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Schlafrhythmus beim Baby: Häufige Fragen über das Schlafverhalten

Sehr individuell

Schlafrhythmus beim Baby: Häufige Fragen über das Schlafverhalten

Alle Babys sind so süß – und so unterschiedlich. Besonders beim Essen und Schlafen haben die Minis ganz eigene Bedürfnisse. Der Schlafrhythmus beim Baby ist etwas, dass sich erst mal einpendeln muss. So könnt ihr ihm dabei helfen.

"Versucht viel vorzuschlafen!" Diesen Ratschlag bekommen viele werdende Eltern von Mamas und Papas zu hören, die bereits Kinder haben. Natürlich kann keiner vorschlafen, aber der Schlaf wird definitiv weniger werden. Die Kleinen machen nämlich den Tag zur Nacht und andersrum und bringen dadurch unseren Schlafrhythmus durcheinander. Sie selber haben ja noch keinen und müssen sich noch dran gewöhnen.

Schlafrhythmus beim Baby: Eltern, stresst euch bitte nicht

Zunächst ist es wichtig, für uns Eltern zu verstehen, dass wirklich jedes Kind so individuell darin ist, wie viel Schlafbedarf es braucht und wann es einen Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt. Auch wenn es noch so kräftezehrend ist, dass euer Sonnenschein abends noch gar nichts von Nachtruhe hält, während die anderen Eltern aus den Babykursen von ihrem durchschlafenden Nachwuchs berichten: Bitte vergleicht die Kleinen nicht miteinander. Erstens weiß man nie, wie es hinter der verschlossenen Kinderzimmertür wirklich abläuft, und zweitens solltet ihr euch nicht drauf fokussieren, was euer Baby noch NICHT kann bzw. macht.

Wie viel Schlaf brauchen Babys in der Anfangszeit?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert mit diesen Zahlen hier, euer Würmchen kann natürlich viel weniger oder mehr Schlaf brauchen:

  • In den ersten drei Monaten schlafen Babys durchschnittlich 16 bis 18 von 24 Stunden.
  • Der Schlaf ist gleichmäßig auf etwa fünf Schlafphasen verteilt.
  • Manche Babys schlafen schnell ein und früh durch, bei anderen "gelingt" beides noch nicht so gut. So unterschiedlich kann der Alltag ablaufen. Übrigens können Säuglinge, die anfangs echte Schlafmützchen waren, wieder ihr Schlafverhalten ändern. Es kann auch nur eine gute Phase gewesen sein, so wie auch die "schlechten" Phasen sich wieder ändern können.

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Wann entwickelt mein Baby einen Schlafrhythmus?

Schon in Mamas Bauch wechselt der Zustand vom Fötus in Schlafen, Träumen und Wachsein ab. Das passiert etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche. Diesen Rhythmus bringt das Neugeborene dann auch nach der Geburt mit sich. Die Schlaf- und Wachphasen sind über den Tag gleichmäßig verteilt. Tag-und-Nacht-Wechsel kennen die kleinen Würmer natürlich noch nicht, ebenso wenig wie feste Essens- und Schlafzeiten.

Das ändert sich langsam nach dem Wochenbett. Nach etwa sechs Wochen bekommt das Schlafverhalten der meisten Winzlinge etwas mehr Struktur. Vielleicht lässt sich sogar schon ein Tag-und-Nacht-Wechsel erkennen. Viele Babys sind abends meistens um denselben Zeitraum müde und wachen nachts und morgens zu ähnlichen Zeiten wieder auf. Ab dem 6. Monat können die kleinen Weltentdecker schon nachts bis zu sechs Stunden am Stück schlafen. Natürlich gibt es Schlafmützen, die das schon vorher können, während andere Nachteulen noch länger brauchen. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres schlummern 80 % der Babys etwa sechs bis acht Stunden durch.

Wie bekommt mein Baby einen Schlafrhythmus?

Ein regelmäßiger Ablauf tagsüber legt den Grundstein für eine ruhige Nacht. Feste Routinen und Strukturen helfen dem Baby, sich geborgen zu fühlen und nicht übermüdet und überreizt am Abend zu sein. Also haltet euch so oft es geht an ähnliche Zeiten fürs Spielen, Stillen/Fläschchen geben bzw. Füttern, Mittagsschläfchen, Ruhepausen, Baden etc. Diese Orientierung  hilft den Kleinen, ihren Rhythmus zu finden.

Insbesondere in der zweiten Tageshälfte sollte nicht zu viel Action und Überraschendes passieren, da euer Nachwuchs so langsam vom Tag runterkommen will, wo es wieder so viel Neues zu entdecken gab. Besonders durch die Abendrituale wie Baden, kleine Massage, Buch vorlesen etc., lernt das Baby, dass bald Schlafenszeit ist, und stellt sich darauf ein. Somit kommt das "ins Bett gehen" nicht aus dem Nichts für ihn, sondern ihr habt es "angekündigt". Und das ist eine große Hilfe für ihn, damit es ohne Einschlafprobleme seinen Weg ins Schlummerland findet.

Übrigens: Es ist kein Weltuntergang, wenn ihr mal z. B. wegen einer Familienfeier oder Reise den Rhythmus des kleinen Wonneproppens durcheinanderbringt. Das bedeutet nicht, dass ihr wieder von vorne anfangen müsst und totales Chaos herrscht. Nach ein paar Tagen pendelt sich alles wieder ein, wenn euer Baby sich wieder im gewohnten Tagesablauf befindet.

Mein Baby will nicht selber einschlafen: Wie kann ich ihm helfen?

"Ich will noch nicht schlafen". So würden bestimmt einige Mäuse protestieren, wenn sie schon sprechen könnten. Obwohl sie schon total müde sind. Aber die kleinen Schlafverweigerer sind vielleicht noch zu sehr aufgedreht und schaffen es nicht, alleine sich zu beruhigen und runter zu kommen. Das oder viele andere Gründe können der Grund dafür sein, dass sich euer Liebstes nicht so einfach in den Schlaf ablegen lässt und einfach seine Äuglein zu macht. So ein Bilderbuch-Verhalten ist auch nicht die Regel.

Die meisten Babys brauchen einen "Begleiter" in die Nacht wie Schnuller, Schmusetuch, Pucken, Mamas Brust oder Papas Hand. Und das kann mehr oder weniger manchmal anstrengend für die Eltern werden, wenn sie jeden Abend gefordert sind – das wollen wir gar nicht abstreiten. Aber für euer Baby ist das eine große Hilfe, wenn ihr es dabei unterstützt, in den Schlaf zu finden.

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Habt übrigens keine Angst davor, dass ihr eurem Kind etwas "angewöhnen" würdet, wovon es nie wieder loskommt. Wie bei allen Entwicklungsschritten ist das alles eine Frage des Alters: Eure Maus wird eines Tages windelfrei sein, vom Familientisch mitessen und auch selber einschlafen. Nur keine Panik! Ausführliche Tipps für die Einschlafhilfe bei Babys gibt es hier:

Warum wird mein Baby nachts ständig wach und weint?

Es ist dunkel, alles schläft, die Nachtruhe ist eingekehrt? Nicht so ganz, der Jüngste bei euch zuhause meldet sich immer wieder – teilweise auch mit lautem Protest. Das geht natürlich für alle Familienmitglieder an die Substanz.

Und bei der Ursachenforschung, warum das Baby im Schlaf weint, könnt ihr nachts im wahrsten Sinne des Wortes erst mal im Dunkeln tappen, denn es kann ganz unterschiedliche Gründe haben wie z.B. zu warme/leichte Babykleidung, Hunger, volle Windel, Nachtschreck oder 3-Monats-Koliken. Wichtig ist, dass ihr, so kräftezehrend es auch sein kann, für euren Winzling da seid, und versucht ihn mit Streicheleinheiten und lieben Worten zu trösten und zu beruhigen, damit der kleine Mensch weiß, dass er nicht ganz alleine mit seinen "Qualen" ist.

Wenn die ruhigen und erholsamen Nächte wirklich eine Ausnahme bleiben, dann geht zum Kinderarzt, um einen medizinischen Hintergrund auszuschließen. Wendet euch auch an eine Schreiambulanz und lasst euch dort beraten, wie ihr eurem Schreibaby helfen könnt – und somit euch als Eltern ebenfalls.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kindergesundheit-info.de

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Mein Fazit

Den lustigsten Spruch, den ich von einer lieben Mama-Freundin mit 2 Kindern bekommen habe, als ich übermüdet von gefühlt schlaflosen Nächten mit meiner Tochter berichtet habe und warum denn andere Babys mehr schlafen würden: "Nirgendwo wird so viel geflunkert wie unter Müttern." Nein, ich will damit nicht unterstellen, dass alle Mamis nicht die Wahrheit sagen. Aber der Satz bringt es ganz gut auf den Punkt, dass man sich nicht verunsichern lassen soll, wenn die anderen Eltern (ungefragt) einem unter die Nase binden, was denn der oder die Kleine schon mit x Monaten schon gemacht haben bzw. nicht mehr gemacht haben. Denn wer weiß schon, ob das wirklich den Tatsachen entspricht. Denn seien wir mal ehrlich, ein gewisser Konkurrenzdruck und Kinder-Vergleichen schwebt mal subtil, mal offensichtlich, irgendwie schon oft im Raum.

Bildquelle: Amax Photo/Getty Images

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