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Jod in der Schwangerschaft: Darum brauchst du jetzt mehr

Werdende Mütter haben mit Beginn ihrer Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf an Jod. Aber wie wirkt sich Jodmangel auf deinen Körper und auf dein Baby aus? Warum du Jod zusätzlich einnehmen solltest und welche Risiken dabei zu beachten sind, erklären wir dir gern.

Warum ist Jod in der Schwangerschaft so wichtig?

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement für unsere Schilddrüse. Es wird dort für die Herstellung von Hormonen benötigt. Diese regulieren wichtige Stoffwechselvorgänge in unserem Körper und sind für das Wachstum des Körpers und der Organe verantwortlich. Unser Organismus kann Jod nicht selbst produzieren und muss daher durch jodhaltige Nahrungsmittel unterstützt werden. Zudem ist das Spurenelement für die Entwicklung des Babys im Mutterleib essentiell, denn es müssen ja in diesem Fall zwei Schilddrüsen mit Jod versorgt werden, die der Mutter und die des ungeborenen Kindes. Das Baby braucht es vor allem für die gesunde Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems.

Vorsicht bei Jodmangel: Wieviel Jod braucht eine Schwangere?

Erwachsene benötigen täglich etwa 150 bis 200 Mikrogramm Jod und Schwangere noch mehr, nämlich circa 230 Mikrogramm. Ein Mangel an Jod kann die Gehirnentwicklung beim Ungeborenen beeinträchtigen und zu Wachstumsstörungen führen, wie Verzögerung der Sinnesentwicklung oder motorische Defekte. Leider nehmen Frauen oft zu wenig Jod durch herkömmliche Nahrungsmittel ein und benötigen in der Schwangerschaft unbedingt unterstützend ein Nahrungsergänzungsmittel mit 150 Mikrogramm Jod am Tag. Frauenärzte und Ärztinnen verschreiben es dir in der Regel zu Beginn der Schwangerschaft in Kombination mit Folsäure.

Wie macht sich ein Jodmangel in der Schwangerschaft bemerkbar?

Leider bemerken Frauen nicht sofort einen Jodmangel. Denn dieser äußert sich zunächst in Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Der Körper wird gegen Kälte empfindlicher und du kannst dich nicht mehr so gut konzentrieren. Außerdem kann es zu einem Kloß im Hals kommen und zu Beschwerden beim Atmen und Schlucken. Es führt schließlich zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Was kannst du bei Jodmangel in der Schwangerschaft tun?

Es ist wichtig, dass du bereits vor der Empfängnis an eine ausreichende Jodzufuhr denkst. Grundsätzlich hilft es dir, wenn du mehr Gemüse und Obst und etwas weniger kohlenhydratreiche Lebensmittel zu dir nimmst. Damit begünstigst du ein besseres Hormongleichgewicht. Zusätzlich kannst du dem Jodmangel durch jodreiche Lebensmittel vorbeugen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Seefisch und Meeresalgen
  • Tierische Lebensmittel und Milchprodukte
  • Grünes Blattgemüse
  • Kohlgemüse
  • Pilze
  • Spinat
  • Nüsse und Kerne
  • Hülsenfrüchte

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist während der Schwangerschaft besonders wichtig. Was du in dieser Zeit aber lieber nicht essen solltest, erfährst du in unserem Video:

7 Dinge, die man in der Schwangerschaft nicht essen darf Abonniere uns
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Kann zu viel Jod in der Schwangerschaft schaden?

Auch wenn Jod für deine Gesundheit und für die deines Babys lebensnotwendig ist, kann es bei übermäßigem Verzehr schädlich und sogar lebensgefährlich sein. Aber wir können dich beruhigen: Eine Überdosierung durch die Nahrung ist so gut wie ausgeschlossen. Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist allerdings Vorsicht geboten. Zu viel Jod kann für den Körper giftig sein, zu einer Schilddrüsenüberfunktion und zu anderen Autoimmunkrankheiten der Schilddrüse führen.

Fazit

Eine ausreichende Aufnahme von Jod in der Schwangerschaft ist für dich und dein Ungeborenes lebenswichtig. Da die empfohlene Menge an Jod von Frauen selten erreicht wird, solltest du bereits vor deiner Schwangerschaft mit einer jodreichen Ernährungsweise vorsorgen und währenddessen zusätzlich durch Nahrungsergänzungsmittel nachhelfen. Durch frauenärztliche Unterstützung erfährst du auch die für dich passende Dosierung. Bei uns erfährst du außerdem, warum es wichtig ist, auch in der Stillzeit ausreichend Jod aufzunehmen.

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Bildquelle: Unsplash/Elsa Oloffson

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