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Rote Stellen

Trockene Haut bei Babys: Das könnte dahinter stecken

Trockene Haut bei Babys kann für die Kleinen richtig unangenehm werden. Und auch den Eltern Sorgen bereiten. Doch keine Angst, oft stecken harmlose Ursachen dahinter.

Trockene Haut bei Babys: Ursachen und was jetzt hilft

Rote, trockene Stellen im Gesicht, in den Armbeugen oder Kniekehlen, auf Brust oder Rücken, an den Füßen ... Wenn dein Baby unter trockener Haut leidet, solltest du nach den Gründen dafür suchen. Mache dich nicht verrückt und denke nicht sofort zum Beispiel an eine Neurodermitis. Viele Babys haben ab und zu trockene Haut, denn sie ist noch dünner, die obere Schicht (Hornschicht) noch nicht vollständig entwickelt.

Äußere Faktoren, die die empfindliche Babyhaut trocken machen können, sind zum Beispiel:

Zu langes und zu warmes Bad

Ist die Haut deines Babys nach dem Baden gereizt und trocken, könnte es daran liegen, dass es zu lange in der Wanne war oder das Wasser zu warm war. Prinzipiell ist es ausreichend, Babys einmal pro Woche zu baden. Die Wassertemperatur sollte 36 bis 38 Grad betragen.

Normale Dusch- und Badezusätze sind nicht geeignet. Greife lieber auf einen seifenfreien Badezusatz speziell für Babys zurück. Wickele es danach in ein weiches Handtuch und tupfe die Haut vorsichtig trocken. Danach kannst du es mit einer Creme extra für Babys sanft eincremen.

Kälte und Wind

Wenn es draußen eisig ist und der Wind ordentlich weht, ist das Stress pur für die empfindliche Babyhaut. Sie reagiert mit trockenen, geröteten Stellen. So lange die Stellen nicht wund oder entzündet sind, kannst du eine Wettercreme, zum Beispiel von Weleda oder boep, benutzen, die sich wie ein Schutzfilm über die Haut legt.

Sonne und Salzwasser

Genau wie Kälte und Wind, kann auch Sonnenstrahlung trockene Haut bei Babys verursachen. Meide an heißen Tagen mit hohem UV-Faktor unbedingt die Mittags- und Nachmittagszeit – egal ob zuhause in der Stadt, auf dem Land oder im Urlaub am Meer. Spezielle UV-Kleidung bietet zusätzlichen Schutz.

Am Strand oder in den Bergen solltest du dein Baby mit hohem Lichtschutzfaktor und einer speziellen Baby-Sonnencreme einreiben. Im ersten Lebensjahr sollte Sonnencreme laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aber nur in Ausnahmefällen benutzt werden, da sie sie Haut belasten kann.

Ist dein Baby ein kleiner Badefrosch und liebt es, im Meer zu planschen, denke daran, eine Flasche mit Süßwasser abzufüllen und mitzunehmen. So kannst du das Salzwasser einfach am Strand wieder abwaschen. Nachcremen nicht vergessen!

Trockene Heizungsluft

Im Winter drehst du die Heizung auf, damit ihr schön warm habt? Hat dein Baby empfindlich Haut, die schnell gereizt wird, solltest du daran denken, die Luft feucht zu halten. Lüfte regelmäßig, drehe die Heizung nicht so stark auf, hänge Wäsche zum Trocknen im Raum auf ... Nicht zu empfehlen sind Wassergefäße an oder auf der Heizung. Sie sind eine Brutstätte für Bakterien.

Waschmittel

Duftstoffe und andere Zusätze in Waschmitteln können empfindliche Babyhaut reizen und trocken machen. Hast du das Waschmittel in letzter gewechselt, könnte es sein, dass die Hautreizungen eine Reaktion auf die anderen Inhaltsstoffe sind. Benutze dann am besten sensitive Produkte speziell für Babys, zum Beispiel von Nuk, Frosch oder Derma Fluid. Wichtig ist auch, dem Baby nur weiche, nicht kratzige Kleidung aus Naturfasern anzuziehen, die nicht zu eng anliegt.

Trockene Haut bei Babys direkt nach der Geburt

Manche Babys kommen mit trockener Haut zum Beispiel an den Füßen auf die Welt. Sie sieht schuppig aus, kann leicht gerötet sein und den Anschein erwecken, das Baby würde sich häuten. Das ist aber zunächst erstmal kein Grund zur Sorge, sondern ein ganz normaler Prozess nach der Geburt: Die Haut deines Babys muss sich nach all den Monaten im Fruchtwasser erstmal auf die trockene Umgebung außerhalb des Bauches einstellen. Wenn du unsicher bist, sprich einfach deine Hebamme darauf an!

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Welche Creme bei trockener Babyhaut?

Trockene Haut bei Babys, die auf keine entzündliche Reaktion im Körper zurückzuführen und nicht wund ist oder gar nässt, kannst du bei Bedarf eincremen. Wichtig ist, hier nicht nach dem Motto „viel hilft viel" zu vorzugehen. Eine leichte Lotion speziell für Babys, dünn aufgetragen, sollte im Normalfall ausreichen.

Öle und zu fettreiche Cremes können zusätzlich belasten, da sie sich wie ein Film auf die Haut legen und diese nicht „atmen" lassen.

Bei diesen Anzeichen besser zum Kinderarzt bzw. zur Kinderärztin

Normalerweise sollte trockene Haut bei Babys mit ein wenig Pflege nach wenigen Tagen von allein wieder besser werden. Ist die Haut jedoch stark schuppig, anhaltend wund oder nässt sogar, suche bitte deinen Kinderarzt bzw. deine Kinderärztin auf. Das gilt natürlich auch für Hautauschläge mit Pickeln oder Pusteln oder heißen, angeschwollenen Hautpartien.

Wenn ein Baby auf die Welt kommen, ist für die Eltern vieles neu und unbekannt. Was braucht das kleine Wesen, hat es Hunger? Warum weint es ständig? Mache unser Quiz und finde heraus, wie gut du dich mit Neugeborenen schon auskennst!

Neugeborenen-Quiz: Wie gut kennst du dich aus mit den neuen Erdenbürgern?

Quellen:

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Kinder- und Jugendärzte im Netz

Bildquelle: Getty Images/ FotoDuets