Milch in der Schwangerschaft

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Milch in der Schwangerschaft

Wer schwanger ist und für zwei sorgen muss, sollte jeden Energiespender nutzen - allen voran Milch.

Milch - bedeutender Kalzium-Lieferant während der Schwangerschaft

Das Kalzium in Milch-Produkten schützt vor allem die Zähne. 1000 Milligramm Kalzium sollten Schwangere deshalb täglich zu sich nehmen, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Das ist nicht mehr Kalzium, als für Erwachsene ohnehin empfohlen wird. Frauen haben also während Schwangerschaft und Stillzeit keinen überdurchschnittlichen Bedarf an dem Mineral, das Knochen und Zähne härtet.

Kalzium-Mangel in der Schwangerschaft

Dennoch sollten Schwangere ihre Kalzium-Versorgung besonders im Auge behalten. Denn bei Kalzium-Mangel greift der Körper einer Schwangeren auf Reserven zurück, damit das Baby alles bekommt, was es zum Aufbau des Knochengerüsts braucht. So werden bei Kalzium-Mangel vor allem die Zähne der Mutter angegriffen, denn sie sind neben dem Skelett der wichtigste Speicher für das Mineral Kalzium. Bei Kalzium-Mangel wird das Kalzium somit aus den Zähnen abgebaut. Durch den erhöhten Östrogenspiegel während der Schwangerschaft macht den Speichel zudem saurer und verstärkt damit zusätzlich die Gefahr von Zahnlöchern.

Energiespender für die Schwangerschaft

Wie den Kalzium-Bedarf in der Schwangerschaft decken?

Jeden Tag ein großes Glas Milch, ein bis zwei Scheiben Käse und ein Becher Joghurt - das genügt, um den täglichen Kalziumbedarf während der Schwangerschaft zu decken. Für Schwangere sind fettarme Produkte am besten, deren Genuss über den Tag verteilt werden sollte. Besonders wichtig ist die Milchmahlzeit am Abend: Sie stellt sicher, dass der Körper in der Nacht genug Kalzium zur Verfügung hat, um die Speicher wieder aufzufüllen. Außerdem sind Milchprodukte eine gute Quelle für weitere wichtige Vitamine, wie beispielsweise A, B2, B12, und für Mineralstoffe, vor allem Zink.

Welche Milchprodukte sind während der Schwangerschaft geeignet?

Doch Vorsicht: Nicht alle Milchprodukte sind für Schwangere geeignet! Auf keinen Fall dürfen sie Rohmilch trinken, denn die könnte zu viele Listerien enthalten. Das sind Bakterien, die für gesunde Erwachsene ungefährlich sind, bei Babys aber Organschäden verursachen, sogar Fehlgeburten auslösen können. Wenn ein Milchprodukt Rohmilch enthält, muss das auf der Verpackung stehen. Weil Listerien bei hohen Temperaturen abgetötet werden, sind pasteurisierte Milchprodukte dagegen während der Schwangerschaft ungefährlich. Ratsam ist allerdings, sie nach dem Öffnen zügig zu verbrauchen, weil sich Bakterien in die Packung mogeln können. Zudem sollten Schwangere auf eingelegten Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen (zum Beispiel von der Käsetheke) verzichten und Käserinden abschneiden. Industriell hergestellter und verpackter Frischkäse ist dagegen unbedenklich. Einige pasteurisierte Milchprodukte bieten Schwangeren und Müttern besonders guten Schutz: Probiotischer Joghurt etwa enthält wichtige Milchsäure-Bakterien, die die Immunabwehr stärken können. Das scheint sich auch gut auf die Gesundheit des Kindes auszuwirken: Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass diese Milchsäure-Bakterien das Neurodermitis-Risiko beim Kind senken können.

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