Baby wird es wieder, wenn sich die Schwangere kurz vor der Geburt mit Windpocken ansteckt. Denn dann kommt das Baby mit hoher Wahrscheinlichkeit krank auf die Welt und das Immunsystem ist noch zu schwach, um sich gegen die Viren zu wehren.

Wie wird Gürtelrose in der Schwangerschaft behandelt?

Um Komplikationen zu vermeiden, sollte eine Gürtelrose auf jeden Fall so bald wie möglich behandelt werden, auch wenn sie in der Regel innerhalb von ein paar Wochen abheilt. Gegen die Schmerzen können betroffene Schwangere in Absprache mit ihrer Ärzt*in Schmerzmittel einnehmen – welche wann geeignet sind, steht auch hier.

Spezielle Tinkturen und Salben helfen dabei den Juckreiz zu lindern und die Bläschen auszutrocknen. Auch die Einnahme von antiviralen Medikamenten ist möglich. Diese zerstören das Herpes-Zoster-Virus von innen.

Eine Schwangerschaft ist oft mit so einigen Beschwerden verbunden. Was ihr gegen die häufigsten tun könnt:

Quellen:
focus.de
rki.de
infektionsschutz.de

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Bildquelle: Getty Images / DeanDrobot

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