U7a-Untersuchung: Alle Infos zu achten Vorsorgeuntersuchung

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U7a-Untersuchung: Alle Infos zu achten Vorsorgeuntersuchung

Die achte Vorsorgeuntersuchung wird in der Regel zwischen dem 34. und 36. Lebensmonat angesetzt. Bei der U7a wird besonderen Wert auf mögliche Verhaltensauffälligkeiten gelegt

Bei der U7a-Untersuchung wird besonders auf Verhaltensauffälligkeiten geachtet.

Nach der U7 folgt nicht die U8, sondern zuerst noch die U7a. Diese achte Vorsorgeuntersuchung findet um den dritten Geburtstag herum statt. Euer Kind ist jetzt schon ein richtiges Kleinkind mit allem, was dazu gehört: lautstarken Autonomie-Forderungen, eigenem Geschmack in Essen und Kleidung, knallhartem Verhandlungsgespür und einer manchmal schizophren anmutenden Selbstfindung. Alles ganz normal.

Das wird bei der U7a-Untersuchung untersucht

Um wirklich sicher zu stellen, dass sich euer Kind altersgerecht entwickelt, nimmt der Kinderarzt euer Kind psychisch und physisch genau unter die Lupe. Zusätzlich gibt es für die Eltern mehrere Elternfragebögen zum Ausfüllen.

Körperliche Untersuchung

  • Größe, Gewicht und Kopfumfang werden gemessen und in den Perzentilenkurven vermerkt
  • Herz und Lunge werden abgehört
  • Untersuchung der Wirbelsäule und des Beckens
  • Check der Beine und Füße (auf Fehlstellungen wie X- oder O-Beine und Plattfüße, etc.)
  • Sehtest

Untersuchung der Sprachentwicklung

  • Sprachfragebogen zum Wortschatz des Kindes
  • Test im Dialog: Mehrzahl bilden, Benutzung verschiedener Begriffe erklären, einfache Sätze aus mehreren Wörtern bilden, Sätze mit Nebensatz bilden

Test der Fein- und Grobmotorik

  • Einen Ball fangen
  • Hüpfen, evtl. auf einem Bein
  • Schneiden (oder andere feinmotorische Tätigkeit)
  • Zeichnen (oder ähnliche Aufgabe)
  • In die Knie gehen und aufstehen

Wichtig ist, dass euer Kind nicht alle Übungen und Tests können muss. Bei der U7a-Untersuchung hat euer Kind ein Alter erreicht, in dem es diese Aufgaben theoretisch schon lösen kann. In der Praxis können die wenigsten bereits alles davon. Also macht euch keinen Stress, wenn euer Kind einige Aufgaben noch nicht kann.

Der Mannheimer Elternfragebogen

Bei der achten Vorsorgeuntersuchung liegt auch ein besonderes Augenmerk auf möglichen Verhaltensauffälligkeiten, die sich bereits in diesem Alter in verschieden starker Ausprägung zeigen können. Euer Kinderarzt will mit eurer Hilfe versuchen herauszufinden, ob es in Zukunft möglicherweise Probleme mit dem Verhalten eures Kinds geben könnte, denen man jetzt schon vorbeugen kann. Ein Instrument zur Untersuchung, ob Verhaltensauffälligkeiten vorliegen, ist der Mannheimer Elternfragebogen (MEF). Wer schon einmal einen Blick in den Fragebogen werfen möchte, findet den MEF hier.

Ernährungsgewohnheiten und Gefahren im vierten Lebensjahr

Wie bei den anderen U-Untersuchungen ab Beikostalter wird auch bei der U7a nach den Ernährungsgewohnheiten eures Kindes gefragt und eventuell Anregungen gegeben. Dieser Teil der Untersuchung fällt jedoch meist eher kurz aus, sofern ihr selbst keine Fragen habt.
Eure Kinderärztin wird euch zudem wieder über die spezifischen Gefahren (zumindest einem Teil davon) aufklären, die für Kinder zwischen drei und vier ein erhöhtes Unfall- und Verletzungsrisiko darstellen. Zusätzlich bekommt ihr in vielen Fällen ein Merkblatt mit den größten Gefahren mit nach Hause.

Abfrage des Impfstatus

Bei der achten Vorsorgeuntersuchung wird wie immer der Impfausweis eures Kindes gecheckt. Wenn ihr nach Vorgaben der ständigen Impfkommission (Stiko) geimpft habt, dürften zum Zeitpunkt der U7a-Untersuchung keine Impfungen mehr ausstehen. Wenn ihr nach einem individuellen Impfplan impft, besprecht mögliche noch offene Impftermine mit eurem Kinderarzt.

Quellen:
Kindergesundheit-info.de der Bundzentrale für gesundheitliche Aufklärung

Kinderärzte im Netz

Kinderärzte im Netz: Mannheimer Elternfragebogen

Bildquelle: Getty Images

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