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Alarmzeichen

Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt: Diese Anzeichen sind wichtig

Schwangerschaftsvergiftung nach Geburt: Mama hält Neugeborenes
© Getty Images/ PeopleImages

Präeklampsie oder Schwangerschaftsvergiftung wird meistens mit der Schwangerschaft in Verbindung gebracht. Was viele von uns nicht wissen: Eine Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt ist besonders gefährlich und kann auch gesunde Mamas betreffen. Diese Symptome sind wichtige Alarmzeichen.  

Was ist eine Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt?

Eine postpartalen Präeklampsie – also eine Schwangerschaftsvergiftung, die nach der Geburt auftritt – zeichnet sich durch einen plötzlichen hohen Blutdruck aus, der lebensgefährlich sein kann. Eine Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt kann 48 Stunden bis 6 Wochen nach der Geburt auftreten und alle Mütter betreffen, die kürzlich entbunden haben. Somit sind gesunde Mamas genauso betroffen wie Frauen mit einer medizinischen Vorgeschichte. 

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Risiken von postpartaler Präeklampsie

Wird eine Präeklampsie oder postpartale Präeklampsie sehr schnell behandelt, kann sie meistens voll geheilt werden. Unbehandelt besteht aber ein großes Risiko für schwerwiegende Folgen:

  • Krampfanfälle
  • Schlaganfall
  • Organschäden
  • Tod

Eine Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt ist besonders tückisch, weil wir viele ihrer Symptome mit der normalen postpartalen Phase, Schlafmangel und Hormonschwankungen in Verbindung bringen und uns gleichzeitig komplett auf unser Baby konzentrieren.

Deshalb ist es wichtig, dass du gut auf dich achtest, alle Kontrolltermine weiterhin wahrnimmst, auch wenn du dich gut fühlst, und komische Symptome direkt bei Ärztin oder Hebamme ansprichst. 

Symptome einer Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt

Die Symptome sind dieselben einer Schwangerschaftsvergiftung, nur dass sie zwei Tage bis zu 6 Wochen nach der Geburt des Babys auftreten. Bei manchen Mamas wird die Erkrankung symptomlos bei routinemäßigen Checks erkannt, in den meisten Fällen hat postpartale Präeklapsie aber folgende Anzeichen: 

  • hoher Blutdruck
  • Augenprobleme wie: Augenflimmern, Lichtempfindlichkeit, Verschwommenheit oder das Sehen von Punkten oder Blitzen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Verwirrtheit
  • konstante Kopfschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Schwellungen in Händen, Beinen oder Gesicht
  • Bauchschmerzen (oft im Oberbauch)
  • Schulterschmerzen

Bei Untersuchungen wird die Schwangerschaftsvergiftung in der Regel durch hohen Blutdruck und Eiweiß im Urin erkannt.

Tritt eins oder mehrerer dieser Symptome bei dir auf, ist es wichtig, direkt deinen Arzt oder deine Ärztin zu kontaktieren. Fühlst du dich unwohl und kannst niemanden erreichen, ist eine Fahrt in die Notaufnahme immer die richtige Entscheidung.

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Wann tritt eine Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt auf?

Am häufigsten tritt diese Form der Schwangerschaftsvergiftung innerhalb der ersten 7 Tage nach der Geburt auf. Die Krankheit kann aber alle Mamas bis zu 6 Wochen nach der Geburt ihres Babys betreffen.

Welche Ursachen hat eine Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt?

Bisher ist keine klare Ursache für postpartale Präeklampsie bekannt und gesunde Frauen können genauso betroffen sein wie solche, die bestimmte Risikofaktoren aufweisen. Spezialist*innen auf dem Gebiet nehmen an, dass ein langsamer Abgang der Gebärmutterschleimhaut nach der Geburt an der Erkrankung beteiligt ist.

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Eine Schwangerschaftsvergiftung kann symptomlos verlaufen, bis nach der Geburt plötzlich Anzeichen auftreten. Oder die Erkrankung kann postpartal isoliert auftreten, ohne dass eine Vorgeschichte besteht.

Risikofaktoren für Präeklampsie

  • Präeklampsie in vorheriger Schwangerschaft
  • hoher Blutdruck
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Autoimmunerkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Risikoschwangerschaft

Wie lässt sich eine Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt verhindern?

Leider nicht immer. Die wichtigste Maßnahme ist, alle Untersuchungen während der Schwangerschaft und nach der Geburt in Anspruch zu nehmen und bei ersten Symptomen aus unserer Liste ärztliche Hilfe aufzusuchen. 

Eine starke Erschöpfung im Wochenbett, Schlafmangel und postpartale Depression sind Faktoren, die die Symptome untergehen lassen können. Deshalb ist eine gute Unterstützung aus deinem Umfeld in dieser Phase besonders wichtig. Hilfsangebote findest du hier: 

  • Ammely (Hebamme finden und Online-Beratung)
  • pro familia (Beratung Wochenbettdepression, finanzielle und soziale Hilfen vor Ort oder online)
  • Redezeit (kostenlose professionelle Seelsorge, Mental Health Beratung & Coaching)

Hast du das Gefühl, an einer Wochenbettdepression zu leiden, kannst du auch unseren Test machen. Er ersetzt keine Diagnose, aber hilft ggf., das Thema mit Hebamme oder Ärztin anzusprechen.

Wie wird eine Schwangerschaftsvergiftung nach der Geburt behandelt?

Wird die Erkrankung schnell erkannt, können Symptome oft gut behandelt werden. In der Regel werden blutdrucksenkende Medikamente eingesetzt. Häufig ist eine Kombination aus Betablockern, gefäßerweiternden (Vasodilatatoren) und entwässernden Medikamenten (Diuretika). Welche genau, hängt von der individuellen Situation ab.

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In der Regel kann auch mit diesen Medikamenten gestillt werden bzw. gibt es stillfreundliche Alternativen. Bist du dir unsicher, ist es wichtig dich mit den Mediziner*innen genau abzustimmen. Die Embryotox-Datenbank gibt aussagekräftige Infos, welche Präparate sich eignen und welche Risiken fürs Baby bestehen. 

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Wir recherchieren mit großer Sorgfalt und nutzen nur vertrauenswürdige Quellen. Die Ratschläge und Informationen in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Bitte wendet euch bei gesundheitlichen Fragen und Beschwerden an eure Ärztinnen, Hebammen oder Apotheker, damit sie euch individuell weiterhelfen können.

Die Symptome für postpartale Präeklampsie zu wissen, ist super wichtig. Dazu kann eine gesunde Ernährung deinen Körper in der Zeit nach der Geburt und bei durchwachten Nächten unterstützen, z. B. die Obst- und Gemüsesorten im Video:

Power-Food: Hier sind 6 der gesündesten Obst- und Gemüsesorte
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Quellen: Berufsverband der Frauenärzte e.V., Preeclampsia Foundation, March of Dimes, MSD Manual

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