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Leinsamen: Ist das Superfood auch in der Schwangerschaft gesund?

Schwangerschaft

Leinsamen: Ist das Superfood auch in der Schwangerschaft gesund?

Viele Frauen greifen in der Schwangerschaft, vor allem bei Verstopfungsproblemen, auf Leinsamen zurück. Doch sind Leinsamen während einer Schwangerschaft wirklich so unbedenklich?

Leinsamen - Das Superfood?

Leinsamen zählen mit ihren gesunden Wirkungen zum sogenannten Superfood. Als Leinsamen werden die Samen des Flaches bezeichnet. Schon früher wurden die Leinsamen als Heilmittel verwendet und sind auch heutzutage noch sehr beliebt. Leinsamen gibt es in den verschiedensten Ausführungen, egal ob ganz, geschrotet, als Leinöl oder als Kapseln.

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Leinsamen - Welche Wirkung haben sie?

Dadurch das Leinsamen prall gefüllt mit gesunden Inhaltsstoffen sind, treiben sie unseren Stoffwechsel so richtig schön an.
Doch was genau macht Leinsamen so gesund?:

  • Hoher Ballaststoffgehalt:
    Durch die hohen Ballaststoffe, sind Leinsamen besonders verdauungsfördernd.
  • Entgiftung:
    Leinsamen binden die Giftstoffe im Darm und tragen somit zur Entgiftung des Körpers bei.
  • Reich an Omega 3-Fettsäuren:
    Leinsamen enthalten mehr ungesättigte Omega 3-Fettsäuren als Fisch. Omega schützt das Herz und den Kreislauf und ist für die Unterstützung der körpereigenen Abwehrzellen zuständig. Die Fettsäuren unterstützen ebenfalls die Hirnfunktion und wirken sich positiv auf Blutgefäße und den Cholesterinspiegel aus.
  •  Vitaminbomben:
    Auch die Lieferung von Vitaminen gehört zu den positiven Eigenschaften von Leinsamen, da diese reich an Vitamin B1, B2, B6 und E sind. Ein Punkt, der für schwangere Frauen wichtig ist: Leinsamen enthalten Folsäure, diese ist für Zellwachstum- sowie Teilungsvorgänge enorm wichtig.

Leinsamen in der Schwangerschaft: Verboten?

Bei der Frage, ob Leinsamen in der Schwangerschaft gesund oder gefährlich sind, gehen die Meinungen weit auseinander.
Dies spricht gegen den Verzehr von Leinsamen in der Schwangerschaft:

  • Studie von 2015:
    Eine Studie aus dem Jahre 2015, hat herausgefunden, dass der Verzehr von Leinsamen während der Schwangerschaft, dem ungeborenen Baby schaden könnte.
    Zu diesem Zweck wurden schwangeren Ratten Leinsamen ins Futter gemischt. Dies hatte zur Folge, dass die Ratten, die Leinsamen bekamen, deutlich mehr an Gewicht zunahmen. Noch wichtiger jedoch waren die Folgen für die Nachkommen der Ratten. Diese wiesen nämlich fast doppelt so hohe Corticosteron-Werte auf, als die Nachkommen, deren Müttern keine Leinsamen zur Fütterung bekommen hatten. Beim Menschen spricht man anders als bei Ratten, nicht von Corticosteron, sondern von Cortisol. Cortisol ist ein Stresshormon, welches in der Nebennierenrinde produziert wird. Die Forscher sind der Meinung, dass das Ergebnis der Studie auch auf den Menschen übertragen werden könnte. Dies würde bedeuten, dass Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Leinsamen zu sich nehmen, unter einer Nebennierenfunktionsstörung leiden könnten. Das wäre allerdings erst bei einem Verzehr von neun Esslöffel Leinsamen am Tag der Fall.

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Leinsamen in der Schwangerschaft: Erlaubt?

Während die Studie schwangeren Frauen davon abrät Leinsamen zu verzehren, gibt es einige Ärzte und Hebammen, die den Verzehr sogar empfehlen. Hierbei sprechen sie jedoch nur die finale Geburtsphase an und raten, erst ab der 35. Schwangerschaftswoche mit dem Verzehr zu beginnen. Ärzte empfehlen einen bis zwei Esslöffel Leinsamen täglich zu sich zu nehmen und mindestens 2 Liter Wasser zu trinken, damit die Leinsamen ihre Wirkung richtig entfalten können.
Es gilt nämlich als erwiesen, dass Leinsamen den Entbindungsvorgang beschleunigen können:

  • Geburt vereinfachen:
    Die Leinsamen regen die Schleimproduktion in der Scheide an. Dieser Schleim sorgt in der finalen Austreibungsphase für ein schnelleres Herausgleiten des Babys.
  • Verdauungsprobleme:
    Viele Frauen leiden in ihrer Schwangerschaft unter Verdauungsproblemen. Da Leinsamen ein natürliches Mittel ist, welches verdauungsfördernd wirkt, können diese hierbei Abhilfe schaffen.
  •  Anregung der Gebärmutter:
    Die gequollenen Leinsamen üben einen Druck auf die Darmwand aus und es führt dazu, dass die Gebärmutter eine beständige Massage bekommt, welche das Eintreten der Geburt begünstigen kann.
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Das sagt Arabella Mba Mombe:

Mein Fazit

Da die Wirkung von Leinsamen in der Schwangerschaft noch nicht wirklich erforscht worden ist, ist es schwierig zu sagen, was richtig oder falsch ist. Da es erwiesen worden ist, dass Leinsamen dazu führen können die Geburt schneller einzuleiten, sollte man in der Frühschwangerschaft vorsichtshalber darauf verzichten. Frauen, die in der Schwangerschaft unter Verdauungsproblemen leiden, sollten dies mit ihrem Frauenarzt besprechen, um sich über natürliche Mittel zu informieren, die weder der Mutter noch dem ungeborenen Kind schaden.

Bildquelle: Getty Images/ mescioglu

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