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Politik für verkürzte Sommerferien: Was wird aus dem ersehnten Sommerurlaub?

Politik für verkürzte Sommerferien: Was wird aus dem ersehnten Sommerurlaub?

Keine Sommerreise?

Die Kitas und Schulen werden wohl leider noch eine Weile geschlossen bleiben. Das heißt, viele Kinder verpassen nun wertvollen Unterricht. Damit die Schüler den Lernstoff nachholen könnten, fordert ein Unionspolitiker jetzt wie schon im letzten Jahr die Sommerferien zu verkürzen. Wenn das so kommt, sollten sich Eltern bei der Urlaubsbuchung gedulden. Heißt das jetzt, wir müssen auf Sommerurlaub auch dieses Jahr wieder verzichten?

Schulen bis auf Weiteres geschlossen

Noch bis Ende Januar sind die meisten Schulen in Deutschland definitiv geschlossen. Für die Abschlussjahrgänge gibt es teilweise gesonderten Präsenzunterricht, damit wichtige Prüfungen stattfinden können. Doch einen geregelten Schulalltag wird es vorerst für viele Schüler nicht geben.

Das heißt: Viele Kinder und Jugendliche sind derzeit zu Hause und müssen schwierige und wichtige Schulthemen im Alleingang oder mit Hilfe der Eltern nachholen bzw. im Selbststudium erlernen. Dass das mehr schlecht als recht funktioniert, wissen viele Eltern und Lehrer aus dem letzten Frühjahr schon.

Sommerferien verkürzen, um Lernstoff nachzuholen

Da wie im letzten Schuljahr wahrscheinlich auch im Sommer wieder am ehesten ein Regelschulbetrieb möglich ist, fordert Unions-Fraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus, die Sommerferien zu verkürzen. Diese Forderung wurde auch im letzten Jahr schon laut, aber dann nicht umgesetzt. Ralph Brinkhaus zufolge sollten die Schulminister jetzt in Ruhe darüber nachdenken, wie man mit den Sommerferien umgeht.

Das Entscheidende für das Leben ist doch nicht, ob ich drei Wochen länger Ferien habe oder nicht.

Ralph Brinkhaus zu RTL

Können Familien die Sommerurlaubsplanung erstmal vergessen?

Für den Politiker zählt, dass die Schüler die versäumte Zeit, die wohl eine weitere wochenlange Schulschließung mit sich bringen wird, irgendwie nachholen können. Das ist auch in Sachen Lernen folgerichtig. Doch gerade Familien mit Kindern brauchen die Auszeit im Sommer und freuen sich jetzt schon darauf, sich vom anstrengenden Corona-Winter zu erholen.

Doch Herr Brinkhaus argumentiert, dass viele Familien sich sechs Wochen Reisen sowieso nicht leisten könnten und daher darauf verzichten könnten.

Ehrlich gesagt: Wer fährt sechs Wochen in den Urlaub? Die meisten können sich das nicht leisten. Dementsprechend ist es so, dass man da auch drei oder zwei Wochen ganz gut unterbringen kann.

Ralph Brinkhaus zu RTL

Sicherlich können sich einige Familien nicht leisten, mehrere Wochen zu verreisen. Aber darum geht es doch auch nicht unbedingt. Es geht darum, dass Familien vor allem nach einem sehr langen und anstrengenden Lockdown den Sommer zur Entspannung brauchen. Auch für die psychische Gesundheit. Viele Studien haben im letzten Jahr gezeigt, was der lange Lockdown mit den Familien und den Kindern sonst macht.

Schüler brauchen den Präsenzunterricht, um gut zu lernen. Doch können verkürzte Sommerferien die Lösung sein?

Quelle: RTL.de

Bildquelle: Getty Images/Imgorthand

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