Fehlgeburt: Ursachen für das vorzeitige Ende der Schwangerschaft

Warum hat es nicht geklappt? Eine Fehlgeburt kann unterschiedliche Gründe haben.

In Deutschland enden sieben bis acht Prozent aller Schwangerschaften vorzeitig. Für eine Fehlgeburt Ursachen zu finden, macht den Verlust des Embryos oder Fötus nicht weniger traurig. Aber es kann helfen, mögliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, bevor du erneut versuchst, schwanger zu werden.

Fehlgeburt: Ursachen

Fehlgeburt: Ursachen liegen nicht immer in deiner Macht.


Frühschwangerschaft: Mehr Fehlgeburten, als viele ahnen

Besonders in der Frühschwangerschaft, vor allem in den ersten vier Wochen, kommt es besonders leicht zu einer (nicht selten unbemerkten) Fehlgeburt – oft schon, bevor die Schwangerschaft festgestellt wurde. Bei Frauen unter 30 scheitert fast die Hälfte aller beginnenden Schwangerschaften frühzeitig mit einer Fehlgeburt, wenn die befruchtete Eizelle nicht lebensfähig wäre. Bei älteren Müttern liegt die Quote noch höher und nimmt mit steigendem Alter zu.

Infektionen: Oft der Grund für eine Fehlgeburten

Infektionen sind einer der häufigsten Gründe für Fehlgeburten. Wenn der Milchsäureschutzschild, der die Scheide vor Bakterien, Pilzen und Viren schützt, beispielsweise durch falsche Ernährung geschwächt ist, kann es leicht zu Infektionen kommen. Die bakterielle Vaginose trifft zum Beispiel 15 bis 20 Prozent aller Schwangeren. Früh genug erkannt lässt sie sich behandeln. Andernfalls droht das Hinaufwandern der Infektion in den Gebärmutterhals, wo sie die Einnistung und das Wachstum behindern kann. Das kann schlimmstenfalls eine Fehlgeburt zur Folge haben.

Körperliche Gründe für eine Fehlgeburt

Eine verformte Gebärmutter oder ein sogenannter "schwacher" Gebärmutterhals können den Fortgang einer Schwangerschaft stören. Beides wird manchmal erst nach mehreren Fehlgeburten bemerkt, kann aber mit operativen Eingriffen korrigiert werden, sodass es doch noch möglich ist, ein Baby zu bekommen.

Können Stress oder Sport eine Fehlgeburt auslösen?

Stress ist ein allgegenwärtiger und dehnbarer Begriff, von daher sollte man im Hinblick auf ein Fehlgeburtsrisiko unterscheiden: Wer öfter Überstunden schiebt und sich gelegentlich mit Kollegen zofft, wird vermutlich keine Fehlgeburt dadurch erleiden. Extremer Stress, wie ihn schwere Schicksalsschläge auslösen, ist da schon ernstzunehmender. Allerdings ist es schwierig, Schock und Traumata aus dem Weg zu gehen – sicher möchte sich niemand in eine so belastende Situation begeben, ob nun schwanger oder nicht.

Aber wie ist es mit Sport? Werdende Mütter sollten sich schonen, das glauben und befolgen einer Studie der Coventry University zufolge 27 Prozent der werdenden Mütter. Doch dass Sport eine Fehlgeburt auslösen könnte, wird von Wissenschaftlern bezweifelt. Extremsport und Leistungssport sind hier nicht gemeint. Ganz normale sportliche Aktivität sollte in Ordnung sein.

Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Gefahr von zu viel Trägheit. Starkes Übergewicht kann nämlich das Risiko einer Fehlgeburt durchaus erhöhen, wie diese britische Studie zeigt.

Fehlgeburt: Ursachen, die du beeinflussen kannst

Ursachen für eine Fehlgeburt können auch Faktoren sein, die du beeinflussen kannst, wie zum Beispiel Alkohol und Nikotin sowie Drogenmissbrauch. Diese negativen Einflüsse sind vor allem bei ungeplanten Schwangerschaften Faktoren, die zu einer Fehlgeburt führen können, weil die befruchtete Eizelle frühzeitig so geschädigt wird, dass sie sich nicht weiter entwickeln kann.

Aber: Wer in der frühen Schwangerschaft weiter trinkt und raucht, verliert sein Kind nicht zwangsläufig, fügt ihm aber dennoch Schäden zu. Deshalb sollte man dies möglichst vermeiden und sich im Vorfeld bewusst machen, ob man gerade ein Kind zeugen möchte oder aber lieber verhütet.

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