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Die 11 nervigsten No-Gos beim Familientreffen zu Weihnachten

Die 11 nervigsten No-Gos beim Familientreffen zu Weihnachten

Bitte nicht!

Weihnachten sollte das Fest der Liebe sein. So die Theorie. Die Praxis sieht da oft ganz anders aus, wenn es zum Beispiel unterm Weihnachtsbaum wieder Krieg gibt, weil die Kinder die Geschenke von Oma doof finden oder das festliche Mahl nicht essen wollen. Weihnachten ist oftmals ziemlich überladen mit Erwartungen und wir kommen Menschen nahe, die wir häufig das ganze Jahr über selten gesehen haben. Da kann man schon mal zum Grinch werden, oder?! Diese typischen Weihnachts-No-Gos gehen vielen von uns jedes Jahr auf die Nerven ...

... dabei könnte es so einfach sein: Wenn jeder von uns sich an ein paar "Regeln" hält, wäre das Ganze etwas entspannter. Erkennt ihr euch und eure Familie in diesen No-Gos wieder?

#1 Immer nur das schenken, was man selber gern hätte

Wie schön es wäre, wenn es den Weihnachtsmann oder das Christkind wirklich gäbe. Dann müsste er sich in überfüllte Malls stellen oder sich die langen Gesichter beim Auspacken der Geschenke ansehen. Doch leider wissen wir Eltern ja, dass wir es sind, die jedes Jahr die Online- und Offline-Shops durchstöbern nach den besten Angeboten, nur um unseren Lieben eine Freude zu machen. Schenken will aber gelernt sein: Allen Schenkende sollten sich die oberste Maxime zu Herzen nehmen: Schenkt immer genau das Gegenteil von dem, was ihr euch wünscht. Bzw. versetzt euch in denjenigen, dem ihr eine Aufmerksamkeit machen möchtet und fragt euch: Was mag er oder sie und womit kann ich ihm oder ihr wirklich eine Freude machen?

#2 Sich nicht an die Geschenkeliste halten

Ich selbst habe als Kind öfter mal eine Liste geschrieben, die der Weihnachtsmann dann so nicht wirklich erfüllt hat. Irgendwie wusste ich das auch ;) Wunschzettel sollen die Schenkenden nicht unter Druck setzen, die Geschäfte leer zu kaufen. Aber er hilft dabei, die Wünsche der Familie zu erfüllen. Im Austausch mit den Eltern der Familie.de-Redaktion herrschte Einigkeit: Liebe Großeltern, Eltern, Schwiegereltern, bitte versucht euch an die Geschenkeliste zu halten, die wir Eltern (zusammen mit den Kindern) erstellen. Dann bekommt jede*r das Geschenk, was er sich wünscht und wir müssen später nicht Dinge nachkaufen. Zumal es auch viel nachhaltiger ist, einfach gezielt nach Wunsch zu schenken, als wenn die Hälfte später im "Müll" landet oder bei Ebay Kleinanzeigen. Das ist wirklich nicht böse gemeint!

#3 Immer dasselbe Festmahl auftischen

Weihnachten ist bei vielen Familien auch ein kulinarisches Fest. Heiligabend gibt es meist mittags und abends dasselbe - einfach weil es schon immer so gemacht wird. Am ersten und zweiten Weihnachtstag überbieten wir uns dann alle mit Festtagsbraten und Weihnachtsschmaus. Aber was ist, wenn man davon einfach abweicht? Wieso nicht mal Burger oder Spaghetti-Bolognese? Ist das so schlimm oder weniger festlich?

Ich finde es ja schöner, wenn das Kind dann auch wirklich etwas isst, weil es seine Lieblingsnudeln kriegt, als wenn wir lange Gesichter und Tobsuchtsanfälle am Weihnachtstisch ertragen müssen. Mit Süßkram vollstopfen, weil das Mittagessen zu edel und erwachsenenmäßig war, ist ja ebenfalls keine Lösung.

#4 Nicht auf Essvorlieben der Familie achten

Da kommen wir auch schon zum nächsten No-Go: Egal ob wir selbst an Weihnachten kochen oder bei den Großeltern zu Besuch sind. Es wäre schön, wenn man nicht jedes Jahr wieder betonen müsste, dass man kein Fleisch ist. Dabei ist ein vegetarisches Weihnachtsessen wirklich nicht so schwer, bzw. kann man ein paar Komponenten weglassen für diejenigen in der Familie, die auf Fleisch und Fisch verzichten. Warum immer wieder die Diskussion, wer etwas warum nicht isst? Das macht uns alle nur verrückt und sorgt nicht für Harmonie. Wir Eltern sollten die Kinder nicht zwingen, edles Steak zu essen, wenn sie das einfach "Bäh" finden. Dasselbe gilt auch für die Großeltern, die sich erinnern könnten, dass wir manche Dinge schon immer nicht mochten.

#5 Viel zu viele Geschenke besorgen

Diesen Fehler machen meist eher Eltern und Großeltern kleiner Kinder. Weil man nie weiß, was man dem Kind gerade besonders gefällt, kauft man viel zu viel. Oder man kauft mehr, weil man denkt, dann sucht es sich heraus, was es am meisten mag. Irgendwas wird schon dabei sein. Dagegen hilft die besagte Geschenkeliste bzw. der Weihnachtswunschzettel. Lasst eure Kinder einen ausfüllen und verteilt ihn auch an die Großeltern, so ist allen geholfen. Gebt aber vor, dass jeder nur maximal 2 Geschenke davon besorgen darf, sonst ist es wieder viel zu viel. Kinder lernen Weihnachten nicht schätzen, wenn wir sie überhäufen. Am Ende ärgern wir uns, wenn sie mit dem teuren Spielzeug einfach nicht spielen oder die Geschwister streiten untereinander, weil einer das angeblich "bessere" Geschenk bekommen hat.

#6 Auf Traditionen beharren, obwohl die Familie es mal anders machen möchte

Nicht jeder mag Weihnachten bzw. möchte die Feiertage so verbringen, wie es sich Eltern und Großeltern oder Geschwister wünschen. Natürlich geht es an Weihnachten darum, in der Familie zusammenzukommen. Da sich viele das restliche Jahr über nicht sehen, ist diese Zeit dann wirklich etwas Besonderes, das man zusammen feiern möchte. Wenn aber die Kinder mal Weihnachten allein in einer Hütte in den Bergen oder auf einer warmen Insel verbringen möchten? Ohne Opa, Oma, Tanten und Onkels? Warum nicht, wenn das ihr größter Wunsch ist? Man könnte sich ja auch danach an Silvester treffen oder später mal.

Ähnlich ist es mit Traditionen wie dem Kirchengang, der Weihnachtsmesse, dem Weihnachtsmann spielen bei der Bescherung oder dem Spaziergang am Nachmittag. Wenn einige Familienmitglieder das nicht möchten, muss man wirklich nicht darauf beharren. Es sorgt für mehr Entspanntheit, wenn man vorher einmal fragt, ob jeder das gut findet und das auch mitmachen möchte. Was bringt es denn, wenn die Hälfte sich dabei nicht wohlfühlt?

#7 Viel zu hohe Erwartungen haben

Sobald die Tage im Herbst kürzer werden und es auf den November zugeht, freuen sich viele doch schon auf Weihnachten! Manche machen sich Wochen vorher schon Pläne und Gedanken, wie alles ablaufen soll, was gekocht wird, wer was schenkt und wie die Kinder beschäftigen werrden. Doch letztlich erzeugen diese hohen Erwartungen an das Weihnachtsfest nur negativen Druck, dass es etwas Besonderes werden muss. Nicht zu viele Pläne machen, den Tag nicht so vollstopfen und weniger Essen kochen. Dann hängt auch die ganze Arbeit und Vorbereitung nicht nur an den Großeltern bzw. Eltern.

Mein Lieblings-Satire-Video für das Weihnachtsfest ist dieser herrliche Sketch vom Bohemian Browser Ballet. Er trifft wirklich 100 % zu bzw. erkennt sich da garantiert jede Familie wieder:

#8 Sich mit Verwandten treffen, obwohl man sich eigentlich gar nicht kennt

Bei meinem persönlichen Weihnachtsfest ist das zwar nicht der Fall, aber ich kenne einige, die Weihnachten in richtig großer Runde feiern. Wir sind lediglich mit unserer Tochter und den Eltern zusammen und sehen uns sowieso regelmäßig. Doch manche Familien treffen sich auch mit Cousinen, Onkels, Tanten uvm. Nicht immer ist das angenehm, vor allem für Familienmitglieder, die sich sehr selten sehen oder wo es diverse Differenzen gibt. Wäre es da nicht viel ehrlicher, zu sagen, man trifft sich nur im kleinen Kreis? Bzw. wenn es einem so unangenehm ist, kann man doch ehrlich sein und sagen, man bleibt dieses Jahr zu Hause oder man möchte es anders machen. Und: Kinder haben auch feine Antennen und mögen manche Menschen nicht. Dann solltet ihr das ernst nehmen und sie nicht zwingen, mit andern Kindern oder Erwachsenen Zeit zu verbringen.

#09 Den Anderen bezüglich unangenehmer Themen löchern

Genau das passiert häufig bei Menschen, die man nicht oft sieht. Als Unterhaltungsthemen am Mittags- oder Kaffeetisch wird dann meist nach Beziehungsstatus, Arbeit oder Privatleben gefragt. Man weiß doch gar nicht, ob da gerade alles in Ordnung ist. Was aber, wenn das so gar keine unverfänglichen Themen für den- oder diejenigen sind? Auch bohren manche Eltern an solchen Festivitäten gerne bei den Themen Nachwuchs und Kinderwunsch nach. Lasst das, bitte!

Das ist besonders peinlich, wenn ihr euren neuen Partner bzw. die Partnerin mitbringt und dann solche Fragen gestellt werden. Wir sollten solche Themen nie so nebenbei ansprechen, weil man auch in der eigenen Familie ja nicht weiß, wie da der Stand gerade ist. Keine*r muss darauf eine Antwort geben, wenn er oder sie nicht möchte, eventuell kann das in ein Fettnäpfchen führen und die ganze festliche Stimmung ist dahin.

#10 Beim Ablauf nicht nach den Wünschen der Kinder zu fragen

Gerade kleine Kinder werden selten gefragt, wenn es um Abläufe für ihren Geburtstag oder Weihnachten geht. Wir denken, dass wir das eh besser wissen und alles organisieren müssen. Also fragen wir gar nicht erst. Wie wäre es denn, wenn wir sowohl die Kleinsten als auch die größeren Teenager-Kinder in die Feiertagsabläufe einbeziehen?

Eventuell kommt es dann nicht zum Eklat, wenn sie mitentscheiden dürfen, wann was gegessen wird, wann und ob man spazieren geht oder nicht. Natürlich wollt ihr nicht, dass sie sich wünschen den ganzen Tag zu streamen oder am Handy zu spielen. Aber lasst sie doch teilweise mitentscheiden und kommt ihnen ein wenig entgegen mit Kompromissen. Dann fühlt sich jeder ernst genommen und es könnte etwas stressfreier werden.

#11 Nicht durchatmen und viel zu viel Stress verbreiten

Wer jedes Jahr wieder völlig genervt von Weihnachten ist, und die obigen No-Gos alle irgendwie von sich oder seinen Lieben kennt: Einfach mal durchatmen, weniger planen, weniger listen und auf das besinnen, worum es geht: Mit den Menschen, die man zu seiner Familie zählt (das können auch Freunde sein) ein paar ruhige schöne Tage verbringen und gemeinsam die Dinge tun, die man gern macht. Ob das Spiele sind, draußen Herumtoben, Schlitten oder Rad fahren, sich drinnen einkuscheln und lesen oder vorlesen, Filme und Serien gucken oder auch ein übertrieben üppiges Mahl kochen – wenn ihr das wirklich alle wollt und sich jede*r damit wohlfühlt, dann gestaltet eure Feiertage doch so, wie ihr das für richtig haltet.

Katja Nauck

Oh du fröhliche ...

... ich hab sicherlich das ein oder andere No-Go vergessen. Da hat ja jeder so seine persönlichen Ansichten und einige sind auch mit einem Augenzwinkern gemeint. Letztlich können wir froh sein, wenn wir unsere Familie überhaupt noch haben und zusammen kommen können. Auch wenn es jedes Jahr eine Herausforderung für jeden ist, freuen wir uns, dass wir gesund ist. Das ist ja in der aktuellen Lage so gar nicht selbstverständlich.

Vielleicht findet ihr euch darin auch so gar nicht wieder und habt eine ganz andere Meinung oder Erfahrung? Erzählt mir gern eure lustigsten oder nervigsten Weinachts-No-Gos oder Erlebnisse. Ihr findet meine Mailadresse oben unter meinem Profil verlinkt. Ich wünsche euch jetzt schon eine schöne Vorweihnachtszeit und entspannte Festtage!

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Bildquelle: Getty Images/Mukhina1 | Getty Images/dragana991

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