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Ambulante Geburt: Nach der Geburt direkt nach Hause

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Ambulante Geburt: Nach der Geburt direkt nach Hause

Die Mehrzahl der Mamas entscheiden sich für eine Klinikgeburt. Geht es dir und deinem Baby gut, kann eine ambulante Geburt ein toller Start ins Wochenbett sein – zuhause und umrandet von euren Liebsten. Dabei gibt es einiges zu planen und zu beachten. Und manchmal ist es trotzdem besser, ein paar Tage in der Klinik zu bleiben.

Was ist eine ambulante Geburt?

Eine ambulante Geburt ist eine klassische Klinikgeburt ohne Aufenthalt auf der Wochenbettstation. So bleibst du mit deinem Baby nach der Geburt wenige Stunden im Kreißsaal, während deine Wunden versorgt und bei deinem Kind die U1 durchgeführt wird. Ist alles ok, könnt ihr direkt wieder nach Hause fahren und die erste Nacht in den eigenen vier Wänden verbringen.

Ab welcher SSW ist ambulante Geburt möglich?

Für eine ambulante Geburt ist es entscheidend, dass keine Risiken für Mutter und Kind bestehen – dies lässt sich erst direkt nach der Geburt deines Babys und unabhängig von der SSW entscheiden. Bei einer Frühgeburt, also vor der 38. SSW, ist eine ambulante Geburt nicht möglich bzw. nicht empfohlen, weil dein Kleines eine engmaschige Beobachtung und ärztliche Versorgung benötigt.

Wie plane ich eine ambulante Geburt?

Für eine ambulante Geburt empfiehlt es sich genauso oder sogar noch mehr als sonst, dich vorher in der Klinik anzumelden. So kannst du zusammen mit den Hebammen einen Geburtsplan erstellen und gegenseitige Erwartungen besprechen. Du musst nicht ansprechen, dass du direkt nach der Geburt nach Hause gehen möchtest und kannst das am Tag X spontan entscheiden. Aber es lohnt sich, nach den Regelungen zu fragen. Denn die Mindestaufenthaltsdauer nach der Entbindung ist in jeder Klinik anders. Meist beträgt sie vier bis sechs Stunden.

Besonders wichtig ist, deine Versorgung und die deines Babys zuhause sicherzustellen. Hier ist unsere Checkliste:

1. Hebamme finden

Je eher du eine ambulante Geburt mit deiner Hebamme besprichst, desto besser. Sie kann alle deine Fragen beantworten, Ängste nehmen und Tipps für eine gute Geburtsvorbereitung geben. Diese ist wichtig, um die Risiken von Komplikationen gering zu halten.

2. Nachsorge organisieren

Wenn du ambulant nach Hause gehst, wird deine Hebamme die komplette Nachsorge übernehmen, anfänglich sogar zweimal täglich. Deshalb ist für ihre Planung wichtig, über dein Vorhaben Bescheid zu wissen. Auch die Unterstützung im Haushalt und Wochenbett  sollte vorher geregelt sein, sei es durch deine*n Partner*in, eine Haushaltshilfe, eine Doula oder Angehörige.

Damit du und dein Baby entspannt ins Wochenbett starten könnt, ist es wichtig, dass sich jemand um euch kümmert. Bist du alleinerziehend oder dein*e Partner*in krank oder verhindert, kann deine Krankenkasse eventuell die Kosten für eine Haushaltshilfe übernehmen. Es ist wichtig, dass du dich nicht um Essen, Trinken oder gar Haushalt kümmern musst und dich voll auf dein Baby konzentrieren kannst. Schließlich gibt es hier keine Schwestern, die regelmäßig nach euch sehen.

3. Neugeborenen-Screening organisieren

Innerhalb der ersten 72 Stunden steht bei deinem Baby das Neugeborenen-Screening an. In der Klinik wird es sonst direkt auf der Wochenbettstation mit der U2 gemacht. Bei einer ambulanten Geburt kann deine Hebamme oder eine Kollegin den Bluttest übernehmen. Das solltest du also vorher unbedingt mit ihr planen. Wichtig: Vor dem Screening muss dich ein Kinderarzt aus rechtlichen Gründen aufklären. Am besten planst du noch vor der Geburt einen Termin ein.

4. Ambulante U2-Untersuchung planen

Die U2-Untersuchung findet zwischen dem zweiten und zehnten Lebenstag deines Babys statt – in der Klinik meist zusammen mit dem Screening an Tag zwei oder drei. Geht ihr ambulant nach Hause, muss der Kinderarzt zu euch kommen oder ihr in die Praxis fahren. Macht eure Hebamme das Screening, hat die U2 aber erstmal fast zwei Wochen Zeit. Wichtig: Nicht alle niedergelassenen Kinderärzte bieten die U2 an. Allerdings gibt es auch Kliniken, die die U2 durchführen können. Alles zur U2 findest du hier bei uns.

Was braucht man für eine ambulante Geburt?

Vieles ist genauso wie bei einer "normalen" Klinikgeburt. Trotzdem sind manche Sachen besonders wichtig, andere wenige kommen dazu, die du sonst in der Klinik bekommen würdest.

Ambulante Geburt: Was sollte ich in die Klinik mitnehmen?

Weil es bei der Geburt immer anders kommt, als geplant, ist es wichtig deine gut gefüllte Kliniktasche dabei zu haben. So bist du für den Aufenthalt auf der Wochenbettstation gerüstet, falls du dich spontan umentscheidest oder aus medizinischen Gründen länger bleiben solltest. Hier ist unsere Checkliste für die ultimative Kliniktasche! Wenn ihr wie geplant nach Hause dürft, sind folgende Dinge besonders wichtig:

  • Bequeme Wechselsachen für dich
  • Wechselsachen für deine*n Geburtspartner*in
  • Kleidung fürs Baby
  • Babyschale fürs Auto

Ambulante Geburt: Was brauche ich zuhause?

Da du das Wochenbett zuhause drei Tage eher antrittst, brauchst du neben den allgemeinen Empfehlungen Folgendes:

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Was spricht gegen eine ambulante Geburt?

Neben medizinischen sind auch persönliche Gründe relevant für die Entscheidung gegen eine ambulante Geburt. Die wichtigsten Faktoren sind:

Die wichtigsten Faktoren für eine ambulante Geburt sind eure Gesundheit, eine gute Betreuung und die Bereitschaft von deiner Seite, ab der ersten Nacht volle Verantwortung für dein Baby zu übernehmen. Selbst, wenn Hebamme und Kinderarzt organisiert sind, kann es zuhause stressiger sein als in der Klinik. Nämlich, wenn du niemanden hast, der dich in den ersten Tagen Vollzeit umsorgen kann oder es viele Konfliktsituationen gibt. Dann kann die Zeit in der Klinik eine bessere Alternative sein.

Geschwisterkinder zuhause sprechen nicht gegen eine ambulante Geburt: Im Gegenteil, viele Mehrfachmamas entscheiden sich für diesen Weg, um schneller ins gemeinsame Familienleben zu starten. So können Geschwister ab der ersten Nacht kuscheln und sich kennenlernen und niemand ist von Mama getrennt. Andere Mütter brauchen die exklusive Baby-Zeit im Krankenhaus gerade jetzt, auch, um sich von der Geburt zu erholen.

Geburtsverletzungen wie ein Dammriss oder -schnitt sind nicht unbedingt ein Grund, in der Klinik zu bleiben. Unsicherheit von deiner Seite, ob das ambulante Gehen doch die richtige Entscheidung ist, aber definitiv. Deswegen ist es nie zu spät, deine Pläne zu ändern und doch spontan auf der Wochenbettstation zu bleiben.

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Bildquelle: Getty Images/Rawpixel

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