Schuleingangs­untersuchung: Das wird untersucht

Bereit für die Schule?

Schuleingangs­untersuchung: Das wird untersucht

Manche Eltern sehen mit Bangen der Schuleingangsuntersuchung entgegen, dabei ist es eine gute Gelegenheit zu sehen, ob euer Kind ein paar Defizite hat, die man noch ausgleichen kann.

Im letzten Kindergartenjahr bekommen alle Eltern Post vom Gesundheitsamt - die Schuleingangsuntersuchung (SEU) oder die Vorschuluntersuchung steht an. Die Untersuchung findet meistens zwischen Dezember und März statt, damit noch genügend Zeit bleibt für etwaige Fördermaßnahmen. Es ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, wo euer Nachwuchs untersucht wird, entweder im Kindergarten, in einer Schule oder im Gesundheitsamt. Tests und Untersuchungen sind immer mit Aufregungen und Sorgen verbunden, aber je entspannter ihr alle seid, desto besser. Euer Kind ist nicht allein, ihr dürft mit, solltet euch aber im Hintergrund aufhalten, wenn der Schularzt oder Schulärztin die diversen Tests durchführt - das kann eine halbe Stunde, manchmal auch eine ganze Stunde dauern. Hinterher wird mit euch über die Ergebnisse gesprochen.

Schuleingangsuntersuchung: Was wird überhaupt untersucht?

Ziel ist es, zu sehen, ob euer Kind reif für die Schule ist. Bringt es die körperlichen und geistigen Fähigkeiten mit? Kann es sozial interagieren? Wie steht es mit kognitiven Fähigkeiten? Um dies zu sehen, werden einige Tests durchgeführt - die unterscheiden sich ebenfalls in den einzelnen Bundesländern. Es wäre gut, wenn ihr den Impfpass und die Ergebnisse anderer Voruntersuchungen mitbringt. Folgendes könnte untersucht werden:

  • Größe
  • Gewicht
  • Sehvermögen
  • Hörvermögen
  • Grobmotorik: Balanciere, Hüpfen etc.
  • Feinmotorik: Malen, wie wird der Stift gehalten?
  • Sprachliche Kompetenz
  • Kognitive Fähigkeiten: Bilder einer Bildergeschichte in Reihenfolge bringen, Oberbegriffe zu einzelnen Dingen finden, Zahlen erkennen

Vorschuluntersuchung: Besitzt euer Kind die nötige Schulreife?

Ob euer Kind schon rechnen oder schreiben kann, wird nicht untersucht - das soll es schließlich erst noch lernen. Nein, es soll vor allem festgestellt werden, ob es die nötige Reife für die Schule besitzt. Kann es lange still sitzen? Ist es kontaktfreudig und findet sich leicht in neuen Gruppen ein? Drückt es sich verständlich aus? Kann es einfache Sachverhalte wiedergeben? Wie sieht es mit den Deutschkenntnissen aus? Hapert es vielleicht an den motorischen Fähigkeiten?

Ihr kennt eure Kinder am besten. Falls ihr euch Sorgen macht, dass euer Kind Defizite haben könnte, sprecht vorher mit der Erzieherin oder eurer Kinderärztin, ob eure Sorgen überhaupt berechtigt sind. Wenn nötig, nehmt die Hilfe von Logopäden in Anspruch, um den sprachlichen Ausdruck eures Nachwuchses zu verbessern, oder holt euch den Rat von Ergotherapeuten, wenn die Feinmotorik noch nicht so richtig sitzt.

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Wenn ihr immer noch nervös seid, erkundigt euch bei anderen Eltern, was ihr bei eurer SEU vor Ort zu erwarten habt. Eure Kinder sollten dabei ruhig zuhören, damit auch sie wissen, was der Schularzt sie fragt oder was sie zu machen haben. Einen Sehtest oder Hörtest haben sie sicherlich schon gemacht, das ist also gar nicht so aufregend. Auf der Waage haben sie auch schon einmal gestanden und ihre Größe wurde auch schon gemessen. Gehüpft sind sie auch und sie haben bestimmt auch schon mal Geschichten nacherzählt, bis zehn gezählt und seinen Namen geschrieben. Also alles nicht so schlimm. Und wenn es doch in einem Bereich nicht so gelaufen ist, wie ihr euch das vorgestellt habt - lasst nicht den Kopf hängen. Es gibt immer Möglichkeiten, Defizite auszugleichen.

Bildquelle:

Getty Images

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