Sonnenschutz-ABC für Kinder

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Sonnenschutz-ABC für Kinder

Sommer, Sonne, Wärme! Nichts wie raus auf den Spielplatz oder ins Freibad. Aber Achtung: Kinderhaut ist sensibler als Erwachsenenhaut und braucht deshalb besonderen Sonnenschutz.

Sonnenschutz-ABC für Kinder: Woran sollten Eltern denken?

Unser Sonnenschutz-ABC für Kinder gibt Eltern Tipps, wie sie ihren Nachwuchs vor zu viel Sonne und vor gefährlichen Sonnenbränden schützen können. 

Alle lieben den Sommer – und vor allem bei den Kindern ist die Vorfreude groß: Was gibt es Schöneres, als die warme Sonne auf der Haut zu spüren, ausgelassen im kühlen Nass zu planschen und im Kindergarten oder am Strand endlich wieder draußen zu spielen?

Dr. Katja Warnke, Leiterin Produktentwicklung Nivea Sun, erinnert jedoch noch einmal an die nötigen Vorkehrungen, bevor der Nachwuchs in der Sonne spielen kann: "Da Kinderhaut um einiges sensibler ist als die Haut von Erwachsenen, darf jedoch gerade bei den Kleinen der richtige Sonnenschutz nicht fehlen."

Was nicht jeder weiß: Ein Sonnenbrand in der Kindheit kann noch Jahrzehnte später zu Hautkrebs führen. Im Kinder-Sonnenschutz-ABC gibt die Expertin Tipps für sorgenfreie Sonnenstunden – so kann die Draußensaison kommen!

Auf die Dosierung kommt es an

Die Experten von Nivea Sun haben eine einfache Faustformel entwickelt, um die Sonnenmilch richtig zu dosieren:

  • Bei Drei- bis Fünfjährigen ist das Maß jeweils ein Strich Sonnenmilch in der Länge von einem bis etwa eineinhalb Mittelfingern oder fünf bis sechs Sprühstöße Sonnenspray.

  • Bei Sechs- bis Zehnjährigen sollte ein Strich von eineinhalb bis etwa zwei Mittelfingern oder sieben bis zehn Sprühstöße.

  • Bei älteren Kindern und Erwachsenen ein Strich Sonnencreme vom Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers oder 15 Sprühstöße.

  • Jeweils ein Maß sollte pro Arm und für die Region Hals, Gesicht und Nacken verwendet werden, jeweils zweimal das passende Maß für Rücken, Bauch und pro Bein. Übrigens: Bei Kindern bis zu fünf Jahren sollte auf den Gesichts-, Hals- und Nackenbereich die doppelte Menge aufgetragen werden, da der Kopf der Kleinen überproportional groß ist.

Sonnenschutz-Tipps von Hautarzt Dr. Johannes Gutwald

  1. Schatten suchen: Vor allem in den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr. Das gilt insbesondere für den Nachwuchs, denn seine Oberhaut, die Hornschicht, ist viel dünner als bei Erwachsenen und damit besonders empfindlich gegen Sonnenlicht.

  2. Körper schützen: Die UV-Bestrahlung lässt sich deutlich minimieren, wenn Kinder wie Erwachsene eine Kopfbedeckung und langärmelige T-Shirts tragen.

  3. Eincremen: Sunblocker mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor bereits 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen. Die Lippen nicht vergessen, denn hier ist die Haut besonders dünn und empfindlich, weil sie nicht pigmentiert ist. Nach dem Schwimmen nochmals eincremen, das gilt auch für „wasserfeste“ Sonnenschutzmittel.

  4. Augen schützen: Die feine Haut der Augenlider will ebenfalls geschützt werden - entweder mit einer guten Sonnenbrille oder durch den Schatten eines breitkrempigen Huts.

  5. Haut reinigen: Nach jedem Sonnenbad sollte die Haut unter der Dusche gründlich von allen Cremerückständen befreit werden. Sonnenschutzmittel hinterlassen einen öligen Film, der wie eine Barriere auf der Haut wirkt, sodass sie nicht frei atmen kann.

Auf seiner Website gibt Dr. Gutwald weitere Tipps und Informationen rund um das Thema Sonne und Sonnenschutz.

Zusätzliche Tipps von der Stiftung Warentest

  • Richtiger Sonnenschutzfaktor (SPF): Sunblocker der Schutzklasse „mittel“, also 15 bis 25, filtern etwa 90 % der aggressiven Strahlung heraus. Sie eignen sich besonders für bereits vorgebräunte und unproblematische Haut. Personen mit heller, ungebräunter und sensibler Haut sollten gerade zu Beginn des Urlaubs Sonnenschutzmittel mit höheren Schutzklassen wie 30 oder 50 nutzen. Für Babys und Kinder ist ein so hoher SPF während der gesamten Ferien zu empfehlen. Übrigens: Nicht nur am Strand herrscht besonders intensive Sonnenstrahlung, auch im Hochgebirge. Deshalb sollte die Haut auch im Wanderurlaub gut vor der Sonne geschützt werden. Geduld: Die Haut muss langsam durch kurze Sonnenbäder an die Sonne gewöhnt werden.

  • Großzügiges und wiederholtes Eincremen: Sonnenschutzmittel sollten immer reichlich aufgetragen werden. Etwa 3 Esslöffel sind für den Körper eines Erwachsenen zu rechnen. Regelmäßig und besonders nach dem Baden ist der Schutz durch erneutes Eincremen wieder aufzufrischen. Kleine Kinder: Kinder unter einem Jahr sollten nie in die pralle Sonne, da Ihre körpereigene Wärmeregulierung noch nicht ausreichend funktioniert. Ab ein bis ca. drei Jahre sollten sie auch nur kurz in die Sonne, dann aber gut eingecremt und möglichst mit langer Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille.

  • Kleidung: Aggressive Sonneneinstrahlung wird durch Kleidung, besonders durch dunkle Stoffe, geschwächt. Trockene Kleidung hält außerdem mehr UV-Strahlen ab als nasse Kleidung.

  • Kein Deo und Parfüm: Diese können langanhaltende Verfärbungen der Haut verursachen.

  • Medikamente: Manche Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Wenn Sie sich diesbezüglich unsicher sind, besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

  • Haltbarkeit: Die Sonnenmilch von letztem Jahr kann noch bedenkenlos genutzt werden, solange sie noch nicht unangenehm riecht oder inhomogen ist.

  • Flecken vermeiden: UVA-Filter in Sonnenschutzmitteln hinterlassen gelbe Flecken an der Kleidung. Daher der Tipp: Erst anziehen, wenn die Creme oder Lotion gut eingezogen ist.

Wenn du dein Kind richtig eincremst und anziehst und darauf achtest, dass es sich bei extremer Hitze und Sonneneinstrahlung eher im Schatten aufhält, dann kann hoffentlich nichts mehr schiefgehen.

Bildquelle: Getty Images

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