Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
Entwicklungsgespräch in der Kita: Das müssen Eltern zu Ablauf, Dauer und Vorbereitung wissen

Entwicklungsgespräch in der Kita: Das müssen Eltern zu Ablauf, Dauer und Vorbereitung wissen

Zeit zu reden!

Jährlich steht ein Entwicklungsgespräch in der Kita an. Was ihr als Eltern euch darunter vorstellen könnt, wie ihr gut vorbereitet seid und was die Erzieher*innen von euch erwarten.

Wie oft sollte ein Entwicklungsgespräch in der Kita stattfinden?

In der Regel wird von den Kitas einmal pro Jahr ein Entwicklungsgespräch angeboten. Habt ihr als Eltern erweiterten Gesprächsbedarf, kann man natürlich auch außer der Reihe einen Termin vereinbaren.

Wo findet das Entwicklungsgespräch statt?

Meistens findet das Entwicklungsgespräch in der Kita oder dem Kindergarten statt – in einem Büro oder irgendeinem anderen ruhigen Ort, wo sich Erzieher*in und Eltern ungestört austauschen können, ohne unterbrochen zu werden. Natürlich gibt es – gerade in Zeiten von Corona häufig – auch die Möglichkeit, dass Gespräch telefonisch zu führen. Oder per Videotelefonie oder Zoom.

Ist das Kind beim Entwicklungsgespräch dabei?

Nein. Zum einen soll das Entwicklungsgespräch in der Kita ein offener und ehrlicher Austausch zwischen den Betreuenden und Mutter und/oder Vater des Kindes sein. Vielleicht kommen dabei Dinge zur Sprache, die das Kita-Kind verletzen könnten oder die es schlichtweg noch gar nicht verstehen kann.

Außerdem ist das Entwicklungsgespräch oft das einzige Mal im Jahr, wo sich Eltern und Erzieher wirklich in Ruhe und mit viel Zeit austauschen können. Zwischen Tür und Angel beim Bringen oder Abholen wird zwar auch kurz geredet. Oft "quatscht" da aber mindestens ein ungeduldiges Kind dazwischen. Das will man beim Elterngespräch vermeiden.

Wie lange dauert das Entwicklungsgespräch in der Kita?

Es wird genug Zeit sein, ausführlich über das Kind zu reden – auf beiden Seiten: Auch ihr als Eltern sollt genug Raum haben, eure Anregungen, Beobachtungen, Sorgen und Wünsche anbringen zu können. In der Regel wird für das Entwicklungsgespräch deshalb mindestens eine halbe Stunde angesetzt. Länger als eine Stunde geht so ein Gespräch aber eher selten.

Über was wird beim Entwicklungsgespräch in der Kita geredet?

Die Erzieher*innen werden eine ganze Reihe von Themen mit euch als Eltern besprechen. Wichtig zu wissen: Ein Entwicklungsgespräch ist nicht in erster Linie ein Problemgespräch. Natürlich werden auch mögliche Schwierigkeiten angesprochen – aber bei Weitem nicht nur.

Topics können beispielsweise sein:

  • Wie ist der Tag des Kindes in der Kita aufgebaut?
  • Was hat sich seit dem letzten Entwicklungsgespräch für Pädagogen und Eltern geändert?
  • Wie ist der Entwicklungsstand des Kindes im Moment?
  • Welches Sozialverhalten legt das Kind gegenüber anderen an den Tag? Wie ist das Spielverhalten?
  • Hat sich das Kind seit dem letzten Gespräch weiterentwickelt? Gibt es in bestimmten Bereichen Rückschritte?
  • Gibt es bestimmte Bereiche, in denen das Kind speziell gefördert werden sollte?
  • Was gibt es zur Sprachentwicklung zu sagen?
  • Hat das Kind Selbstvertrauen? Wie nimmt es sich selbst wahr? Wie ist es um die Emotionalität bestellt?
  • Wie entwickelt sich die Fein- und Grobmotorik?
  • Was sind spezielle Interessen und Talente des Kindes? Können sie in der Kita oder zu Hause gefördert werden?

Wie bereite ich mich als Elternteil auf ein Entwicklungsgespräch in der Kita vor?

Es haben sich ein paar Themen angesammelt, die euch auf den Nägeln brennen? Macht euch im Vorfeld ein paar Notizen, damit ihr im Eifer des Gefechts nicht vergesst, sie anzusprechen. Ansonsten bedarf es keiner großen Vorbereitung auf das Entwicklungsgespräch in der Kita. Die Erzieher*innen sind meist super vorbereitet und leiten anhand einer festen Struktur durch das Gespräch.

Sollten beide Elternteile zum Entwicklungsgespräch in der Kita kommen?

Ein Muss ist das nicht. Falls es sich Mama und Papa einrichten können und Interesse daran haben, können aber natürlich auch beide Elternteile am Entwicklungsgespräch teilnehmen. Kleiner Tipp: Nehmt ihr alleine den Termin wahr, schreibt euch ein paar Dinge auf, die euch wichtig erscheinen. So vergesst ihr später nicht, sie der Partner*in zu erzählen.

Was erwarten Erzieher*innen von den Eltern beim Entwicklungsgespräch?

Damit beide Seiten etwas von dem Entwicklungsgespräch haben, plädieren die Pädagog*innen für Offenheit und Ehrlichkeit auch seitens der Eltern. Nur so kann konstruktiv über Sorgen, Fragen und Wünsche gesprochen werden. Schließlich nehmen die Erzieher*innen einen großen, fast schon familienähnlichen Platz im Leben eurer Kinder ein. Entsprechend solltet ihr sie auch behandeln.

Video: 10 Dinge, die alle Eltern kennen

Meine persönliche Erfahrung:

Mein großer Sohn geht seit September 2020 in den Kindergarten, wegen Corona konnte er aber bislang leider nur ein paar Wochen dort verbringen. Ich habe mir deswegen Gedanken: Ist er trotz dem Hin und Her dort angekommen? Und "kennen" die Erzieher*innen mein Kind trotz der Umstände auch wirklich? Nehmen sie ihn als Persönlichkeit wahr? Beim Entwicklungsgespräch, das ich per Zoom mit seiner Gruppenleiterin geführt habe, wurden alle meine Ängste zerstreut: Sie hatte in fast allen Bereichen die gleichen Beobachtungen wie ich gemacht. Super interessant, das von einer außenstehenden Person zu hören!

Bildquelle: SDI Productions / Getty Images

Na, hat dir "Entwicklungsgespräch in der Kita: Das müssen Eltern zu Ablauf, Dauer und Vorbereitung wissen" gefallen, weitergeholfen, dich zum Lachen oder Weinen gebracht? Dann hinterlasse uns doch ein Like oder teile den Artikel mit anderen netten Leuten. Wir freuen uns sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du uns auf Pinterest, Facebook, Instagram, Flipboard und Google News folgst.

Galerien
Lies auch
Teste dich