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Wie entsteht Angst? Kindgerecht erklärt.

Wie entsteht Angst? Kindgerecht erklärt.

Kinderfragen

Du bist bestimmt schon mal zusammengezuckt, weil du ein lautes Geräusch gehört hast. Für einen kurzen Moment hattest du Angst und das ist ganz normal. Aber wie entsteht Angst?

Für die Kleinen: Wie entsteht Angst?

Angst ist ein Gefühl. Wir haben das zum Beispiel dann, wenn wir nicht genau wissen, was gerade um uns herum passiert. Deshalb erschrecken wir, wenn wir ein lautes Geräusch hören, auf das wir nicht vorbereitet sind. Kinder und auch Erwachsene haben deshalb zum Beispiel oft Angst vor Gewittern, bei denen es donnert und der Regen heftig gegen die Fenster trommelt. Das Gefühl ist ganz natürlich und kann auch etwas Gutes sein. Denn Angst kann zum Beispiel auch dafür sorgen, dass wir viel schneller rennen können, als normalerweise. Menschen haben also Angst, um sich zu schützen und auf Gefahren reagieren zu können. So gibt es Ängste, die haben wir Menschen von Geburt an. Andere Ängste lernen wir erst, zum Beispiel die Angst vor Bienen und Wespen, weil du vielleicht schon mal gestochen wurdest.

Wissen für die Größeren: Warum haben wir Angst?

Menschen haben Angst, wenn sie eine mögliche Gefahr erkennen oder denken, dass etwas Schlimmes passieren könnte. Das macht das Gehirn ganz automatisch, ohne das wir das bewusst beeinflussen können. Plötzlich haben wir starkes Herzklopfen und wir atmen schneller. Und das ist auch gut so: Wer Angst hat, ist viel aufmerksamer und konzentrierter. Das ist so von Natur aus eingerichtet, damit Menschen (und übrigens auch Tiere) bei Gefahr ganz schnell die Flucht ergreifen können oder sich eben erst gar nicht in eine gefährliche Situation begeben. Je älter wir werden, umso besser können wir mit Angst umgehen. Wir lernen, auch unbekannte Situationen zu meistern und verstehen vieles besser.

Angst kann aber auch dann entstehen, wenn wir negative Erfahrungen gemacht haben. Wenn ein großer Hund dich anknurrt, nach dir schnappt und dich vielleicht sogar beißt, dann wirst du in Zukunft Angst haben, wenn du einen Hund siehst. Dein Gehirn hat Hunde als gefährlich abgespeichert und versucht, dich vor einer weiteren unschönen Begegnung zu schützen. Genauso kannst du zum Beispiel auch Angst vor der Schule haben. Wenn du dort viele schlechte Erfahrungen machst, weil du zum Beispiel Probleme mit Mitschülern und Mitschülerinnen hast, dann möchtest du diesen Ort lieber meiden. Doch gegen Angst kann man viel machen und du musst damit nicht allein sein.

Wie können wir mit Angst umgehen?

Wichtig ist, dass du deine Gefühle nicht unterdrückst. Sie sind ganz natürlich und du empfindest sie aus bestimmten Gründen. Wenn du Angst hast, hilft es, wenn du ganz genau weißt, warum das so ist. Wenn es zum Beispiel heftig blitzt und donnert, dann hast du vielleicht keine Angst mehr, wenn du weißt, wie ein Gewitter entsteht. Für den Moment kann es außerdem helfen, wenn du dich und deinen Körper beruhigst und ablenkst, zum Beispiel mit Bewegung oder verschiedenen Atemübungen. So kannst du auch Stress reduzieren, der manchmal Angst auslöst, zum Beispiel wenn die nächste Klassenarbeit ansteht und du dir Gedanken über die Note machst.

Am besten ist es immer, wenn du mit jemanden über deine Ängste sprichst und versuchst, deine Gefühle in Worte zu fassen. Das solltest du vor allem machen, wenn du dich deiner Angst stellen möchtest. Denn dabei ist es ganz wichtig, dass du das nur machst, wenn du dich sicher und wirklich dazu bereit fühlst – und nicht allein bist. Wende dich mit deinen Ängsten also am besten an deine Eltern oder andere Erwachsene, denen du vertraust. Sonst kann dir auch die „Nummer gegen Kummer“ (ein Kinder- und Jugendtelefon) weiterhelfen, wo dir bei allen Problemen zugehört wird.

Fazit

Angst ist ein ganz normales Gefühl. Warum wir so fühlen, kann unterschiedliche Gründe haben. Angst haben wir zum Beispiel in unbekannten Situationen oder wenn wir ahnen, dass etwas Schlimmes passieren kann. Oft sind Ängste aber auch mit negativen Erfahrungen verbunden. Wir können aber lernen, mit diesem Gefühl umzugehen. Am besten ist es immer, mit vertrauten Menschen, zum Beispiel deinen Eltern, über deine Ängste zu sprechen.

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Bildquelle: Getty Images/YakobchukOlena

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