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Weißes Gold

Salz in der Schwangerschaft: Darf ich weiterhin salzen?

© Pixabay/congerdesign

Du bist schwanger und hast Hunger auf salzige Sachen? Wir erklären dir, ob du Salz in der Schwangerschaft verwenden darfst und was „Salzhunger“ bedeutet.

Darf ich in der Schwangerschaft weiter salzen?

Kaum ein Gericht kommt ohne Salz aus. Das weiße Gewürz gehört zu unserem Leben dazu. Vielleicht hast du schon einmal von dem Mythos gehört, dass werdende Mütter salzarm essen sollten. Generell spricht aber nichts dagegen, dass du deinen Gerichten nach wie vor mit Salz die erwünschte Würze verleihst. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt sechs Gramm Salz täglich. Das Gewürz dient dazu, deinen Blutdruck stabil zu halten. Ein zu niedriger Blutdruck während der Schwangerschaft kann dir Müdigkeit, Schwindel und unangenehme Kopfschmerzen bereiten. Durch salzhaltiges Essen erhöht sich natürlich auch dein Durstverlangen. Das daraus resultierenden regelmäßige Trinken wirkt sich wiederum positiv auf dein Blutvolumen aus und bewirkt, dass alle wichtigen Organe prima durchblutet werden und reichlich Sauerstoff erhalten. Vorsichtig solltest du sein, wenn du unter Bluthochdruck während der Schwangerschaft leidest. In diesem Fall empfiehlt es sich, auf den Salzkonsum zu achten und Rücksprache mit deinem Arzt, deiner Ärztin oder Hebamme zu halten.

Welches Salz verwende ich am besten in der Schwangerschaft?

Da Jod und Folsäure in dieser besonderen Zeit essenziell für dich und dein Baby sind, eignet sich zum Salzen am besten das Jodsalz. Dein Körper hat in der Zeit der Schwangerschaft einen erhöhten Jodbedarf. Jod ist unter anderem für die gesunde Entwicklung der Schilddrüse deines Ungeborenen verantwortlich, außerdem für das entsprechende Wachstum des Nervensystems und Gehirns. Folsäure hingegen minimiert die Gefahr frühkindlicher Fehlbildungen. Etwa 230 Milligramm Jod beträgt die empfohlene Zufuhr einer Schwangeren pro Tag. Zu viel Jod kann nur bei Einnahme von mehr als einem Milligramm zur Gefahr werden und zeigt sich mit Magen-Darm-Problemen oder Hautausschlägen. Bemerkst du, dass du einen extrem salzigen Appetit hast, ist das übrigens oft ein Zeichen dafür, dass deinem Körper Flüssigkeit fehlt. 

Welche Lebensmittel enthalten Salz?

Milch, Gemüse, Eier und ungesalzene Nüsse enthalten besonders viel natürliches Salz. Dies ist besonders gesund, da es in seinem Rohzustand vorkommt. Nüsse sind darüber hinaus ein kraftvoller Nährstofflieferant in der Schwangerschaft. Brot und Müsli stillen ebenso in der Schwangerschaft deinen Bedarf an Salz. Salzstangen sind ein schneller und erlaubter Snack für zwischendurch. Überkommt dich kreislaufmäßig ein flaues Gefühl, versorgen dich die Knabbereien schnell wieder mit der nötigen Energie. Ein bisschen zurückhaltender sollte der Griff in die Chipstüte während der Schwangerschaft sein. Chips sind leider nicht nur sehr salzig, sondern enthalten extrem viel Fett und Acrylamid. Acrylamid entsteht, wenn Zucker mit Eiweißbausteinen bei Erhitzen zusammen reagieren. Dieser Stoff kann auf das Ungeborene wie ein Nervengift wirken.

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Fazit

Salz ist in der Zeit der Schwangerschaft in Maßen absolut empfehlenswert und gesund. Es kann den Blutdruck regulieren und, mit Jod angereichert, versorgt es dein Baby mit wichtigen Nährstoffen. Auch als kleine Snacks zwischendurch sind salzhaltige Leckereien ein guter Begleiter. Bei einem Kreislaufabfall bringen sie diesen schnell wieder auf die richtige Linie. Kürbiskerne in der Schwangerschaft sind auch eine gesunde Abwechslung für die kleinen salzigen Heißhungerattacken zwischendurch. Vielleicht magst du auch die einmal probieren.

Schwangerschaftsmythen: Stimmt's oder stimmt's nicht?

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