Wieso ihr die Jahreszahl 2020 immer ausschreiben solltet

Betrugsfalle

Wieso ihr die Jahreszahl 2020 immer ausschreiben solltet

Das Jahr 2020 hat gerade erst angefangen, da entpuppt es sich schon als das Jahr des Betrugs – zumindest bringt es viel Potenzial dafür mit. Aber keine Sorge, mit unserem Tipp kannst du das ganz leicht umgehen.

Ihr wollt dieses Jahr euer kleines Auto gegen eine große Familienkutsche austauschen und nehmt dafür einen Kredit auf? Oder ihr baut ein Haus? Dann solltet ihr dieses Jahr bei euren Verträgen besonders sorgsam unterschreiben. Um ein bisschen Zeit zu sparen, kürzen die meisten Menschen die Jahreszahl beim Unterschreiben ab: 22.1.20. Das geht so leicht von der Hand. Im Jahr 2019 war das auch noch völlig unproblematisch. Aber in diesem Jahr solltet ihr dringend davon absehen – um euch vor Dokumentenfälschern zu schützen. Denn denen spielt das neue Jahr nämlich perfekt in die Hände. Hinter die 20 können sie einfach eine weitere Zahl eintragen und so den Eindruck erwecken, das Dokument sei bereits viel früher, also 2019, 2018, 2017 usw., unterschrieben worden.

Die Polizei Brandenburg warnt auf seinem Facebookkanal vor der fiesen Betrugsmasche:

Mietvertrag, Kredit & Co.: Hier solltet ihr besonders achtsam sein

Egal ob beim Autokauf, beim neuen Mietvertrag oder bei einem Kredit für andere große Anschaffungen: Besonders bei solch großen Verträgen solltet ihr darauf achten, 2020 immer auszuschreiben. Nehmt ihr die Abkürzung, könnte eure Ratenzahlung oder euer Mietvertrag auf 2018 zurückdatiert werden – und so gibt es plötzlich einen riesigen Batzen nicht eingegangener Zahlungen, die ihr dem Betrüger "schuldet". Aber auch eine Datierung in die Zukunft kann hier zum Verhängnis werden: Wird das Datum eines Mietvertrags von 2020 auf 2022 geändert, so ist er zu eurem geplanten Einzugsdatum noch nicht gültig. Ihr könnt so jeder Zeit wieder vor die Tür gesetzt werden.

Ärger vorbeugen, Datum ausschreiben

Bisher haben die deutschen Behörden keine Auffälligkeiten in diese Richtung wahrgenommen, das Risiko ist aber realistisch. Denn die Fälschungen sind kinderleicht auszuführen. Egal ob Quittungen, Schecks, Urkunden, Gutscheine, Kauf- und Mietverträge – hier gibt es kaum Grenzen. Plötzlich sind Gutscheine und Schecks wieder gültig und eine Urkunde aus dem Jahr 2004 plötzlich veraltet. Also: Wenn ihr euch gerade dran gewöhnt, dass nicht mehr 2019 ist, gewöhnt euch direkt an, 2020 auszuschreiben – zu eurem eigenen Schutz!
Bildquelle: Getty Images/Natee Meepian

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