PMS-Symptome: So zeigt sich das Prämenstruelle Syndrom

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PMS-Symptome: So zeigt sich das Prämenstruelle Syndrom

Zwischen 20 und 40 % aller Frauen haben PMS. Bei leichten Formen des Syndroms bekommen viele Betroffene das nicht mal mit, stärkere Ausprägungen können allerdings die Lebensqualität beeinflussen. Das sind PMS-Symptome, ihre Ursachen und mögliche Behandlungen.

Zwischen 20 und 40 % aller Frauen haben PMS-Symptome.

Nicht nur während der Monatsblutung können Frauen von Schmerzen, Müdigkeit oder Antriebslosigkeit geplagt werden. Auch vor der Periode tauchen diese Symptome bei vielen Frauen auf. Die Rede ist hierbei vom Prämenstruellen Syndrom (PMS). Was genau das ist und in welchen Symptomen sich PMS äußert.

Was ist PMS?

Das Prämenstruellen Syndrom (PMS) ist eine Bezeichnung für das regelmäßige Auftreten von psychischen und körperlichen Beschwerden vor der Monatsblutung. In der Zeit zwischen Eisprung und Periode – maximal zwei Wochen vor dem Einsetzen der Blutung – treten die Symptome in Erscheinung.

Etwa 20 bis 40 % aller Frauen haben laut Techniker Krankenkasse leichte prämenstruelle Beschwerden. PMS in stärkeren Formen kann aber auch eine behandlungsbedürftige Krankheit sein, davon sind etwa fünf Prozent der Frauen betroffen. Die Symptome sind dabei so stark, dass sie die Betroffenen im privaten und beruflichen Alltag massiv einschränkt.

Eine Extremform des Prämenstruellen Syndroms ist die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS): Sie ist vor allem durch schwere, psychische Probleme dominiert und zum Glück nicht weit verbreitet.

Welche Ursachen hat PMS?

Tatsächlich ist sich die Wissenschaft trotz jahrzehntelanger Forschung bis heute unsicher, was genau die Ursache für PMS ist. Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass ein Ungleichgewicht der Hormone Östrogen und Progesteron die Probleme verursacht. Doch das scheint unplausibel, da es nicht erklären kann, warum eine Frau davon betroffen ist und eine andere mit identischem Hormonhaushalt nicht.

Mittlerweile geht die Wissenschaft davon aus, dass es sich beim Prämenstruellen Syndrom um eine multifaktoriell bedingte Störung handelt – also dass es durch mehrere Faktoren ausgelöst und beeinflusst wird. Es wird vermutet, dass die Ursachen in der Psyche, im Nervensystem sowie in der hormonellen Steuerung zu suchen sind. So sollen die zyklischen Schwankungen der weiblichen Geschlechtshormone die Produktion und Aktivität anderer Hormone und Neurotransmitter, beeinflussen. Dabei soll vor allem der Botenstoff Serotonin eine tragende Rolle spielen: Die Konzentration von Serotonin schwankt mit den hormonellen Veränderungen des Menstruationszyklus und verändert so unser psychisches und körperliches Wohlbefinden.

PMS-Symptome: So kann sich das Prämenstruelle Syndrom zeigen

PMS-Symptome sind sehr vielfältig. Wenn die folgenden Symptome (eines oder mehrere davon) ein bis zwei Wochen vor deiner Periode regelmäßig auftreten, könnte das ein Zeichen für PMS sein:

  • Unterleibsschmerzen und -krämpfe
  • Schmerzen in Brust und/ oder Brustwarzen
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Migräne
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • Blähungen und Verstopfung
  • Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Müdigkeit
  • Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe)
  • Kreislaufprobleme
  • Schlafstörungen
  • Veränderungen des Appetits
  • Innere Unruhe, Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Nervosität, Reizbarkeit, Lustlosigkeit
  • Erhöhte Sensibilität auf Reize (Licht, Berührung, Lärm, Geruch)
  • Hautveränderungen

Wie kann man PMS-Symptome behandeln?

Verschiedene Dinge können die Symptome von PMS positiv beeinflussen:

Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel: Die Einnahme von Kalzium, Magnesium, Vitamin B6 oder pflanzlichen Präparaten mit Extrakten aus Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze kann bei PMS helfen. Wissenschaftlich ist das allerdings nicht bestätigt, viele Frauen schwören aber darauf. Je nach Symptomen (verschiedene körperliche oder psychische Probleme), sind unterschiedliche Heilpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll. Lasst euch daher unbedingt von einem Arzt beraten.

Umstellung der Lebensgewohnheiten: Damit es unserem Körper und Geist gut geht, ist eine gesunde Lebensweise unumgänglich. Sind die PMS-Symptome nur leicht, kann es daher schon oft helfen, gesünder zu essen, aktiver zu werden, auf einen gesunden Schlafrhythmus zu achten, Stress zu reduzieren und den Alkohol- und Kaffeekonsum einzuschränken.

Schmerzmittel und Wärme: Gegen akute Rücken-, Kopf und Unterleibsschmerzen helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder eine Wärmeflasche.

Die Pille nehmen: Die Einnahme der Antibabypille hat einen starken Einfluss auf deinen Hormonhaushalt. Wenn du unter mittleren bis starken PMS-Beschwerden leidest und aktuell kein Kinderwunsch besteht, kann die Pille möglicherweise helfen. Sprich mit deiner Gynäkologin darüber.

Psychotherapie und Antidepressiva: Bei manchen Frauen, die durch PMS vor allem unter starken psychischen Beschwerden leiden, empfiehlt sich ein Besuch beim Psychologen. Durch eine Verhaltenstherapie können Betroffene lernen, belastende Denkmuster und Verhaltensweisen zu erkennen und zu verändern. Wenn das nicht hilft, wird in Extremfällen auch zur Einnahme von Antidepressiva geraten – aber wirklich erst dann, wenn alle anderen Therapien gescheitert sind.

Da PMS-Syndrome in ihrer Art und Schwere extrem unterschiedlich sind, gibt es dagegen leider nicht die eine Therapiemöglichkeit. Daher solltest du, wenn du glaubst, PMS zu haben, unbedingt mit einem Arzt über deine Beschwerden reden.

Quelle: Techniker Krankenkasse

Bildquelle:

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