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Hitzewallungen in Schwangerschaft und Wochenbett: Ist das noch normal?

Schwangerschaft

Hitzewallungen in Schwangerschaft und Wochenbett: Ist das noch normal?

Hitzewallungen in der Schwangerschaft kommen bei vielen werdende Mütter regelmäßig vor – und das nicht nur im Hochsommer oder beim Treppensteigen im letzten Trimester. So sind ein großes Gefühl von Hitze und übermäßiges Schwitzen besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel verbreitet.

Warum und ab wann kommt es zu Hitzewallungen in der Schwangerschaft?

Hitzewallungen und schwanger? Ja, bereits in der Frühschwangerschaft wird der Stoffwechsel beschleunigt und somit auch die Durchblutung und die Körpertemperatur erhöht: Du produzierst also deutlich mehr Wärme als vorher, was sich schnell in verstärktem Schwitzen äußert.

Die starke Hormonumstellung in der Schwangerschaft kann dafür sorgen, dass du Hitze deutlicher wahrnimmst. Und auch wenn du unter Schwangerschaftsübelkeit leidest, kann es sein, dass du schneller in Schweiß ausbrichst. So gehören Hitzewallungen zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen, sind aber in der gesamten Schwangerschaft meist eine normale Reaktion des Körpers auf die Veränderungen in Kreislauf und Stoffwechsel sowie auf äußerliche Faktoren wie Anstrengung und Hitze.

Hitzewallungen in der Schwangerschaft: Was könnt ihr tun?

  • Kleidung: Leichte, atmungsaktive Materialien wie Baumwolle, Leinen und Wolle-Seide-Produkte im Zwiebelprinzip sind ideal. So kannst du schnell eine oder mehrere Schichten loswerden. Ärmellose Tops und Kleider sind toll, wenn du stark schwitzt. Wolle-Seide trocknet besonders schnell und nasse Flecken fallen kaum auf (z. B. Leinen-Tunika mit Knopfleiste über Amazon ab 29,99 €).
  • Es langsamer angehen lassen: Wenn du einmal ins Schwitzen kommst, dauert es in der Schwangerschaft oft länger, bis sich alles wieder normalisiert. Beweg dich am besten immer nahe am Ruhepuls, wenn du zu Hitzewallungen neigst. Ein Fitnessarmband kann hier hilfreich sein (z. B. von Yamay über Amzon für 27,99 €).
  • Essen: Natürlich darfst du auch in der Schwangerschaft so scharf essen, wie es dir schmeckt und gut tut. Aber scharfes und auch sehr heißes Essen wärmt zusätzlich. An Tagen, an denen dir sehr heiß ist, sind kühlende Lebensmittel wie Gurke, Melone, Joghurt etc. oft besser als Curries und Co.
  • Getränke: Koffein in Kaffee und Tee regt den Stoffwechsel an und kann so zu Hitzewallungen beitragen. Auch alle anderen Heißgetränke wärmen dich zusätzlich: Besser sind lauwarme Drinks.
  • Viel trinken: Bei Schweiß ist es wichtig, die verlorene Flüssigkeit wieder auszugleichen. Viel trinken hilft deinem Körper außerdem bei der Kühlung, sodass dir auch weniger heiß wird (z. B. mit einem Kräutertee über Amazon für 29,99 €).
  • Kühle Umschläge: Wie auch bei Sommerhitze hilft ein kühler Waschlappen auf der Stirn oder kühles Wasser an den Pulspunkten wie z. B. den Handgelenken, dich kurzzeitig abzukühlen.

Hitzewallungen und Herzrasen in der Schwangerschaft: Sollte ich die Schilddrüse checken lassen?

Schlaflosigkeit, Nervosität, hoher Puls und Schweißausbrüche sind oft ganz normale Schwangerschaftssymptome, können aber auch Anzeichen für eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Die Schilddrüsenwerte werden meist bei der ersten Vorsorgeuntersuchung mit überprüft, können sich aber während der Schwangerschaft immer wieder ändern.

Am besten besprichst du alle Symptome mit deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt, die schnelle Tests durchführen und dir ggf. Schilddrüsenblocker verschreiben kann. Keine Angst, es gibt viele Produkte, die auch in der Schwangerschaft unbedenklich sind. Wichtig ist auch, nach ärztlicher Absprache ggf. auf die Einnahme von Jod zu verzichten, welches in den meisten Schwangerschaftsvitaminen standardmäßig enthalten ist. Hier gibt es jodfreie Alternativen, z. B. Femibion 1 Frühschwangerschaft ohne Jod über Amazon für 40,99 €.

Eine Überfunktion muss nicht bleibend sein: Viele Frauen entwickeln in der Schwangerschaft eine leichte Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion, die manchmal nach der Geburt ihres Kindes genauso schnell wieder verschwindet. In manchen Fällen wird eine Fehlfunktion in der Schwangerschaft aufgrund der ausgiebigen Bluttests aber auch erst festgestellt. Mit einer zeitnahen Behandlung und regelmäßiger ärztlichen Kontrolle kannst du Auswirkungen auf dich und dein Baby aber gut eingrenzen bzw. vorbeugen.

Hitzewallungen nach der Schwangerschaft: Hormonumstellung im Wochenbett

Nach der Schwangerschaft sind Hitzewallungen im Wochenbett sehr häufig und können – wie in den Wechseljahren auch – auf den starken Hormonabfall zurückgeführt werden. Hinzu kommt die Körperwärme deines neugeborenen Babys, das sich wie eine kleine Wärmflasche anfühlt.

Die obigen Tipps können dir helfen, etwas abzukühlen. Besonders kühle Umschläge tun gut. Wichtig ist, dass du nassgeschwitzte Kleidung und Unterwäsche häufig wechselst, um einer Erkältung oder Entzündung der Harnwege vorzubeugen.

Hitzewallungen – egal ob in oder nach der Schwangerschaft – sind unangenehm, meist aber eine harmloses Erinnerung daran, dass in deinem Körper starke hormonelle, natürliche Veränderungen stattfinden.

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Quellen:
Berufsverband der Frauenärzte e.V. https://www.frauenaerzte-im-netz.de

Bildquelle: Getty Images/isayildiz

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