Wochenbettsuppe: 3 Rezepte für stärkende Kraftsuppen

Power zum Löffeln

Wochenbettsuppe: 3 Rezepte für stärkende Kraftsuppen

Die Geburt ist ein Kraftakt für jede Frau. Was die frischgebackene Mama in der Zeit danach braucht, um wieder neue Energie zu tanken? Eine Wochenbettsuppe mit fast magischer Heilkraft.

Ein Schluck warme, aromatische Brühe ist eine echte Wohltat für Mütter, die sich Tag und Nacht um ihr Neugeborenes kümmern und parallel sich ebenfalls noch von der Geburt erholen. Besonders im Wochenbett braucht Mamas Körper Nahrung, die sie mit neuer Vitalität versorgen. Und da ist eine Wochenbettsuppe oder Brühe die absolut richtige Wahl: Wir stellen euch drei Rezepte auf Gemüse-, Fisch- oder Fleischbasis vor, die aus dem Buch "Die ersten vierzig Tage: Was junge Mütter nach der Geburt wärmt und stärkt", erschienen im Verlag Antje Kunstmann und erhältlich z. B. über Amazon für 26 € *, stammen.

Wärmend, das Immunsystem und die Verdauung unterstützend und eine positive Auswirkung auf die Durchblutung – alles hervorragende Eigenschaften, die dieses flüssige Gold mit sich bringt. Die Suppen lassen sich auch gut einfrieren und halten maximal 3 Monate. Also ran an die Suppentöpfe, liebe Papas, Omas und Freundinnen!

Wochenbettsuppe Rezept Nr. 1: Hühnerbrühe

Zutaten für 2 Liter oder 6-8 Portionen:

  • 1–1,2 kg ganzes Huhn oder Hühnchenteile
  • 1 Zwiebel, geschält und halbiert
  • 2 Frühlingszwiebeln, ganz
  • 1 Stück Ingwer (ca. 5 cm), ungeschält, halbiert
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • 2 mittelgroße Karotten, ungeschält, in Scheiben geschnitten
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung: 

  1. Huhn oder Hühnchenteile unter kaltem Wasser abspülen, in einen großen Suppentopf legen und mit ca. 2,8 Liter Wasser bedecken. Das Fleisch sollte zumindest zwei Fingerbreit mit Wasser bedeckt sein.
  2. Bei mittlerer bis starker Hitze aufkochen, dann herunterschalten und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Schaum abschöpfen. Zwiebel, Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Karotten hinzufügen, bei mittlerer Hitze aufkochen und anschließend 3 Stunden ohne Deckel köcheln lassen.
  3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch wird sich mit der Zeit von den Knochen lösen. Wenn du magst, kannst du gleich einen Schöpfer Suppe mit Fleisch und Gemüse essen. Den Rest abseihen.

Wochenbettsuppe Rezept Nr. 2: Fischbrühe

Zutaten für 2 Liter oder 6-8 Portionen:

  • 1 mittelgroße Zwiebel, geschält und halbiert
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2,5 cm), ungeschält, halbiert
  • 4 Frühlingszwiebeln, geputzt
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und grob zerteilt
  • 2 Tomaten, ungeschält, halbiert
  • 900 g Fisch, im Ganzen (siehe Tipp)
  • 1 EL ungesüßter schwarzer Reisessig
  • 160 g frische Ananas (optional, für eine süße Note)
  • Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer

Tipp: Für diese Brühe eignen sich fleischige weiße oder dunkle Fischsorten wie Kabeljau, Seebarsch oder Heilbutt, ganze Fische – mit Gräten und Kopf – sind immer am besten. Sie liefern der Brühe am meisten Aroma und Nährstoffe, darüber hinaus ist es preisgünstiger!

Zubereitung:

  1. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebeln und Tomaten in einem Topf mit ca. 2,8 Liter Wasser aufgießen: Alles sollte zumindest zwei Fingerbreit mit Wasser bedeckt sein.
  2. Aufkochen, dann herunterschalten und zugedeckt 30 Minuten köcheln lassen.
  3. Fisch, Essig und Ananas (falls verwendet) hinzufügen, sanft aufkochen und leicht köcheln lassen, dabei Schaum abschöpfen.
  4. Sobald die Brühe trüb wird, vom Herd nehmen und mithilfe eines Seihtuchs oder feinen Siebs in ein sauberes Einmachglas oder eine Suppenschüssel abseihen, die ausgekochten Reste entsorgen.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Diese Brühe schmeckt ganz frisch am besten, schöpfe dir darum gleich eine Tagesration ab und friere den Rest für bis zu 3 Monate ein.

Wochenbettsuppe Rezept Nr. 3: Immunstärkende Brühe aus Shitake-Pilzen (vegetarisch)

Zutaten für 2 Liter oder 6-8 Portionen

  • 1 weiße oder gelbe Zwiebel, geschält und grob gehackt
  • 2 Stangen Lauch, nur die weißen Teile, in dünne Ringe geschnitten
  • 2 EL Olivenöl oder ein anderes Speiseöl, wie Avocadoöl, Kokosöl oder Bio-Butter
  • Meersalz
  • 90 g frische Shiitake-Pilze (oder 40 g getrocknete Shiitake-Pilze, z. B. von Wagner Green Forest über Amazon für 6,81 €*)
  • 20 g getrocknete Reishi-Pilze (optional)
  • 60 g Champignons, weiß oder braun
  • 2 Streifen Kombu-Algen, z. B. von Porto Muiños über Amazon für 13,73 €*  (intensiviert das Aroma und unterstützt die Verdauung)
  • 2 mittelgroße Karotten, geschält und grob geschnitten
  • 4 Tomaten, halbiert
  • 3 Knoblauchzehen, geschält
  • 1 Stück frische Kurkumawurzel (ca. 2 cm), ungeschält und halbiert
  • 150 g Grünkohl, grob gehackt
  • 50 g Petersilie, grob gehackt
  • 2 EL abgeriebene Zitronenschale

Zubereitung

  1. Das Öl in einem Topf auf mittlerer Stufe erhitzen, darin die gehackte Zwiebel und die Lauchringe mit einer Prise Meersalz goldbraun braten.
  2. Shiitake- und Reishi-Pilze (falls verwendet), Champignons und Kombu kurz abbrausen und mit den Karottenstücken, den Tomatenhälften, Knoblauch und Kurkuma in den Topf geben. Mit 2,8 Liter Wasser aufgießen.
  3. Bei mittlerer Hitze eine Stunde kochen, in den letzten 20 Minuten den Grünkohl, die Petersilie und die abgeriebene Zitronenschale dazugeben. Mit Salz abschmecken, vom Herd nehmen und abseihen.
  4. Die Brühe hält sich bis zu 5 Tage im Kühlschrank und bis zu 3 Monate in Gefrierbeuteln mit Zippverschluss oder Einmachgläsern im Gefrierfach.

Wochenbettsuppe einfrieren: Wie geht das?

Um Brühe in Einmachgläsern einzufrieren, die abgekühlte Brühe in ein sauberes Glas füllen, oben drei Fingerbreit (ca. 5 Zentimeter) Platz lassen, damit sich die Brühe ausdehnen kann. Den Deckel lose aufsetzen und ins Gefrierfach stellen, dabei auch zwischen den einzelnen Gläsern etwas Platz lassen (um Sprüngen in den Einmachgläsern vorzubeugen). Sobald die Brühe gefroren ist, die Deckel fest zudrehen. Sie ist im Gefrierfach maximal 3 Monate haltbar. Zum Auftauen die Einmachgläser über Nacht in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag wie gewohnt im Topf aufwärmen.

Quelle: Verlag Antje Kunstmann

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Yao Fordemann
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Mein Fazit

Leberwurst und ich? Normalerweise kein Dream-Team. Leberwurst und ich direkt nach der Geburt? Einfach unzertrennlich! Schon in der Schwangerschaft habe ich gemerkt, dass mein Körper mehr Nahrhaftes wie Fleisch wollte und der Heißhunger auf Süßes nur selten da war. Nach der Geburt hatte ich es in der Klinik plötzlich nur auf Brote mit Leberwurst abgesehen, da mein Körper nach dieser "Stärkung" verlangt hat. Schon verrückt. Der Food-Spuk hat direkt nach der Krankenhaus-Entlassung auch wieder aufgehört. Und dann kam der wirkliche Powergarant im Wochenbett: Meine Eltern kochten mir Suppe und Brühe. Eine Wohltat, nicht nur weil der Winter da war, sondern die Wärme der Wochenbettsuppe gefühlt jede Zelle von mir mit Energie füllte – zumindest vorübergehend bis zur nächsten Nachtschicht. Übrigens hat mein Mann die Suppen auch dankbar genossen. Auch für die Väter herrscht Ausnahmezustand und da ist jedes warme Bissen herzlich willkommen.

Bildquelle: nensuria/iStock/Getty Images Plus

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