Bauchschmerzen bei Babys

Gesundheit

Bauchschmerzen bei Babys

Wenn dein Baby Bauchschmerzen hat, kann es dir das nicht sagen. Es hat nur eine Möglichkeit sich mitzuteilen, und das ist zu schreien. Doch was können die Ursachen von Bauchweh bei Babys sein?

Babys schreien häufig, besonders in ihren ersten Lebenswochen. Oft werden die Kleinen von Blähungen oder den sogenannten 3-Monats-Koliken geplagt und mit ihrem Gejammer können sie die Nerven ihrer oft hilflosen Eltern ganz schön strapazieren. Dies ist aber nicht der einzig mögliche Grund für Bauchschmerzen bei Babys. Aber weil sie  noch nicht sprechen können, ist die Ursachensuche nicht immer einfach – wenn weitere Symptome wie Fieber, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall auftreten, solltest du auf jeden Fall einen Kinderarzt konsultieren.

Vater tröstet Baby mit Bauchschmerzen

Blähungen

Babys haben einen kleinen Magen und müssen sich erst noch ans Essen und Trinken gewöhnen. Vor ihrer Geburt hatten sie es dank Nabelschnur leichter – jetzt muss ihr Körper erst die richtigen Enzyme bilden, um mit den ungewohnten und unterschiedlichen Inhaltsstoffen fertig zu werden. Manchmal schlucken die Kleinen versehentlich auch Luft, wenn sie trinken, oder haben etwas Blähendes gegessen. Manchmal sind die Blähungen Symptom einer Unverträglichkeit. Bei anhaltenden Beschwerden, die das Baby womöglich auch wach halten, solltest du einen Kinderarzt konsultieren.

Tipps gegen Blähungen bei Babys:

  • Meide blähende Lebensmittel wie Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln und auch Schokolade.

  • Beobachte, ob dein Kind bei eigentlich harmlosen Lebensmitteln mit Blähungen reagiert – es kann sich um eine harmlose Unverträglichkeit, aber auch um eine Allergie handeln.

  • In der Bauchlage gehalten, auch Fliegergriff genannt, fühlt sich dein Baby schnell wohler, wenn es im Bauch zwickt.

  • Wärme tut ebenfalls gut – ein nicht zu heißes Kirschkernkissen ist noch besser geeignet als eine Wärmflasche.

  • Über eine entspannende Babymassage erfährst du weiter unten noch mehr.

Hier findest du weitere Ratschläge zum Thema Blähungen bei Babys:

3-Monats-Koliken

Weint und strampelt dein Baby regelmäßig nach dem Füttern, leidet es vermutlich unter den 3-Monats-Koliken. Es lässt sich bisweilen stundenlang kaum beruhigen und die Eltern können sich wegen ihres “Schreibabys” bemitleiden lassen. Diese Koliken sind übrigens ebenfalls Blähungen und sie befallen Jungen häufiger als Mädchen. Die einzig gute Nachricht: Nach neun Monaten sollten die Koliken spätestens ausgestanden sein!

Wichtig, wenn auch manchmal schwierig: Stumpfe nicht gegen das Geschrei ab, sondern prüfe immer, ob es andere Gründe geben könnte, warum das Kleine weint. Ist seine Windel voll oder hat es aus einem erkennbaren Grund Schmerzen? Möchte es Zuwendung? Liegt es an diesen Gründen, kannst du die Ursache abstellen und dein Baby beruhigt sich wieder.

Wann musst du zum Arzt? Wenn dein Kind länger als drei Stunden schreit, sich sein Weinen plötzlich verändert, außerdem Fieber, Durchfall oder Erbrechen auftreten.

Hier findest du weitere Informationen und Tipps zum Thema 3-Monats-Koliken:

Babymassage

Eine sanfte Massage vertieft die Eltern-Kind-Beziehung und entspannt Babys, die unter Bauchweh leiden. Hier liest du, wie es geht - und dieses Video zeigt es:

Verstopfung

Während Babys in den ersten sechs Wochen seines Lebens noch mehrmals täglich Stuhlgang hat, kann es danach auch mal ein paar Tage ohne geben. Das ist unverdächtig, solange es dem Baby gut geht und es regelmäßig Urin ausscheidet.

Symptome bei Verstopfung:

  • harter Bauch

  • Schmerzen beim Stuhlgang

  • das Baby reagiert mit ärgerlichem Weinen auf das Bauchweh und zieht die Beinchen Richtung Bauch

  • harter Stuhl oder schleimiger Durchfall

  • übel riechende Blähungen

Wie kannst du Verstopfungen vorbeugen und was kannst du gegen sie unternehmen? Hier liest du weitere Informationen und Ratschläge über Verstopfung bei Babys:

Unverträglichkeiten erkennen, Allergien vorbeugen

Auch Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten können zu Bauchschmerzen bei Babys führen. Weitere Symptome sind beispielsweise Atemprobleme, Husten, Niesen, Nesselfieber, juckender Ausschlag, Kreislaufprobleme. Mit Allergien ist nicht zu scherzen – wenn man sie ignoriert, riskiert man Allergieschocks und die Entstehung von Asthma. Darum solltest du bei solchen Symptomen ärztlichen Rat einholen und möglicherweise einen Allergietest machten lassen.

Immer mehr Menschen und auch Babys leiden unter Allergien. Die Ursachen sind vielfältig: Allergien oder Allergieneigung kann man erben, es gibt auch auch Faktoren wie Lebenswandel und Umwelteinflüsse, auf die man mehr oder weniger Einfluss hat. Um Allergien möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen, kannst du einiges tun.

Um das Allergierisiko zu senken, kannst du beispielsweise Folgendes unternehmen:

  • Vier Monate lang voll stillen: Früher riet man noch zu sechs Monaten, in denen das Baby ausschließlich Muttermilch bekommt, doch vier Monate sollen reichen. Dann kann du mit Beikost beginnen.

  • Ernährung der Mutter: Du brauchst, während du stillst, nicht auf möglicherweise allergieauslösende Lebensmittel zu verzichten, wie man bis vor Kurzem noch annahm. Potentielle Auslöser wie Nüsse, Milchprodukte oder Kernobst kannst du trotzdem essen.

  • HA-Nahrung, falls ein Elternteil Allergiker ist: Spezielle Hydrolysatnahrung als Beikost soll das Allergierisiko im Idealfall halbieren.

  • Nicht rauchen: Zigarettenrauch erhöht das Allergie- und Asthmarisiko.

Weitere Tipps und Informationen zum Thema Allergien bei Babys:

Wenn du auch größere Kinder mit Bauchweh hast: Hier findest Informationen über Bauchschmerzen bei Kindern.

Warum auch immer dein Baby mit dem Quengeln begonnen hat – hoffentlich sind seine Bauchschmerzen bald wieder vorbei. Mit Zuwendung und Ablenkung stimmst du es vielleicht ein wenig versöhnlicher, und eine kleine Massage oder etwas Bewegung kann ebenfalls einen quälenden Pups lösen.

Bildquelle:

Getty Images

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