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Neue Statistik: 20 % der schwer erkrankten Corona-Fälle sind ungeimpfte Schwangere

Neue Statistik: 20 % der schwer erkrankten Corona-Fälle sind ungeimpfte Schwangere

In England

Seit 1,5 Jahren hat die Coronapandemie auch Großbritannien fest im Griff. Laut einer Datenanalyse des britischen Gesundheitsdienstes sind mittlerweile Schwangere die größte Gruppe der schwerkranken Coronapatientinnen. Der Grund dafür lässt alle Schwangere aufhorchen.

Schwangere haben ein hohes Corona-Infektionsrisiko

In der Schwangerschaft befindet sich der Körper in einer Ausnahmesituation. Jedes Virus kann gefährlich werden und man sollte besonders vorsichtig sein. Dass Schwangere in der Corona-Pandemie auffallend oft betroffen sind, zeigt jetzt eine Auswertung von Patientendaten aus Großbritannien: Allgemein hat sich auch dort durch die Impfkampagne der Bevölkerung die Coronasituation stabilisiert. Doch in den letzten Wochen stieg der Anteil Schwangerer auf den Intensivstationen an.

Die schwangeren Intensivpatientinnen sind größtenteils ungeimpft

Schwangere Frauen bilden laut Gesundheitsdienst NHS zu 20 % den Anteil der schwer erkrankten Patientinnen auf den Intensivstationen und müssen häufig beatmet werden. Seit Juli sei ein Anstieg dieser Erkrankten in Krankenhäusern zu erkennen. In der Gruppe der 16 - 49-jährigen Intensivpatientinnen machen die ungeimpften Schwangeren jetzt sogar 32 % aus. Noch im März waren es lediglich sechs Prozent.

Mehr Schwangere sollen sich impfen lassen

Laut Angaben des britischen Gesundheitsministeriums sind bereits 81.000 werdende Mütter das erste Mal und ca. 65.000 das zweite Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Der britische Gesundheitsminister betrachtet die aktuellen Zahlen der schwangeren Intensivpatientinnen jedoch mit Sorge und ruft daher auf, dass sich mehr Frauen, die ein Kind erwarten, gegen das Virus impfen lassen. Es gehe darum "sich und ihre Babys zu schützen."

Stiko empfiehlt Coronaimpfung für Schwangere

Die Ständige Impfkommission hielt sich lange Zeit zurück, eine entsprechende Impfempfehlung für schwangere Frauen auszusprechen. Die Studienlage war noch ungenügend und im Frühjahr gab es daher zunächst nur die Impfempfehlung für schwangere Corona-Risikopatientinnen. Doch im September passte das RKI die Empfehlung für alle Schwangeren an:

Nach eingehender Beratung und Bewertung der vorhandenen Evidenz spricht sich die STIKO in einem neuen Beschlussentwurf jetzt für die Covid-19-Impfung von bisher nicht oder unvollständig geimpften Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel sowie von nicht oder unvollständig geimpften Stillenden mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs aus.

Grundsätzlich empfiehlt die Stiko Schwangeren, sich von ihrem Arzt bzw. ihrer Ärztin genau zur Impfung beraten zu lassen. Sinnvoll ist die Impfung zum Schutz der werdenden Mutter und des Embryos auf jeden Fall für Risikopatientinnen und soll ebenfalls für jede Frau, die ein Baby erwartet, wichtig sein. Bei Unklarheiten darüber könnt ihr euch das Bulletin zur Impfempfehlung der Stiko für Schwangere und Stillende ansehen und fragt bei Unsicherheiten am besten genau bei euren behandelnden Ärzten/Ärztinnen nach.

Bildquelle: Getty Images/Blue Planet Studio

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