Hebammen-Tipps für die Babyzeit

Wer eine liebevolle und erfahrene Hebamme mit Sinn fürs Praktische an seiner Seite hat, wird es bestätigen: Hebammentipps sind durch nichts zu ersetzen! Alle Fragen, die Babyeltern in den ersten Wochen haben, sind bei ihr bestens aufgehoben. Wir finden: Gute Tipps müssen weitergegeben werden - deshalb hier die zehn besten Tipps für die Babyzeit.


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10 Tipps von der Hebamme, die Babyeltern helfen


1. Zu viel Liebe: Gibt es nicht!
Neu-Mamas sorgen sich, dass sie ihr Baby zu sehr verwöhnen, wenn sie es beim ersten Schreien hochnehmen, wenn sie sofort stillen, sobald es Hunger hat und wenn sie es im Familienbett schlafen lassen. Aber: Ihr Baby braucht Sie, Ihre Nähe und Liebe. Und zwar immer und sofort. Wenn Ihr Baby weint, zeigt es Ihnen damit: „Mama, ich brauch dich jetzt!“ Verlassen Sie sich also auf Ihren natürlichen Instinkt – Sie können Ihr Baby in den ersten Wochen und Monaten nicht verwöhnen. Die Zeit des Erziehens beginnt erst nach der Babyzeit!

Experten-Tipps von der Hebamme helfen durch die Babyzeit


© iStock
2. Bitte einen Gang zurückschalten!
Die ersten Wochen mit Baby werden liebevoll auch „Babyflitterwochen“ genannt. Lernen Sie sich kennen, beschnuppern Sie sich – und gewöhnen Sie sich langsam an das neue Leben als Mama. Sie müssen niemandem beweisen, dass Sie auch mit Baby eine blitzeblanke Wohnung haben, dass jeden Tag aufwändig gekocht wird und Sie alle Freundinnen sofort zurückrufen. Genießen Sie das Babyglück – so klein, hilflos und bedürftig ist Ihr Kind nur einmal in seinem Leben: Jetzt!

3. Muttermilch: Hilft bei allem und gegen alles
Muttermilch ist ein wahres Wundermittel! Sie enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe und ist die beste Universalmedizin für Babys. Und: Sie ist immer und überall verfügbar. Hier die wichtigsten Anwendungsgebiete:
➤ Verstopfte Nase: Mit einer Pipette ein paar Tropfen Muttermilch in die Nase träufeln.
➤ Wunder Po: Nach dem Säubern die Haut am Po vorsichtig mit Muttermilch betupfen.
➤ Trockene Haut: Muttermilch ins Badewasser geben.

4. Lassen Sie Ihr Baby nackt strampeln!
Tun Sie Ihrem Baby einen Gefallen: Lassen Sie es beim Wickeln ein paar Minuten mit nacktem Po strampeln! Babys lieben die ungewohnte Freiheit. Zudem kann die zarte Haut so in aller Ruhe trocknen, Ihr Kind ist so perfekt vor wunder Haut am Popo geschützt. Im Zimmer sollte es aber gemütlich warm sein. Hilfreich: Ein Heizstrahler über dem Wickeltisch.

5. Massage bei Blähungen
In den ersten Wochen leiden viele Babys unter Blähungen. Grund ist schlicht und einfach die Tatsache, dass der Darm seine Zeit braucht, bis er arbeitet wie er soll. Wärme und Ruhe helfen. Hilfreich ist auch ein Bauchwickel mit Fenchel-Kümmel-Öl. Dazu einfach ein Taschentuch in dem Öl tränken und auf den Bauch des Babys legen. Darüber kommt ein feuchter, warmer (nicht heißer!) Waschlappen und darüber eine trockene Mullbinde. Wenn das Baby warm eingepackt ist, kann der Bauchwickel ruhig über Nacht dran bleiben.

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6. Warmes Wasser statt Feuchttüchern
Auch wenn Feuchttücher aus dem Drogeriemarkt praktisch sind: Sie enthalten allermeist jede Menge Chemie, die nicht alle Babys vertragen. Um Babys Po zu säubern, reichen ein Baumwollwaschlappen und warmes Wasser. Wenn Sie möchten, können Sie auch Kosmetiktücher mit ein paar Tropfen Öl (Mandel- oder Distelöl) beträufeln – so haben Sie ruckzuck selbstgemachte, hautfreundliche Feuchttücher.

7. Osteopathie-Besuch
Eine ungünstige Lage in Mamas Bauch, Druck auf das kleine Köpfchen bei der Geburt oder ein langer Geburtsvorgang können zu Fehlstellungen und Blockaden führen. Und Auslöser dafür sein, dass Babys schlecht schlafen, viel weinen oder unter Koliken weinen. Auf Babys spezialisierte Osteopathen können die Fehlstellungen schnell erkennen – und ganz sanft beheben. In Australien und den USA ist dieser „Check“ beim Osteopathen schon gang und gäbe. Überlegen Sie sich, ob Sie Ihrem Kind nicht auch einen Termin bei einem ganzheitlichen Osteopathen gönnen möchten. Die Kosten werden allermeist nicht von der Krankenkasse übernommen.

8. Keine Panik bei Neugeborenen-Gelbsucht
Jedes zweite Baby bekommt in den ersten Lebenstagen eine leicht gelbliche Hautfärbung. Keine Panik! Hier handelt es sich um die völlig normale und harmlose Neugeborenengelbsucht. Gehen Sie mit Ihrem Baby viel spazieren und platzieren Sie das Babybettchen am Fenster. Sonnenlicht sorgt dafür, dass der gelbe Blutfarbstoff Bilirubin abgebaut wird.

9. Babykurse sind keine Pflichttermine
Neu-Mamas neigen dazu, sich den Terminkalender mit Babyschwimmen, Babymassage, Pekip etc. zu füllen. Das dürfen Sie gerne machen, wenn Sie das Gefühl haben, das Haus regelmäßig verlassen zu müssen – zumal bei dieser Art von Kursen teilweise nette Kontakte entstehen. Aber Sie sollten wissen: Ihr Baby braucht keinen einzigen dieser Babykurse und Termine. Es wird sich auch so zu einem sozialen, intelligenten und glücklichen Mensch entwickeln.

10. Rituale, Rituale, Rituale
Babys haben kein Zeitgefühl - Rituale geben ihnen deshalb Struktur im Alltag und das Gefühl von Sicherheit. Rituale müssen dabei keineswegs lang und kompliziert sein. Wenn Sie aber darauf achten, dass alltägliche Abläufe immer gleich sind, wird sich Ihr Baby schnell darauf einstellen und ruhiger werden.

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Welches war der beste Tipp, den Ihre Hebamme Ihnen gegeben hat? Mailen Sie uns – wir freuen uns auf weitere Tipps!

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