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Wehenbelastungstest: Das sollte man wissen

Schwangerschaft

Wehenbelastungstest: Das sollte man wissen

Um einen Wehenbelastungstest durchzuführen, müssen bedeutende Gründe vorliegen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn dein Baby auch zehn Tage nach dem errechneten Geburtstermin immer noch nicht zur Welt kommen will. Mit dem Wehenbelastungstest stellt der Arzt sicher, dass es deinem Kind gut geht.

Was ist ein Wehenbelastungstest?

Bei einem Wehenbelastungstest werden die Herztöne deines ungeborenen Babys per CTG gemessen. Dies passiert, während du künstliche Wehen hast, die durch das Wehenhormon Oxytocin ausgelöst werden.

Wehenbelastungstest: Wo findet er statt?

Wehenbelastungstests werden meistens im Krankenhaus durchgeführt, dort werden die Herztöne deines Kindes durchgehend überwacht. Du solltest darauf achten, nüchtern zum Test zu erscheinen.

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Warum wird der Test durchgeführt?

Bei dem Test kann dein Arzt feststellen, ob die Plazenta noch genug arbeitet, um die Sauerstoffversorgung deines Kindes zu gewährleisten. Das ist bei einer Terminüberschreitung von mehr als zehn Tagen notwendig oder wenn bei einer CTG-Kontrolle die kindliche Herzfrequenz von der Norm abweicht.

Wie wird der Test durchgeführt?

Zuerst wirst eine halbe Stunde lang mit einem Wehenschreiber, auch Kardiotokograf (CTG) genannt, verkabelt. Dabei werden die Herztöne deines Babys gemessen und kontrolliert, ob du bereits Wehen hast. Bei einem normalen CTG wird dir dann über eine Kanüle im Arm eine Infusion angelegt, die eine bestimmte Konzentration des Wehenhormons Oxytocin enthält. Der Wehenbelastungstest heißt deshalb auch Oxytocinbelastungstest (OBT). Bei kontinuierlicher Aufzeichnung der kindlichen Herztöne wird die Dosierung im halbstündigen Rhythmus erhöht, bis Wehen auftreten oder sollte dies nicht der Fall sein, die festgelegte Höchstdosierung erreicht ist. Nach 30 Minuten regelmäßiger Wehentätigkeit wird der Test, wenn alles in Ordnung ist, beendet, du darfst dann wieder herumlaufen und auch endlich etwas essen.

Was passiert nach dem Test?

In vielen Fällen reicht die Gabe des Oxytocins beim Wehenbelastungstest aus, um die eigene Wehentätigkeit anzuregen: Die Geburt nimmt dann ihren Lauf. Passiert dagegen nichts, kann nach zwei Tagen ein erneuter OBT durchgeführt werden. Oft sind die Kinder dann aber doch schneller und kommen dem zweiten Test zuvor.

Wehenbelastungstest keine gängige Methode mehr

Ein Wehenbelastungstest wird mittlerweile immer seltener angewendet. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe lehnt den Wehenbelastungstest besonders ab.
Gründe dafür sind:

  • der hohe Untersuchungsaufwand
  • falsch positive Ergebnisse mit einer Fehlerquote von fast 50 %

Nach den Mutterschaftsrichtlinien wird nun die risikofreie Dopplersonographie empfohlen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Vorsorgekosten (sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz), gleich, ob Sie sich für Hebamme, Arzt oder eine abwechselnde Betreuung entscheiden.

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Bildquelle: Getty Images/Prostock-Studio

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