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Soja in der Schwangerschaft: Was man beachten sollte

Soja in der Schwangerschaft: Was man beachten sollte

Vorsicht!

Viele Supermärkte bieten mittlerweile eine große Auswahl an Sojaprodukten an. Vor allem unter den Vegetarier*innen und den Veganer*innen ist es eine Alternative zum Fleisch. Allerdings sollte man bei dem Thema „Soja und Schwangerschaft“ vorsichtig sein.

Ist Soja wirklich so gesund?

Wie die meisten von euch sicherlich wissen, gilt Soja als sehr gesund. Es ist eiweißreich, enthält unter anderem viele B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie beispielsweise Magnesium, ungesättigte Fettsäuren, Folsäure, die insbesondere für Schwangere wichtig ist und Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Alles in allem also ein echt tolles Nahrungsmittel. Aber zählen die Hülsenfrüchte auch zum Superfood für Schwangere? Zumindest ist der Konsum nicht ganz unumstritten.

Übrigens zählt neben einer gesunden Ernährung natürlich auch Sport zu den Dingen, auf die in der Schwangerschaft nicht verzichtet werden sollte:

Ist Soja in der Schwangerschaft erlaubt? Tierversuch lässt Schlimmes ahnen.

Vor allem für Vegetarierinnen und Veganerinnen stellen Sojaprodukte eine super Alternative zum Fleisch dar. Allerdings sollten Schwangere eher vorsichtig sein. Bisher kann man nicht eindeutig sagen, ob die Hülsenfrüchte dem ungeborenen Baby schaden können oder nicht. Ein durchgeführter Tierversuch stellt jedoch die Vermutung in den Raum, dass es bei zu hohen Dosen zu Fehlbildungen beim männlichen Nachwuchs kommen könnte. Das hängt mit dem in Soja enthaltenen  Phytoöstrogenen (pflanzliches Östrogen) zusammen. Allerdings gibt es hierfür keine sicheren wissenschaftlichen Belege. Man geht jedoch davon aus, dass – wenn überhaupt ein Risiko bestehen sollte – sehr hohe Mengen konsumiert werden müssten, um dem Ungeborenen tatsächlich zu schaden. Außerdem enthalten Hülsenfrüchte Phytinsäure, die dafür bekannt ist, dass sie die in Pflanzen enthaltenen Mineralien wie beispielsweise Kalzium, Magnesium, Zink und Eisen bindet. Das führt dazu, dass diese nicht mehr von unserem Körper aufgenommen werden können.

Soja in der Schwangerschaft: Wie viel ist erlaubt?

Wenn du in der Schwangerschaft nicht auf Sojaprodukte verzichten möchtest, dann ist es ratsam, vorher mit deiner Frauenärztin beziehungsweise deinem Frauenarzt zu sprechen. Eine verbindlich festgelegte Mengenangabe zum Konsum von Soja in der Schwangerschaft gibt es jedoch nicht. Sollte dir der Verzehr nicht so wichtig sein, dann ist es sicherlich besser, sicherheitshalber auf die Hülsenfrüchte zu verzichten. 

Wie sieht es mit Sojaöl in der Schwangerschaft aus?

Generell gilt, dass du in der Schwangerschaft darauf achten solltest, nicht zu viele Fette zu essen. Ein Esslöffel Rapsöl deckt beispielsweise schon den Tagesbedarf einer Schwangeren an Omega-3-Fettsäuren. Zu beachten sind dabei auch „versteckte“ Fette. Sojaöl wird oft in Fertigprodukten und auch in Margarinen verwendet. An sich wird es aber als unbedenklich eingestuft. Außerdem ist Sojaöl aufgrund seines hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren gesund und macht sich dank seines hohen Rauchpunktes vor allem zum Braten und Frittieren gut.

Fazit

Soja ist zwar gesund und eine tolle Alternative für viele Vegetarierinnen und Veganerinnen, allerdings empfehlen wir, in der Schwangerschaft sicherheitshalber auf die Hülsenfrüchte zu verzichten. Das hängt mit den Phytoöstrogenen und der Phytinsäure zusammen, die in der Pflanze enthalten sind.

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Bildquelle: Getty Images/ Diane Labombarbe

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