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Zeit zu reden!

Entwicklungsgespräch in der Kita: Mögliche Fragen und wie ihr euch darauf vorbereiten könnt

Elterngespräch Kita Kindergarten

Jährlich steht ein Entwicklungsgespräch in der Kita an. Was ihr euch als Eltern darunter vorstellen könnt, wie ihr gut vorbereitet seid und was die Erzieher*innen von euch erwarten.

Wie oft sollte ein Entwicklungsgespräch oder Elterngespräch in der Kita stattfinden?

In der Regel wird von den Kitas einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch angeboten. Habt ihr als Eltern erweiterten Gesprächsbedarf, kann man natürlich auch außer der Reihe einen Termin vereinbaren.

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Wo findet das Entwicklungsgespräch statt?

Meistens findet das Entwicklungsgespräch in der Kita oder dem Kindergarten statt – in einem Büro oder irgendeinem anderen ruhigen Ort, wo sich Erzieher*in und Eltern ungestört austauschen können, ohne unterbrochen zu werden. Das Kind muss in dieser Zeit anderweitig betreut werden. Die meisten Eltern und auch die Erzieherinnen haben meist erst nach dem offiziellen Betreuungszeitraum Zeit dafür. Manchmal gibt es auch die Möglichkeit, dass Gespräch telefonisch zu führen oder per Videotelefonie oder Zoom.

Ist das Kind beim Entwicklungsgespräch in der Kita dabei?

Nein. Zum einen soll das Entwicklungsgespräch in der Kita ein offener und ehrlicher Austausch zwischen den Betreuenden und Mutter und/oder Vater des Kindes sein. Vielleicht kommen dabei Dinge zur Sprache, die das Kita-Kind verletzen könnten oder die es schlichtweg noch gar nicht verstehen kann.

Außerdem ist das Entwicklungsgespräch oft das einzige Mal im Jahr, wo sich Eltern und Erzieher wirklich in Ruhe und mit viel Zeit austauschen können. Zwischen Tür und Angel beim Bringen oder Abholen wird zwar auch kurz geredet. Oft "quatscht" da aber mindestens ein ungeduldiges Kind dazwischen. Das will man dann vermeiden. Im Elterngespräch könnt ihr auch alle Fragen stellen, die euch auf dem Herzen liegen.

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Wie lange dauert das Entwicklungsgespräch in der Kita?

Es wird genug Zeit sein, ausführlich über das Kind zu reden – auf beiden Seiten: Auch ihr als Eltern sollt genug Raum haben, eure Anregungen, Beobachtungen, Sorgen und Wünsche anbringen zu können. In der Regel wird für das Entwicklungsgespräch deshalb mindestens eine halbe Stunde angesetzt. Länger als eine Stunde geht so ein Gespräch aber eher selten.

Worüber wird beim Entwicklungsgespräch in der Kita geredet?

Die Erzieher*innen werden eine ganze Reihe von Themen mit euch als Eltern besprechen. Wichtig zu wissen: Ein Entwicklungsgespräch ist nicht in erster Linie ein Problemgespräch. Natürlich werden auch mögliche Schwierigkeiten angesprochen – aber bei Weitem nicht nur.

Mögliche Themen und Fragen im Elterngespräch:

  • Wie ist der Tag des Kindes in der Kita aufgebaut?
  • Was hat sich seit dem letzten Entwicklungsgespräch für Pädagogen und Eltern geändert?
  • Wie ist der Entwicklungsstand des Kindes im Moment?
  • Welches Sozialverhalten legt das Kind gegenüber anderen an den Tag? Wie ist das Spielverhalten?
  • Hat sich das Kind seit dem letzten Gespräch weiterentwickelt? Gibt es in bestimmten Bereichen Rückschritte oder neue Probleme?
  • Gibt es bestimmte Bereiche, in denen das Kind speziell gefördert werden sollte?
  • Was gibt es zur Sprachentwicklung zu sagen?
  • Hat das Kind Selbstvertrauen? Wie nimmt es sich selbst wahr? Wie ist es um die Emotionalität bestellt?
  • Wie entwickelt sich die Fein- und Grobmotorik?
  • Was sind spezielle Interessen und Talente des Kindes? Können sie in der Kita oder zu Hause gefördert werden?
  • Gibt es generelle Problemthemen bzw. Bereiche, die besonders gefördert werden sollten?
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Ihr könnt und sollt aber selber auch viele Fragen stellen. Nutzt die Möglichkeit, die ihr habt, um möglichst viel über den Kitaalltag eures Kindes herauszufinden. Sprecht auch über die emotionale Entwicklung eures Kindes, ist es vielleicht gerade in einer schwierigen Autonomiephase? Dann könnt ihr euch darüber austauschen und gemeinsam herausfinden, was das Kind jetzt braucht:

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Wie bereite ich mich als Elternteil auf ein Entwicklungsgespräch in der Kita vor?

Es haben sich ein paar Themen angesammelt, die euch auf den Nägeln brennen? Notiert euch im Vorfeld eure Fragen und alle Punkte, damit ihr im Eifer des Gefechts nicht vergesst, sie anzusprechen. Ansonsten bedarf es keiner großen Vorbereitung auf das Entwicklungsgespräch in der Kita. Die Erzieher*innen sind meist super vorbereitet und leiten anhand einer festen Struktur durch das Gespräch.

Sollten beide Elternteile zum Elterngespräch im Kindergarten kommen?

Ein Muss ist das nicht. Falls es sich Mama und Papa einrichten können und Interesse daran haben, können aber natürlich auch beide Elternteile am Entwicklungsgespräch teilnehmen. Kleiner Tipp: Nehmt ihr alleine den Termin wahr, schreibt euch ein paar Dinge auf, die euch wichtig erscheinen. So vergesst ihr später nicht, sie der/dem Partner*in zu erzählen.

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Was erwarten Erzieher*innen von den Eltern beim Entwicklungsgespräch?

Damit beide Seiten etwas von dem Entwicklungsgespräch haben, plädieren die Pädagog*innen für Offenheit und Ehrlichkeit auch seitens der Eltern. Nur so kann konstruktiv über Sorgen, Fragen und Wünsche gesprochen werden. Schließlich nehmen die Erzieher*innen einen großen, fast schon familienähnlichen Platz im Leben eurer Kinder ein. Entsprechend solltet ihr sie auch behandeln.

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