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Luftreiniger-Test: Welches Gerät filtert Coronaviren am besten?

Luftreiniger-Test: Welches Gerät filtert Coronaviren am besten?

Saubere Luft

Das Coronavirus wird vor allem über Tröpfchen in der Luft übertragen, auch über winzig kleine Tröpfchen (Aerosole). In geschlossenen Räumen ist die Ansteckungsgefahr noch größer. Luftreiniger können helfen, die Luft zu verbessern. Aber wie gut filtern die Geräte Coronaviren? Stiftung Warentest hat in einem neuen Test Luftreiniger genauer untersucht. 

Luftreiniger sind praktisch: Sie können zum Beispiel Blütenpollen, Zigarettenrauch oder Feinstaub aus der Luft filtern. Die Tester*innen von Stiftung Warentest haben schon Anfang 2020 Luftreiniger dahingehend überprüft. Die drei besten Modelle wurden jetzt nochmal nachträglich getestet – und dabei wurde der Fokus auf das Coronavirus gelegt.

Aerosole lange in der Luft

Wenn wir sprechen oder sogar nur atmen, dann werden Aerosole ausgestoßen – mikroskopisch kleine Tröpfchen. Und die bleiben länger in der Luft als größere Tropfen. In geschlossenen Räumen reichern sich die Partikel besonders schnell an und verteilen sich im gesamten Raum. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, gut durchzulüften. In der kalten Jahreszeit ist dies aber schwieriger als in wärmeren Monaten. Deshalb setzen Verbraucher auch auf Luftfiltergeräte.

So wurden die Luftreiniger getestet

Stiftung Warentest hat für den Test im Februar 2020 insgesamt sieben Luftreiniger überprüft, fünf davon mit App. Getestet wurden dabei die Luftreinigung (60 %), die Handhabung (20 %), die Umwelteigenschaften (15 %) und die Sicherheit (5 %). Gekauft wurden die Luftreiniger im Juli und August 2019.

Das passierte beim Corona-Nachtest

Für den Corona-Nachtest im Dezember 2020 mussten die Geräte zusätzlich Aerosolpartikel aus der Raumluft filtern. Getestet wurde in einem 16 Quadratmeter großen Raum (2,5 Meter Höhe und 40 Kubikmeter Raumvolumen). 20 Minuten lang strömten Aerosole in den Raum.

Luftreiniger-Test: Die Ergebnisse im Überblick

Beim ersten Test von Stiftung Warentest erhielten zwei Modelle die Note "gut", drei bekamen ein "befriedigend". Zwei Geräte schnitten nicht so gut ab und deshalb gab es für sie nur ein "ausreichend". Beim Corona-Nachtest hat sich das Gesamtergebnís der besten drei Geräte von Philips, Soehnle und Rowenta etwas verschoben.

Diese drei Luftreiniger haben beim ersten Test am besten abgeschnitten und kamen in den Corona-Nachtest

Produkt Note Vorteile Nachteile
Philips AC2889/10 z.B. über Amazon für 479,99 € 2,4
  • Filtert Pollen und Zigarettenrauch gut
  • Auch Aerosol-Filterung gut (95 %)
  • Altert nicht so schnell
  • Nicht alle Filter waschbar
  • Ersatzfilter recht teuer
Soehnle Airfresh Clean Connect 500 z.B. über idealo für 267,95 €  2,5
  • Gute Filterung bei Pollen, mit neuen Filtern auch bei Zigaretten
  • Auch Aerosol-Filterung gut (90 %)
  • Ersatzfilter recht günstig
  • Filter-Einbau umständlich
  • Filter altern recht schnell
Rowenta Intense Pure Air Connect PU6080 z.B. über Amazon für 339,18 € 2,6
  • Gute Filterung bei Pollen, mit neuen Filtern beste Rauch-Filterung im Test
  • Auch Aerosol-Filterung gut (95 %)
  • Altert nicht so schnell
  • Mit Kindersicherung
  • Ersatzfilter recht teuer

Die drei besten Luftreiniger im Detail

Der Luftreiniger Philips AC2889/10

Bildquelle: Amazon

Dieser Luftreiniger von Philips schnitt sowohl beim ersten Test am besten ab und lag auch beim Corona-Nachtest ganz vorn. Das Gerät schaffte es, 95 Prozent der im Raum umherfliegenden Aerosolpartikel abzufangen. Die Tester*innen benutzten dabei allerdings auch einen komplett neuen Filter.

Da die Abnutzung bei Luftfiltergeräten recht hoch ist, überprüften sie auch, wie gut die Geräte filtern, wenn sie schon länger im Einsatz sind. Das Ergebnis: Nach 20 Minuten sank die Zahl der Partikel bei diesem Gerät immer noch um rund 90 Prozent.

Soehnle Airfresh Clean Connect 500

Bildquelle: idealo

Das Gerät von Soehnle landete im ursprünglichen Test auf Platz zwei, schnitt beim Corona-Nachtest allerdings am schlechtesten ab. Mit neuem Filter gelang es dem Gerät zwar, 90 Prozent der Aerosolpartikel aus dem Raum zu filtern. Das Modell schwächelte aber deutlich, als die Alterung simuliert wurde. Das Gerät konnte nur noch gerade mal 46 Prozent der Viren reduzieren. Der Filter müsste also häufiger gewechselt werden, um eine höhere Leistung zu erzielen.

Rowenta Intense Pure Air Connect PU6080

Bildquelle: Amazon

Dieser Luftreiniger von Rowenta war im ersten Test nur der Drittplatzierte, machte im Corona-Nachtest aber eine bessere Figur. Ähnlich wie das Gerät von Philips konnte dieses Modell mit neuem Filter und voller Power 95 Prozent der Aerosolpartikel aus der Luft filtern. Als die Alterung simuliert wurde, gelang es dem Gerät von Rowenta auch noch rund 80 Prozent der Partikel zu beseitigen.

Fazit: Je größer der Raum, desto geringer die Leistung

Die Tester*innen von Stiftung Warentest kommen zu dem Ergebnis, dass ein Raum von 20 Quadratmeter Größe mit dem Testsieger von Philips ganz gut von Atemtröpfchen gereinigt werden kann. Also wenn man zum Beispiel kurz Besuch bekommen hat. Trotzdem bleibt natürlich ein Risiko, sich anzustecken. Und das ist natürlich höher, wenn das Luftfiltergerät in einem größeren Raum im Einsatz ist. Deshalb wäre auch der Einsatz in Klassenräumen schwierig.

Frische Luft gegen Corona

Eine der wirksamsten Methoden, um sich drinnen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, ist weiter das richtige Lüften. Die Bundesregierung hat eine Empfehlung zum infektionsschutzgerechten Lüften beschlossen. Hilfreich ist auch der Lüftungsrechner der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe. Dort gebt ihr Raumvolumen und Personenzahl ein und könnt ablesen, in welchen Intervallen gelüftet werden sollte.

Der komplette Luftreiniger-Test ist in der Stiftung Warentest-Printausgabe 03/2020 erschienen und kann unter www.test.de/luftreiniger für 3 € heruntergeladen werden. Der Corona-Nachtest ist ebenfalls über den Link verfügbar.

Quelle: Stiftung Warentest

Familie.de-Kaufberatung für Luftreiniger: Worauf muss ich achten?

  1. Raumgröße: Auf den Luftreinigern steht meist drauf, für wieviel Quadratmeter sie geeignet sind und daran solltet ihr euch auch halten, um das bestmögliche Ergebnis zu erhalten.
  2. Stromverbrauch: Einige Luftreiniger sind richtige Stromfresser andere dagegen sehr sparsam. Auch hier ist es ratsam, auf die Angaben des Herstellers achten.
  3. Filter: Häufig legen sich Allergiker einen Luftreiniger zu, die sich vor Pollen schützen wollen. Dann solltet ihr auch ein Gerät mit entsprechendem Filter kaufen. Diese unterscheiden sich nämlich von Geräten, die eher Bakterien aus der Luft filtern.
  4. Lautstärke: Am besten vorher testen. Das Lautstärke-Empfinden ist bei jedem anders. Deshalb lieber vor dem Kauf in den Laden gehen und das Gerät dort ausprobieren oder zu Hause alle Stufen mal durchprobieren.
  5. Ersatzteile: Neben dem Anschaffungspreis solltet ihr auch die laufenden Kosten berücksichtigen. Filter, die in kurzen Abständen erneuert werden müssen, können ganz schön ins Geld gehen. Einige Modelle haben aber auch Filter, die man waschen kann.
  6. Smarte Geräte: Es gibt inzwischen zahlreiche Modelle, die zum Beispiel per App gesteuert werden können. Sehr hilfreich, wenn ihr gerade unterwegs seid und die Luft zu Hause in der Zwischenzeit gefiltert werden soll.

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Bildquelle: Getty Images/Jomkwan, Amazon, idealo

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