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Apfelbeeren

Aronia in der Schwangerschaft: Empfehlenswert oder bedenklich?

© unsplash/ Kat von Wood

Aronia wird aus der Apfelbeere oder Aroniabeere gewonnen und hat einige positive Eigenschaften. Wir verraten dir gerne, ob Aronia auch in der Schwangerschaft eine gute Idee ist.

Was ist Aronia?

Die dunkle, fast schwarze Aroniabeere, auch schwarze Apfelbeere genannt, stammt ursprünglich aus Nordamerika, wird inzwischen jedoch auch in Ost-Europa angebaut. Mittlerweile findet man auch in Hessen, Bayern oder Sachsen große Anbauflächen, auf denen diese Frucht gezüchtet wird. Die Beere wird normalerweise nicht in ihrer natürlichen Form verzehrt, da sie geschmacklich sehr herb und nicht besonders schmackhaft ist und. Im rohen Zustand enthalten die Kerne der Frucht außerdem Blausäure. Stattdessen wird die Aroniabeere zu Saft oder Marmelade verarbeitet oder als Trockenfrucht verzehrt. Durch diese verschiedenen Arbeitsvorgänge wird die Blausäure unschädlich gemacht und die Frucht wird genießbar. 

Darf ich Aronia in der Schwangerschaft verzehren?

Aronia ist auf jedem Fall sehr gesund und in Maßen genossen keine Gefahr für dich und dein Ungeborenes. Lange Zeit galt die „Wunderbeere" als absolutes Superfood, da sie zahlreiche Beschwerden lindern soll. Sie zeigt beispielsweise einen sehr hohen Gehalt an Folsäure auf. Folsäure ist für eine gesunde Entwicklung des Embryos in der Schwangerschaft unerlässlich und dein Folsäurebedarf ist während dieser besonderen Zeit erhöht. Neben Vitamin K trägt die Beere auch sehr viel Vitamin C in sich, welches dein Immunsystem positiv unterstützt und deine Abwehrkräfte stärkt. Darüber hinaus kann die Powerbeere Verdauungsbeschwerden (zum Beispiel Verstopfung in der Schwangerschaft) lindern oder hohen Blutdruck, unter dem manche Frauen während der Schwangerschaft leiden, senken. Auch auf das Herz-Kreislauf-System soll Aronia stabilisierend wirken.

Jetzt kommt das Aber: Die Aroniabeeren beziehungsweise ihre Endprodukte sind relativ hochpreisig. Außerdem zweifeln Forscher und untersuchende Institute die Powerkraft der Frucht an und halten ihre Wirkung für bislang nicht erwiesen. Sie verweisen auf preisgünstigere Alternativen wie etwa Bananen oder Weintrauben

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Wie nehme ich Aronia am besten zu mir?

Da deine Flüssigkeitszufuhr in der Schwangerschaft mindestens zwei Liter betragen sollte, eignet sich in dieser Zeit besonders ein Aroniasaft. Ratsam ist es, den Saft nach den Mahlzeiten zu trinken. Er besitzt nämlich eine nicht unbeachtliche Menge an Gerbstoffen, die auf nüchternen Magen unangenehme Wirkungen haben können. Wenn dir der Geschmack zu herb ist, kannst du den Saft gerne mit Wasser verdünnen; mehr als 100 ml Aroniasaft solltest du ohnehin nicht trinken. Reagierst du allgemein empfindlich, kann es passieren, dass du von dem Saft Bauchschmerzen bekommst. In dem Fall greifst du am besten zu einem anderen Saft. Möchtest du Aroniabeeren zu dir nehmen, sollte die Menge nicht mehr als einen Esslöffel pro Tag betragen. Die Beeren kannst du prima in deinen Müsli mischen und so deine Vitamine zu dir nehmen. Aronia wird auch zu Pulver verarbeitet, welches du in Maßen zum Süßen oder auch zum Backen verwenden kannst. 

Fazit

Aronia ist in Maßen verzehrt absolut gesund, wenngleich auch sehr preisintensiv. In jedem Fall versorgt du dich und dein ungeborenes Kind dadurch mit reichlich Folsäure und anderen wichtigen Nährstoffen. Hältst du dich an die empfohlene Tagesmenge, bist du auf der sicheren Seite. Du wirst ganz sicher spüren, ob es sich bei dieser Frucht um eine Wunderwaffe gegen diverse Beschwerden handelt oder ob preisgünstigere Früchte wie Bananen dich während deiner Schwangerschaft genauso unterstützen können.

Schwangerschaftsmythen: Stimmt's oder stimmt's nicht?

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