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Schnupfen beim Kleinkind: Die Rotznase lässt grüßen!

Taschentücher her

Schnupfen beim Kleinkind: Die Rotznase lässt grüßen!

Es vergeht kein Herbst oder Winter ohne Schnupfen beim Kleinkind. Sinkt das Thermometer unter 15 Grad, können wir Eltern schon mal den Taschentuch-Vorrat aufstocken und nur das Beste hoffen. 

Acht bis zwölf Infekte im Jahr sind normal!

Und auch wenn wir wissen, dass so ein Schnupfen nach ein bis zwei Wochen wieder von alleine verschwindet, macht das die Sache nicht angenehmer: für uns Erwachsene nicht und für die Kleinsten schon gar nicht.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Schnupfen, medizinisch auch Rhinitis genannt, die anhand der Ursache unterschieden werden:

  • akuter Schnupfen
  • chronischer Schnupfen
  • allergischer Schnupfen

Im Normalfall meinen wir den akuten Schnupfen, wenn wir darüber sprechen. So ein akuter Schnupfen tritt als Symptom einer Erkältung auf. Die empfindlichen Schleimhäute der Nase sind ein wichtiges Abwehrsystem unseres Körpers und reagieren schnell auf Eindringlinge wie Viren.

Durch das kräftige und wiederholte Niesen sollen die schnellstmöglich wieder aus dem Körper befördert werden. Bei einer Infektion schwellen außerdem die Schleimhäute der Nase an und entzünden sich leicht. Sie sondern daraufhin ein grünliches Sekret ab, um die Krankheitserreger aus dem Körper zu schwemmen. Antibiotika helfe bei Viren leider nicht.

Was hilft gegen Schnupfen beim Kleinkind?

Schnupfen ist zwar lästig, kann aber gut selbst behandelt werden. Dabei ist es das Wichtigste, die Schleimhäute feucht zu halten und der Nase beim Abschwellen zu helfen.

Dafür werden abschwellende Nasensprays empfohlen. Allerdings solltet ihr diese nur maximal sieben Tage am Stück anwenden. Daher möglichst wenig nutzen, z. B. nur vor dem Schlafen gehen.

Als Alternative bietet sich inhalieren bei Schnupfen mit einer Kochsalzlösung an, die ihr auch leicht selbst machen könnt:

  • 500 ml Wasser abkochen
  • einen gestrichenen TL Salz einrühren

Der warme Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute auf ganz natürlich Weise und ist daher besonders schonend. Außerdem besteht, anders als bei Sprays, keine Gewöhnungsgefahr.

Auch Erkältungssalben können dabei helfen, die Schleimhäute der Nase zu beruhigen und die Atemwege frei zu machen. Allerdings solltet ihr diese wegen der zum Teil hohen Dosierung ätherischer Öle auf keinen Fall bei Kleinkindern und Babys anwenden.

Alternativ könnt ihr Brustwickel herstellen. Bei Schnupfen ein tolles Hausmittel. Ihr benötigt:

  • Leinen/Baumwolltuch mit Pfefferminztee tränken für die innere Lage
  • trockenes Baumwolltuch für die mittlere Lage
  • ein Frotteehandtuch für die äußere Lage

Ihr könnt den Wickel ca. zwei Stunden drauf lassen. Wem das zu umständlich ist: es gibt fertige Brustwickel z. B. von Wachswerk über Amazon für 18,77 € zu kaufen.

Schnupfen beim Kleinkind ruft auch das Thymian-Myrte-Balsam (z. B. von Casida über Amazon für 16,33 €) auf den Plan (ab 6 Monaten). Damit einfach vor dem Schlafen gehen Brust und Rücken eincremen.

Engelwurzelbalsam (z. B. von Resana über Amazon für 13,94 €) auf den Nasenflügel hilft ebenfalls beim Durchatmen (ab 6 Monaten). Alternativ geht auch die Schnupfencreme von Weleda (ab einem Jahr). Mit Schnupfen beim Kleinkind kommt auch früher oder später eine wunde Nase daher: Nasenbalsam von Wala (z. B. über Amazon für 9,10 €) (ab einem Jahr) hilft.

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Gutes Raumklima und viel Trinken unterstützen die Heilung

Zusätzlich hilft ein gutes Raumklima. Lüftet auch im Winter regelmäßig. Gerade das Schlafzimmer sollte idealerweise eine Temperatur von 18° bis 20° G haben. Darüber hinaus sollte es möglichst feucht sein. Folgende Maßnahmen können helfen:

  • feuchtes Handtuch über die Heizung hängen
  • einen Topf mit Kamille-Pfefferminztee aufstellen
  • gehackte Zwiebel

Ein weiterer wichtiger Punkt, damit der Schnupfen schnell überstanden ist: viel trinken. Das befeuchtet die Schleimhäute und hilft dabei, dass der Schleim sich löst. Allerdings wissen wir aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer leicht ist, den Nachwuchs davon zu überzeugen.

Was tun? Zäher gelber Schnupfen läuft aus der Kleinkind-Nase

Gelber Schleim, der aus der Kleinkind-Nase läuft, ist erst einmal nicht schlimm und muss auch nicht anders behandelt werden. Schnupfen und Kinder -  eine hartnäckige Kombination und häufig rutschen sie auch von einem Infekt in den nächsten.

Da helfen nur starke Nerven und durchhalten! Unter Umständen könnt ihr auch häufiger mit eurem kranken Hasen inhalieren. Gönnt euch eine Auszeit.

Hausmittel gegen Schnupfen: Welcher Tee eignet sich bei Schnupfen beim Kleinkind?

Wir haben es ja schon oben geschrieben: Viel Trinken ist das A und O bei Schnupfen beim Kleinkind. Aber genau das ist manchmal gar nicht so einfach. Um das Wasser etwas schmackhafter zu machen, könnt ihr folgendes einrühren:

  • Holunderblüten
  • Salbei
  • Primel
  • Schüsselblume
  • Thymian
  • Kamille

Oder eben frisch als Tee aufbrühen.

Welche Globuli helfen gegen Schnupfen beim Kleinkind?

Beginnt der Schnupfen nach einem Regentag und euer Schatz hatte vielleicht auch etwas zu lange die nasse Regenkleidung an, hilft Dulcamara. Die Nase läuft erstmal endlos und bessert sich dann im warmen Zimmer.

Heftiges Niesen und wässriger Schnupfen. Die Nase ist rot und wund? Dann hilft Allium cepa. Auch Heiserkeit und Husten können auftreten. Frische Luft hilft beim Durchatmen, abends im warmen Zimmer wird es schlimmer.

Der Schnupfen ist trocken und die Nase ist stark verstopft. Nach dem Schnupfen folgt häufige eine Bronchitis, dann ist Sticta pulmonaria angesagt.

Länger anhaltender Schnupfen, mit fädenziehenden weißlichem Sekret kann mit Kalium bichromicum behandelt werden. Häufig steht auch eine Nasennebenhöhlenentzündung kurz bevor.

Fragt bitte euren Kinderarzt gezielt nach einer homöopathischen Behandlung und holt euch weiteren Rat ein. Beginnt bitte nicht einfach so mit Globulis.

Kleinkind hat Schnupfen: Ab wann zum Arzt?

In den meisten Fällen ist der Schnupfen harmlos und verschwindet nach ein bis zwei Wochen von alleine wieder. Allerdings kann sich die Infektion manchmal auch auf den Hals-Nasen-Ohren-Bereich ausbreiten und eine Nasennebenhöhlenentzündung verursachen.

Typisch dafür sind stechende, pochende oder drückende Schmerzen über den Wangen, zwischen den Augen oder in der Stirn. Das Nasensekret ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung meist gelb-grünlich gefärbt und sehr zäh.

Also spätestens wenn das Nasensekret grünlich ist oder weitere Symptome wie Fieber hinzukommen, ist ein Gang zum Arzt angesagt. Außerdem könnt ihr schon mal beginnen, mit einem starken Kamillentee (ein Beutel auf 1/2 Tasse und 4 TL Zucker) zu inhalieren. Kamille wirkt abschwellend.

Quelle: Kinderärztliche Gemeinschaftspraxis mit allgemeinen Tipps gegen Schnupfen beim Kleinkind, Dr. med. Martin Lang zur homöopathischen Behandlung

Sarah Plück
Das sagtSarah Plück:

Wir inhalieren!

Als mein Sohn mit einem halben Jahr seinen ersten Schnupfen hatte, habe ich meinen Pari-Boy ausgepackt. Ich selbst hatte über Jahre eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung und brauchte das Gerät in regelmäßigen Abständen. Mir ist inhalieren mit Heißem in dem Alter einfach zu gefährlich. In den Pari-Boy kommt Kochsalzlösung und diese atmet man über eine Maske ein. Der Kleine hat es gut mitgemacht und war schnell wieder fit.

Bildquelle: Gettyimages/Zinkevych

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