Zero Waste: 19 Tipps, wie ihr im Alltag Müll vermeiden könnt

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Zero Waste: 19 Tipps, wie ihr im Alltag Müll vermeiden könnt

Mit Stoffwindeln, wiederverwendbaren Quetschie-Beuteln, festem Shampoo & Co. könnt ihr im Familienalltag eine ganze Menge Abfall sparen. Wir zeigen euch die besten Tipps.

Selbstgemachte Kekse, Stoffwindeln und Edelstahlstrohhalme: Zero Waste lässt sich ganz einfach nach und nach in euren Alltag integrieren.

Die Zero-Waste-Bewegung ist in aller Munde. Auf Blogs, bei Instagram und YouTube aber auch im Fernsehen und Radio finden sich Berichte von und über Menschen, die Müll komplett oder in Teilen aus ihrem Alltag verbannt haben. Es ist eine Art Lifestyle geworden, ein Lebensgefühl. Doch Zero Waste ist weit mehr als ein Trend: Wer versucht, Müllvermeidung in seinen Alltag zu integrieren, leistet einen großen Beitrag für den Umweltschutz. Schließlich landet ein großer Teil unserer Plastikabfälle im Meer und ist für die Natur nicht abbaubar, nur ein geringer Anteil kann recycelt werden und das nur unter hohem Energieaufwand.

Die beste Alternative: erst gar keinen Müll entstehen lassen. Damit können wir Ressourcen sparen und außerdem unsere Gesundheit schützen, da viele Verpackungen schadstoffbelastet sind. Übrigens: In Deutschland wirft jeder Mensch pro Jahr im Schnitt 450 kg Müll weg, das ist mehr als ein Kilo am Tag. Niemand muss von heute auf morgen den Zero-Waste-Lifestyle leben, aber ein paar Kilo Müll weniger im Jahr wären doch ein tolles Ziel. Wir haben 19 Tipps für die ganze Familie zusammengestellt.

Tipp 1 Tschüss Plastiktüte, hallo Gemüsebeutel: Wenn ihr im Supermarkt Gemüse oder Obst kauft, könnt ihr auf Mehrfachverpackungen verzichten, die manchmal doppelt und dreifach in Plastik gehüllt sind. Damit ihr lose Äpfel oder Zwiebeln nicht in die feinen Plastiktütchen packen müsst, könnt ihr stattdessen Beutel nutzen, die ihr wiederverwenden könnt, z. B. die recyclebaren Gemüsebeutel von Stanbow über Amazon für ca. 11 €*.

Tipp 2 Das Mindesthaltbarkeitsdatum hinterfragen: Etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werfen wir Deutschen pro Jahr weg. Laut Deutscher Umwelthilfe sind das 571 Kilogramm Nahrung, die pro Sekunde an die Tonne verschenkt werden. Um das zu vermeiden, solltet ihr unbedingt das Mindesthaltbarkeitsdatum hinterfragen. Lebensmittel sind fast immer noch deutlich länger haltbar, schließlich heißt es ja auch “mindestens haltbar bis” und nicht “abgelaufen am”. Wir sagen: Testen statt blind wegwerfen. Eure Sinne (riechen, sehen, schmecken) helfen euch dabei herauszufinden, ob der Joghurt, der seit 3 Tagen über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt, noch gut ist.

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Tipp 3 – Alternativen zum Strohhalm: Wenn ihr im Restaurant oder Café seid, könnt ihr zu eurer Bestellung einfach sagen, dass ihr keinen Strohhalm in eurem Getränk haben möchtet. Kinder lieben allerdings Strohhalme, deshalb könnt ihr euch für zuhause wiederverwendbare Alternativen aus Edelstahl oder Bambus kaufen, z. B. die z. B. Edelstahl-Trinkhalme von TOOGOO über Amazon für ca. 3,50 €*.

Tipp 4 – Selber machen statt kaufen: Selbermachen spart eine ganze Menge Müll! Egal ob es um Knabberkram, Kosmetik oder Spielzeug geht. Das Internet ist voll von DIY-Anleitungen. Meist könnt ihr durchs Selbermachen sogar Geld sparen und das Basteln, Tüfteln und Kochen bringt meistens Spaß für die ganze Familie mit sich!

Tipp 5 – Isolierbecher statt Pappbecher: Gewöhnt euch an, einen Isolierbecher dabeizuhaben, z. B. den Bohoria Premium-Edelstahl-Becher von Amazon für ca. 16 €*. Der spontane Kaffeedurst unterwegs kann dann ganz müllfrei gestillt werden. Außerdem bleibt der Kaffee so länger warm und oft könnt ihr sogar Geld sparen, da viele Cafés Rabatte anbieten, wenn Kunden ihren eigenen Becher mitbringen.

Tipp 6 – Stoff- statt Wegwerfwindeln: Testet Stoffwindeln als Alternative zu Wegwerfwindeln. Damit seid ihr Zero Waste nicht nur ein ganzes Stück näher, ihr könnt auch eine Menge Geld sparen. Ein Set aus sechs 100 % ökologischen wiederverwendbaren Windeln, sechs Windeleinlagen aus Bambus, einer Rolle mit 100 abwaschbaren Windeltüchern und einer Tasche bekommt ihr bei Amazon für ca. 58 €.

Tipp 7 – Bücherei besuchen: Leiht euch Bücher und DVDs in der Stadtbücherei aus, statt immer wieder Bücher zu kaufen.

Tipp 8 – Quetschies selber machen: Kinder lieben Quetschies! Leider erzeugen sie eine Menge Verpackungsmüll. Mit der Infantino Squeeze Station von Amazon für ca. 25 €* könnt ihr euch eure Quetschies ganz einfach selber machen. Im Paket enthalten sind auch 10 wiederverwendbare Quetschie-Beutel. So spart ihr viel Abfall und die Quetschies sind dank frischem Obst gleich viel gesünder.

Tipp 9 – Zeitungen als Geschenkpapier benutzen: Klar sieht buntes, glänzendes Geschenkpapier mit Blumen und Mustern schön aus, allerdings wandert es nach dem Auspacken direkt in die Mülltonne. Um einen Schritt weiter Richtung Zero Waste zu gehen, könnt ihr auch einfach alte Zeitungen zum Verpacken nutzen. Schließlich kommt es doch eh auf den Inhalt an.

Tpp 10 – Seife statt Duschgel und Shampoo: Shampoo, Spülung, Duschgel, Seife - da kann im Monat einiges an Müll anfallen. Nicht jedoch, wenn ihr Seifenstücke verwendet. Die gibt es mittlerweile sogar speziell als Shampoo oder Haarkur, z. B. das feste Shampoo für trockene Haare bei Amazon für ca. 8 €*.

Tipp 11 – Kugelschreiberminen wechseln: Kugelschreiber wandern sobald sie leer sind meist in den Mülleimer. Dabei können die Minen meist einfach ausgetauscht werden. Ersatzminen bekommt ihr im Schreibwarenladen.

Tipp 12 – Menstruationscups statt Tampons und Binden: Auch die Regelblutung erzeugt durch Tampons und Binden ganz schön viel Abfall. Wenn ihr mögt, probiert eine Menstruationstasse aus, z. B. von AvaLoona bei Amazon für ca. 10 €. Menstruationscups gibt es in verschiedenen Größen und gelten als absolut auslaufsicher. Außerdem könnt ihr sie immer wieder verwenden, so spart ihr eine Menge Geld.

Tipp 13 – Frisch kochen statt Fertigprodukt: Tiefkühlpizzen oder Doseneintöpfe erzeugen viel Müll und sind meistens auch nicht gerade gesund. Frisch und gesund selber kochen tut nicht nur euch gut, ihr seid eurem Zero Waste Ziel auch schon deutlich näher. Außerdem schmeckt es doch viel besser, wenn ihr selbst aussucht, was auf eurer Pizza liegt!

Tipp 14 – Leitungswasser oder Sodastreamer: Plastikflaschen lassen sich ganz leicht vermeiden, indem ihr euer eigenes Leitungswasser trinkt. Das Wasser aus dem Hahn hat in Deutschland eine super Qualität, sodass ihr es meist ganz bedenkenlos trinken könnt. Manche Häuser haben allerdings noch alte Bleirohre, was für die Wasserqualität sehr schlecht ist. Das könnt ihr aber vom örtlichen Wasserbetrieb testen lassen. Für Haushalte in denen Schwangere oder Babys bis 12 Monaten leben, ist die Bleianalyse sogar kostenlos. Sprudel muss sein? Dann legt euch einen Sodastreamer mit Glasflaschen zu, z. B. von Amazon für ca. 120 €*.

Tipp 15 – Keine Werbung Aufkleber: Woche für Woche landet ein großer Berg Papier- und Plastikmüll in unserem Briefkasten. Werbung, die extra noch in Folie eingeschweißt ist und Werbeheftchen könnt ihr ganz einfach loswerden, indem ihr an eurem Briefkasten einen Aufkleber befestigt, auf den ihr “Bitte keine Werbung und kostenlosen Zeitschriften” draufschreibt.

Tipp 16 – Bambus-Zahnbürste statt Plastikzahnbürste: Nutzt Zahnbürsten aus Holz oder Bambus, z. B. die von Nature Nerds über Amazon im 4-er Pack für ca. 12 €*.

Tipp 17 – Mikrofasertücher statt Einweglappen und -schwämme: Küchenschwämme und -tücher werden meist nach kurzer Zeit weggeworfen. Steigt beim Spülen auf Mikrofasertücher oder andere maschinenwaschbare Spültücher um.

Tipp 18 – Klopapierverpackungen als Abfalltüten verwenden: Verpackungen von Klopapierrollen oder andere Kunststofftüten sind so groß, dass ihr sie hervorragend als Müllbeutel verwenden könnt.

Tipp 19 – Kreativ werden – basteln mit Müll: Natürlich werdet ihr nicht von heute auf morgen zu Zero-Waste-Meistern, es wird weiterhin Müll entstehen. Den könnt ihr aber kreativ weiterverwenden, anstatt ihn einfach wegzuschmeißen. Aus alten Tetrapacks lassen sich z. B. Geldbörsen basteln.

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Bildquelle:

Getty Images

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