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Steuererklärung abgeben: 8 praktische Last-Minute-Tricks

Wir hoffen, dass ihr nicht zu jenen gehört, die erst jetzt mitkriegen, dass die Frist für die Steuererklärung 2020 an diesem Sonntag endet. Vor allem wenn ihr 2020 in Elternzeit, arbeitslos oder in Kurzarbeit wahrt, müsst ihr diese jetzt bis Ende Oktober abgeben. Aber keine Panik, hier kommen einige Tipps, wie ihr das auch in wenigen Stunden schaffen könnt.

#1 Alle, die 2020 in Kurzarbeit waren, müssen ihre Steuererklärung abgeben

Die Coronapandemie hat im letzten Jahr einiges für Arbeitnehmer verändert. Viele waren gezwungen in Kurzarbeit zu gehen. Wenn ihr auch in Kurzarbeit wart, dann habt ihr Kurzarbeitergeld erhalten, wovon einen Teil der Staat gezahlt hat. Dieses Geld muss noch steuerlich verrechnet werden und daher müsst ihr eine Steuererklärung abgeben. Für euch gilt daher auch die Frist 31. Oktober 2021. Wer die Steuererklärung abgeben muss und die Frist versäumt, muss Mahngebühren zahlen.

Weitere Tipps, was ihr in Sachen Kurzarbeit und Steuerklärung wissen müsst, haben wir hier:

#2 Steuererklärung mit Online-Hilfe einfach und schneller erstellen

Egal ob ihr verpflichtet seid, eine Steuererklärung abzugeben oder nicht. Es kann sich immer lohnen einmal zu prüfen, ob man Kosten steuerlich gelten machen kann. Das geht besonders einfach und schnell mit Online-Steuersoftware oder einer App wie Taxfix. Für den Service zahlt ihr nur bei Abgabe der Erklärung und erwarteter Steuerrückerstattung in bestimmter Höhe. Außerdem prüfen Steuerexperten eure eingegebenen Daten nochmal und haben Tipps für euch.

Katja Nauck

Spartipp

Mit dem Code "KURZARBEIT" können alle, die in Kurzarbeit waren richtig sparen: Ihr zahlt für die Taxfix-Service-Gebühr 50 % weniger, also nur 19,99 €. Mehr Infos gibt es bei Taxfix.

#3 Homeoffice-Pauschale statt Pendlerpauschale nutzen

Eine Neuerung kam im letzten Pandemie-Jahr noch bezüglich des Arbeitsweges hinzu: In vielen Berufen wurde Homeoffice eingeführt bzw. haben mehr Arbeitnehmer von zu Hause gearbeitet. Wer bisher von der Pendlerpauschale profitiert hat, aber letztes Jahr keinen Arbeitsweg mehr hatte, kann die Homeoffice-Pauschale nutzen oder das Arbeitszimmer steuerlich absetzen.

#4 Kosten für Medikamente steuerlich absetzen

Nicht alle Krankheitskosten werden von der Krankenkasse finanziert. Ihr könnt die Kosten für Medikamente, Behandlungen und Gesundheitskurse bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen angeben. Dies gilt jedoch nur für Medikamente, für die ihr ein Rezept bekommen habt bzw. Heilbehandlungen und Kurse, die euch ärztlich verordnet worden sind. Eine allgemeine Diät oder Massagen, die vorbeugend wirken, zählen nicht dazu.

Damit diese Kosten steuerlich geltend gemacht werden können, müssen sie allerdings eine bestimmte Höhe überschreiten, die vom gesamten Haushaltseinkommen abhängt. Die Taxfix-App ermittelt für euch automatisch, ob ihr ihr über den zumutbaren Betrag hinausgeht und ob eure Kosten dementsprechend berücksichtigt werden.

#5 Kosten für Tiersitter oder Reinigungskosten für Berufskleidung absetzen

Es gibt noch zwei Kostenarten, von denen viele gar nicht wissen, dass sie steuerlich absetzbar sind: Wenn ihr ein Haustier habt, dass während eures Urlaubs von einem Tiersitter betreut wurde, könnt ihr dies angeben. Aber nur wenn das Tier dabei in eurer Wohnung blieb, dann könnt ihr die Fahrt- und Arbeitskosten des Tiersitters absetzen.

Gleiches gilt für Berufskleidung, die gereinigt werden muss: Polizist*innen, Pfleger*innen sowie Ärzte und Ärztinnen können die Kosten für die Reinigung steuerlich angeben. Gebt dafür am besten den Beleg der Reinigung an. Man muss diese zwar nicht mehr pauschal mitliefern, aber sollte ihn bei Nachfragen des Finanzamtes vorlegen können.

#6 Den Kinderbonus richtig in der Steuererklärung angeben

Der Corona-Kinderbonus wurde im letzten und diesem Jahr von der Regierung eingeführt, um alle Familien in der Pandemie zu unterstützen. 2020 erhielten alle kindergeldberechtigten Eltern daher zweimal 150 € pro Kind. Dieses Jahr gab es im Mai nochmal 150 € für alle kindergeldberechtigten Eltern. Damit das Geld auch wirklich bei den Familien landet, gilt es nicht als steuerpflichtiges Einkommen. Als solches muss es also nicht versteuert werden. Geringverdienende Familien erhielten im August 2021 außerdem einen Kinderfreizeitbonus von zusätzlichen 100 € pro Kind zur freien Verfügung.

Dennoch muss der Kinderbonus in der Steuererklärung für 2020 und 2021 auftauchen. So wie euer Kindergeld, muss der Corona-Bonus in der Erklärung eingetragen werden: Er wird zum gesamten Kindergeld des Jahres hinzugerechnet und ihr tragt den Gesamtbetrag in der Anlage Kind bei "Angaben zum Kind" ein. Denn er wird im Rahmen der Günstigerprüfung (Vergleich zwischen Kindergeld und Kinderfreibetrag) wie Kindergeld behandelt und berücksichtigt.

Bis zu welchem Betrag Familien tatsächlich was vom Kinderbonus haben, kann aber nicht pauschal beantwortet werden. Am Ende zeigt nur die Günstigerprüfung, ob sich der Kinderbonus lohnt.

Taxfix

#7 Kinderbonus oder Kinderfreibetrag?

Laut Bundesfinanzministerium profitiert ein Ehepaar mit drei Kindern, das sein Einkommen steuerlich zusammen veranlagt, bis zu 67.816 € Jahreseinkommen in voller Höhe vom Corona-Kinderbonus.

Ein Rechenbeispiel von Taxfix:

"Die Eheleute Müller hatten im Jahr 2020 ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 67.816 €. Ohne Kinder müssten sie Einkommensteuer (ohne Solidaritätszuschlag) in Höhe von 12.826 € zahlen.

Familie Müller hat 3 Kinder. Von dem oben genannten Einkommen wird also noch der Kinderfreibetrag abgezogen. Das sind 23.436 €, also 7.812 € mal 3. Danach ergibt sich ein Einkommen von 44.380 € (67.816 € minus 23.436 €). Damit müsste die Familie nur noch 5.864 € an Steuern zahlen. Mit dem Kinderfreibetrag allein würden die Müllers also 6.962 € an Steuern sparen.

Nun muss dieser Betrag aber noch mit dem Kindergeld verglichen werden. In den letzten zwölf Monaten hat die Familie schließlich insgesamt auch 7.416 € Kindergeld für die 3 Kinder bekommen. Das ist mehr, als Sie durch den Kinderfreibetrag sparen. Das Kindergeld ist damit um 454 € günstiger. Deshalb berücksichtigt das Finanzamt für Familie Müller auch nicht den Kinderfreibetrag.

Mit dem Kinderbonus erhöht sich der Betrag sogar: Familie Müller hat neben den 7.416 € noch 900 € als Kinderbonus bekommen. Das macht in Summe EUR 8.316 €. Vergleicht man das nun mit den 6.962 €, die Familie Müller durch den Kinderfreibetrag sparen würde, sind Kindergeld und Kinderbonus um 1.354 € günstiger. Familie Müller profitiert also voll vom Kinderbonus."

#8 Vorteile für Alleinerziehende

Auch alleinerziehende Eltern profitierten vom Kinderbonus. Der Elternteil, der das Kindergeld erhielt, bekam auch den Bonus automatisch ausgezahlt. Für Alleinerziehende wurde außerdem der Entlastungsbetrag (spezieller Steuerfreibetrag) von 1.908 €auf 4.008 € angehoben. Damit sollten sie für den erhöhten Betreuungsaufwand daheim entschädigt werden.

Man braucht selbst keine komplizierte Berechnung erstellen, um sich zwischen dem Kindergeld und Kinderbonus oder dem Kinderfreibetrag zu entscheiden. Das Kindergeld und der Kinderbonus werden bei Anspruch auf Antrag immer ausgezahlt. Das Finanzamt prüft am Ende des Jahres automatisch, ob das Kindergeld und der Kinderbonus dem Existenzminimum des Kindes gerecht wurde oder ob der Kinderfreibetrag in Frage kommt.

Taxfix

Wer eine Steuererklärung macht, bekommt meist noch einiges an Geld zurück. Hier haben wir weitere Tipps für euch, wie außerdem sparen könnt:

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Quelle: Taxfix

Bildquelle: Getty Images/fizkes

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