Muttermilch aufbewahren: Wie lagert man sie am besten?

Abgepumpte Muttermilch ist nützlich, aber man sollte Einiges bei ihrer Lagerung beachten, damit sie nach wie vor wertvoll für das Baby ist.


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Damit der Säugling genügend zu essen bekommt, ist abgepumpte Muttermilch ein Segen. Sie kann eingesetzt werden, wenn man gerade krank ist und nicht stillen kann. Oder das Neugeborene muss noch zugefüttert werden, weil es nicht richtig saugt. Abpumpen ist dann nötig, damit sich die Brustwarzen nicht entzünden. Mit abgepumpter Milch kann die Mutter auch mal einen Abend ohne Baby verbringen. Manche Frauen möchten ihre Muttermilch spenden. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, die Muttermilch aufzubewahren. Bei allem ist aber die Hygiene wichtig - also immer die Hände waschen, wenn man abpumpt und die Milch dann in die entsprechenden Behälter füllt. Außerdem sollten die Milchpumpe und die Behälter sorgsam mit heißem Wasser ausgespült werden und an der Luft getrocknet werden. Und bitte nicht vergessen aufzuschreiben, wann die Milch abgepumpt wurde.

Muttermilch aufbewahren

Wie kann man am besten Muttermilch aufbewahren?


© Getty Images

Worin lagert man die Muttermilch?

Am besten sind kleine Behälter, in denen man schon vorher portionieren kann, damit man nicht zu viel Überschuss hat. Optimal ist es, wenn die Milchpumpe schon an ein passendes Gefäß angeschlossen ist.
Philips Avent* hat verschiedene Systeme, die man mit Aufbewahrungsbechern aufbauen kann. Oder man kauft Behälter mit Weithals wie die von Lanisoh*, damit man den Sauger oder die Pumpe anschließen kann. Um Platz zu sparen, kann man Muttermilchbeutel wie zum Beispiel die von NUK* kaufen. Man kann aber auch Glasbehälter benutzen. Egal welche Behälter - sie sollten schadstofffrei und gründlich gereinigt sein. Deshalb bitte keine normalen Gefrierbeutel benutzen, denn darin könnten sich Weichmacher befinden.

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Wo lagert man die Muttermilch?

Je nachdem, wie lange die Muttermilch nach dem Abpumpen aufbewahrt werden soll, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an. Diese haben natürlich auch einen Einfluss auf die Haltbarkeit. Generell sollte man schauen, dass die Milch so kurz wie möglich gelagert wird, da sie nach und nach ihre wichtigen Eigenschaften verliert.

•  Lagerung bei Raumtemperatur: Abgepumpte Muttermilch hält sich bei Raumtemperatur - also bei Temperaturen zwischen 16 und 29 Grad aus - bis zu acht Stunden, wenn sie besonders hygienisch gesammelt wurde und danach abgedeckt im Raum steht. Aber am besten füttert man sie spätestens nach drei -bis vier Stunden, um auf der sicheren Seite zu stehen.

•  Lagerung im Kühlschrank: Im Kühlschrank ist Muttermilch natürlich länger haltbar. Hier könnte man sie bis zu acht Tage lagern, aber auch hier ist der mittlere Wert der sicherste - also drei bis vier Tage. Wichtig ist auch, wo man sie verstaut. Am besten nicht in der Tür, denn das ist nicht kälteste Ort im Kühlschrank. Der ist hinter über dem Gemüsefach in der Ecke - also ein Ort, den man in einem gutgefüllten Kühlschrank leicht übersehen kann.

•  Lagerung im Gefrierfach oder Gefrierschrank: In einem Gefrierfach kann man die dann gefrorene Muttermilch bis zu drei Wochen lagern. Wer aber einen richtig tollen 3-Sterne-Gefrierschrank mit wesentlich erhöhter Gefrierleistung hat, kann sie dort sogar drei bis vier Monate verstauen, bis sie ihre antibakterielle Wirkung verloren hat und nicht mehr zu gebrauchen ist. Achtung: Da sich Milch beim Gefrieren ausdehnt, sollte man die Behälter nicht randvoll füllen.

• Lagerung in der Gefriertruhe: Eine Gefriertruhe mit einer Gefrierleistung von -18 Grad und kälter ist das Allerbeste, denn hier könnte man Muttermilch bis zu einem halben Jahr aufbewahren.

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Sollte man die Milch eingefroren haben, darf man sie aber nach dem Auftauen nicht noch einmal einfrieren. Die Milch taut man schonend im Kühlschrank oder in einem handwarmen Wasserbad auf, damit ihre Nährwerte nicht verloren gehen.

Wenn es darum geht, das Baby mit echter Muttermilch zu füttern, gibt es also genügend Wege, auf sie zurückzugreifen. Nach der Lagerung ist es wichtig, die Muttermilch nie zu heiß werden zu lassen - also Finger weg von Mikrowelle oder zu heißem Wasser im Topf oder aus dem Hahn! Hat die Milch die passende Temperatur - 37 Grad, rührt man sie noch einmal um, damit sich das Fett verteilt. Dann kann man mit der Fütterung beginnen.
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