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Corona-Kinderkrankengeld wird erhöht: So viele Kinderkrankentage bekommt ihr bald

Corona-Kinderkrankengeld wird erhöht: So viele Kinderkrankentage bekommt ihr bald

Für alle Eltern?

Eltern, die ihre Kinder aufgrund von Kita- und Schulschließung zu Hause betreuen müssen, können dafür die neuen Corona-Kinderkrankentage einreichen. Hier erfahrt ihr, wer Anspruch auf das Kinderkrankengeld von der Krankenkasse hat und wie viele weitere Krankentage ihr bald bekommt.

+++ Update vom 13.04.: Corona-Kinderkrankentage werden erhöht +++

Angesichts der aktuellen Entwicklungen der Coronazahlen hat die Bundesregierung am Dienstag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Kabinett beschlossen. Demnach werden Schulen ab einer Inzidenz von 200 schließen und der Präsenzunterricht soll laut tagesschau.de nur noch mit zwei Corona-Pflichttests pro Woche stattfinden.

Zudem sollen die Corona-Kinderkrankentage je Elternteil von 20 auf 30 erhöht werden. Noch ist es lediglich ein Beschluss, es dauert noch ein wenig, ehe dies auch umgesetzt wird. Wir verraten euch, wie ihr die Kinderkrankentage für die häusliche Betreuung bei eurer Krankenkasse beantragt und was ihr dafür benötigt.

Jetzt Kinderkrankentage beantragen

Für alle Eltern, die keine Betreuungsalternative haben, ist es möglich, 10 bzw. bald 20 zusätzliche Corona-Kind-Krank-Tage pro Elternteil für 2021 in Anspruch zu nehmen. Alleinerziehende erhalten für Januar sogar 20 Tage mehr. Arbeitnehmer würden dann für die Zeit der Kinderbetreuung zu Hause bis zu 90 % ihres Nettolohnes als Ersatz erhalten.

Diese Eltern haben Anspruch auf das neue Kinderkrankengeld

Die Erhöhung des Kinderkrankengeldes ist auf das Jahr 2021 befristet und gilt rückwirkend zum 5. Januar. Ihr habt ab sofort und rückwirkend Anspruch auf das Kinderkrankengeld, wenn mindestens einer von euch angestellt und gesetzlich krankenversichert ist. Das Krankengeld gilt nur für Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder durch eine Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. Privat Versicherte können das Krankengeld nicht in Anspruch nehmen. Der Anspruch gilt für folgende Fälle:

  • Wenn die Schule oder Kita geschlossen ist
  • Wenn das Kind in Quarantäne muss
  • Wenn die Präsenzpflicht ausgesetzt ist
  • Wenn die Eltern aufgefordert werden, das Kind zu Hause zu betreuen

So stellt ihr den Antrag auf Kinderkrankengeld ohne Attest

Wenn ihr also jetzt mit euren Kindern zu Hause bleiben müsst und während dessen nicht arbeiten könnt, sprecht ihr zunächst am besten mit eurem Arbeitgeber, dass ihr die zusätzlichen Kind-Krank-Tage einreichen wollt.

Zusätzlich kontaktiert ihr eure Krankenkasse am besten direkt und fragt nach, wie ihr das Corona-Kinderkrankengeld jetzt beantragen könnt. Krankengeld bekommt ihr natürlich nur, wenn ihr keinen Lohn erhaltet und der Arbeitgeber euch von der Arbeit ohne Lohnersatz freigestellt.

So bekommt ihr das Kinderkrankengeld:

  • Ihr benötigt eine Bescheinigung der Kita oder Schule, dass euer Kind die Notbetreuung nicht Anspruch nimmt
  • Einige Krankenkassen bieten auf Ihrer Website Anträge wo ihr das Corona-Kinderkrankengeld beantragen könnt.
  • Schaut also auf der Website eurer Krankenkasse nach dem Corona-Kinderkrankengeld oder kontaktiert eure Kasse persönlich.

Und der Anspruch gilt auch dann, wenn Behörden den Eltern empfohlen haben, ihre Kinder pandemiebedingt lieber zu Hause zu betreuen. Eltern können sich in diesen Fällen die Bescheinigung für die Krankenkasse statt wie üblich vom Kinderarzt von der Kita oder Schule ausstellen lassen. Und selbst wenn die Eltern grundsätzlich im Homeoffice arbeiten könnten, besteht der Anspruch auf Kinderkrankentage. Diese Neuregelung ist flächendeckend und unbürokratisch.

Franziska Giffey

Versicherte der AOKNordost können den Antrag auf Kinderkrankengeld postalisch oder über die "Meine AOK-App" einreichen. Der Antrag darf sich sogar auf zukünftige Krankentage während des Lockdowns in den kommenden Wochen beziehen und gilt auch für Eltern, die aktuell oder generell im Homeoffice arbeiten.

Der Arbeitsmarkt wird immer familienunfreundlicher

Der Lockdown wird leider unter anderem wieder auf dem Rücken von uns Eltern ausgetragen. Arbeitgeber werden es zudem nicht gern sehen, wenn jetzt alle angestellten Eltern "kindkrank machen". Als Elternteil jetzt einen neuen Job zu finden, ist zudem auch utopisch. Denn wer stellt schon gern Eltern ein, die erstmal wochenlang ausfallen oder nur halbherzig Homeoffice machen können, weil sie ihre Kinder zu Hause betreuen und unterrichten müssen?

Quelle: bundesregierung.de, AOK Nordost, BMFSFJ

Bildquelle: Getty Images/Westend61

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