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Einschulungs­untersuchung: Kein Grund, nervös zu sein!

Bereit?!

Einschulungs­untersuchung: Kein Grund, nervös zu sein!

Bei der Einschulungsuntersuchung (auch ESU genannt) wird getestet, ob euer Nachwuchs die nötige Schulreife besitzt, um bald die Schulbank zu drücken. Verständlich, dass da Kind und wahrscheinlich auch wir Eltern etwas nervös sind. Nötig ist es aber nicht!

Was ist eine Einschulungsuntersuchung und wie läuft sie ab?

Ziel ist es, zu sehen, ob euer Kind reif für die Schule ist. Sie findet nach der U9 Früherkennungsuntersuchung beim Kinderarzt statt und ist Pflicht, wenn das Kind im nächsten Schuljahr eingeschult werden soll. Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie:

  • Bringt es die körperlichen und geistigen Fähigkeiten mit?
  • Kann es sozial interagieren?
  • Wie steht es mit kognitiven Fähigkeiten?

Die sozialmedizinische Assistentin bzw. der Assistent versucht sich einfach einen Überblick über den Entwicklungsstand eures Kindes zu verschaffen. Wichtig ist dabei auch das Seh- und Hörvermögen. Ist die psychomotorische Entwicklung altersgerecht?

Der Untersuchende schaut weiter darauf, ob euer Sonnenschein schon kleinere Arbeitsaufträge ausführen kann und sich sprachlich entsprechend ausdrücken kann. Ist das Kind selbstbewusst, hat Spaß daran, mit anderen Kindern zu interagieren?

Einschulungsuntersuchung: Was wird überhaupt gemacht?

Um die Schulfähigkeit zu überprüfen, werden einige Tests durchgeführt. Diese unterscheiden sich ebenfalls in den einzelnen Bundesländern. Es wäre gut, wenn ihr den Impfpass und die Ergebnisse anderer Voruntersuchungen mitbringt. Folgendes könnte untersucht werden:

  • Größe
  • Gewicht
  • Sehvermögen
  • Hörvermögen
  • Grobmotorik: Balancieren, Hüpfen etc.
  • Feinmotorik: Malen, wie wird der Stift gehalten?
  • Sprachliche Kompetenz
  • Kognitive Fähigkeiten: Bilder einer Bildergeschichte in Reihenfolge bringen, Oberbegriffe zu einzelnen Dingen finden, Zahlen erkennen

Einschulungsgeschenke: Das muss in die Schultüte

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Einschulungsuntersuchung: Wann findet der Schuleignungstest statt?

Im letzten Kindergartenjahr bekommen alle Eltern Post vom Gesundheitsamt - die Schuleingangsuntersuchung (SEU) oder die Vorschuluntersuchung steht an. Die Einschulungsuntersuchung, umgangssprachlich auch Einschulungstest genannt, findet meistens zwischen Dezember und März statt, damit noch genügend Zeit bleibt für etwaige Fördermaßnahmen.

Wer führt die Einschulungsuntersuchung durch?

Es ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, wo euer Nachwuchs untersucht wird, entweder im Kindergarten, in einer Schule oder im Gesundheitsamt. Die Einschulungstests werden von einer sogenannten sozialmedizinischen Assistentin bzw. einem Assistenten durchgeführt. Meist sind das Krankenpfleger bzw. Krankenschwestern.

In manchen Fällen nimmt auch ein Arzt bzw. eine Ärztin des örtlichen Gesundheitsamtes die Schuluntersuchung vor.

Ist dein Kind schon reif für die Schule?

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Wie lange dauert eine Einschulungsuntersuchung?

Tests und Untersuchungen sind immer mit Aufregungen und Sorgen verbunden, aber je entspannter ihr alle seid, desto besser. Euer Kind ist nicht allein, ihr dürft mit, solltet euch aber im Hintergrund aufhalten. Schuluntersuchungen können eine halbe Stunde, manchmal auch eine ganze Stunde dauern. Hinterher wird mit euch über die Ergebnisse gesprochen.

Einschulungsuntersuchung nicht bestanden: Kein Grund zur Panik!

Stellt der Kinderarzt bei der U9 Unstimmigkeiten fest oder die sozialmedizinische Assistentin bei der Einschulungsuntersuchung, gibt es die Möglichkeit einer Schulärztlichen Untersuchung. Pflicht ist diese Schulärztliche Untersuchung, wenn ihr keinen Nachweis über die erfolgte U9 vorlegen könnt.

Bei dieser Untersuchung wird das Kind ähnlich wie beim Kinderarzt durchgecheckt. Auch der Entwicklungsstand wird noch mal unter die Lupe genommen. Der Schularzt bespricht das Ergebnis dann mit den Eltern und zeigt Fördermaßnahmen auf.

Das sollte dein Kind zur Einschulung können

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Liefen die beiden Untersuchungen nicht rund, heißt das noch nicht, dass euer Kind im Sommer nicht in die Schule gehen kann. Durch Fördermaßnahmen versucht ihr einfach die Defizite so gut es geht aufzuholen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Kinder die bei den Untersuchungen Probleme hatten, ein Jahr zurückzustellen. Dies bespricht der Schularzt mit der Schulleitung und euch als Eltern. Aber keine Sorge, dazu kommt es nur bei sehr gravierenden gesundheitlichen Gründen.

Einschulungsuntersuchung: Was muss mein Kind können?

Ob euer Kind schon rechnen oder schreiben kann, wird nicht untersucht - das soll es schließlich erst noch lernen. Es soll vor allem festgestellt werden, ob es die nötige Reife für die Schule besitzt. Kann es lange still sitzen? Ist es kontaktfreudig und findet sich leicht in neuen Gruppen ein? Drückt es sich verständlich aus? Kann es einfache Sachverhalte wiedergeben? Wie sieht es mit den Deutschkenntnissen aus?

Ihr kennt eure Kinder am besten. Falls ihr euch Sorgen macht, dass euer Kind Defizite haben könnte, sprecht vorher mit der Erzieherin oder eurer Kinderärztin, ob eure Sorgen überhaupt berechtigt sind. Wenn nötig, nehmt die Hilfe von Logopäden in Anspruch, um den sprachlichen Ausdruck eures Nachwuchses zu verbessern, oder holt euch den Rat von Ergotherapeuten, wenn die Feinmotorik noch nicht so richtig sitzt.

Sarah Plück
Das sagtSarah Plück:

Vertrauen in euch und euer Kind!

Ich kann schon verstehen, dass bei der Einschulungsuntersuchung alle nervös sind. Aber ich denke, der Untersuchende hat schon soooo viele Kinder gesehen, er wird schon einschätzen können, was unsere Kids wirklich können und was vielleicht gerade wegen der Nervosität nicht hinhaut. Sollten die Kinder irgendwelche Defizite haben, wissen wir es sicher schon längst. Insofern habt Vertrauen in eure Fähigkeiten als Eltern und Vertrauen in euer Kind, dann läuft die Sache sicher von alleine.

Bildquelle: Getty Images/fizkes

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