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Muttermilch: Die neue Wunderwaffe im Kampf gegen das Coronavirus?

Super Antikörper

Muttermilch: Die neue Wunderwaffe im Kampf gegen das Coronavirus?

Muttermilch ist eine Art Zaubertrank, denn sie gibt dem Neugeborenen nicht nur Nahrung zum Wachsen, sondern füttert sein Immunsystem auch mit wichtigen Informationen. Forscher untersuchen jetzt, ob Muttermilch auch in der Lage wäre, Corona-Antikörper auf Säuglinge zu übertragen. Damit wären die Babys von Geburt an, immun gegen Covid 19.

So stärkt Muttermilch das Immunsystem des Säuglings

Muttermilch ist aus vielen wichtigen Nährstoffen zusammengesetzt, die ein Neugeborenes braucht. Eine der wichtigsten Bestandteile sind die Antikörper. Denn damit wird via Muttermilch das Immunsystem der Mutter auf den Säugling übertragen und er ist von Beginn an immun gegen bestimmte Krankheiten bzw. kann diese besser bekämpfen.

Antikörper werden produziert, wenn ein Virus den menschlichen Körper angreift. Dann werden die Informationen zur Bekämpfung des Virus gespeichert und er ist gewappnet, wenn das selbe Virus ein weiteres Mal angreift. Daher ist Stillen, wenn man es denn kann, eine der besten Varianten einen Säugling zu ernähren.

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Kann Muttermilch auch Corona-Antikörper übertragen?

An der New Yorker Icahn School of Medicine am Mount Sinai untersucht eine Forscherin Muttermilch von Frauen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Bisher konzentrieren sich die meisten Forschungen auf die Corona-Antikörper im menschlichen Blut. Rebecca Powell hingegen nimmt an, dass Antikörper, die mit der Muttermilch übertragen werden, viele Vorteile gegenüber denen im menschlichen Blut haben. Denn diese Art von Antikörpern müssen viel mehr aushalten und einen längeren Weg zurücklegen. Sie sind so konzipiert, dass sie sogar das Verdauungssystem eines Säuglings überleben und daher viel haltbarer.

Powell untersucht aktuell über 800 Muttermilchspenden von Frauen, die einen positiven Coronatest hatten. Nach einem Aufruf haben sich viele weitere Mütter gemeldet, die ihre Milch zu Forschungszwecken spenden möchten. Die Tests sollen herausfinden, ob diejenigen Mütter, die während der Schwangerschaft mit dem Coronavirus infiziert waren, bereits Antikörper gebildet haben, die beim Stilen auf den Säugling übergehen. Dadurch könnte dieser nicht nur immun gegen Covid 19 werden. Diese Antikörpertests an Muttermilch könnten auch einen Meilenstein in der Forschung darstellen, da diese Antikörper möglicherweise auch eine große Rolle in der Behandlung von anderen Corona-Patienten darstellen könnten.

Mütter, die an Corona erkrankt sind: Auf jeden Fall weiter stillen

Mütter, die am Coronavirus erkrankt sind, sollten auf jeden Fall weiter stillen. Sie müssen nur besondere Hygieneregeln beachten. Das empfehlen auch die WHO und das Deutsche Stillinstitut. Das Virus überträgt sich nach aktuellen Erkenntnissen nicht über die Muttermilch. Denn wie beschrieben, ist es wohl eher der Fall, dass sich die Antikörper der Mutter übertragen und das Baby immun dagegen wird. Ehe die ersten Ergebnisse vorliegen, wird es noch dauern. Doch wenn Muttermilch helfen würde, das Coronavirus zu behandeln, wäre das mehr als fantastisch.

Quelle: Mount Sinai

Bildquelle: Getty Images/South_agency

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