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FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Müssen Kinder jetzt auch FFP2-Masken tragen?

FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Müssen Kinder jetzt auch FFP2-Masken tragen?

Coronavirus

Markus Söder weitet für Bayern die Maskenpflicht aus: Ab kommender Woche müssen alle Menschen im Bayern beim Supermarkt-Besuch und in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine FFP2-Maske tragen. Jetzt prüft auch NRW, inwiefern dies sinnvoll wäre. Inzwischen wurde auch bekannt gegeben, ob Kinder ebenfalls eine FFP2-Maske tragen sollen und dass Bedürftige Gratis-Masken erhalten sollen.

In Bus, Bahn und Supermarkt nur noch mit FFP2-Maske

Um die Neuinfektionszahlen des Coronavirus weiter zu senken, hat der bayerische Freistaat während des Lockdowns verschärfte Maßnahmen beschlossen: Ab nächste Woche muss jeder, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt oder in einem Supermarkt einkaufen geht, eine FFP2-Maske tragen.

Diese Masken sollen den besten Schutz vor der Verbreitung der Viren bieten, weil sie als medizinische Maske am wenigsten Erreger durchlassen. Normaler Mund-Nasen-Schutz und Einwegmasken gelten als möglicher Schutz eher für die Mitbürger. Nur eine FFP2-Maske würde auch den Träger schützen. Doch das gilt auch nur, wenn ihr die Maske auch richtig tragt.

Kinder unter 15 Jahren sind davon befreit

Für Kinder unter 15 Jahren gilt die FFP2-Maskenpflicht nicht. Sie können weiterhin handelsübliche Einweg- oder Stoffmasken tragen. Zudem wäre eine FFP2-Maske für Kinder auch eher unvorteilhaft, denn sie schränken das Atmen insgesamt doch etwas ein und tragen sich weniger locker als die üblichen Communitymasken.

Kritische Gegenstimmen werden laut

Der plötzliche Vorstoß Bayerns, jetzt das Tragen von FFP2-Masken zu fordern, sorgt für Diskussionen. Es gebe laut Johannes Knobloch, Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene im Hamburger Universitätsklinikum, zwei Gründe, die die Sinnhaftigkeit dieser Pflicht in Frage stellen:

  • Viele Menschen könnten sich dadurch geschützter fühlen und damit weniger vorsichtig in Sachen Abstand und Kontakte werden.
  • Männer mit Bärten könnten zudem ein Problem bekommen, weil die Masken eng anliegen müssen bis übers Kinn. Und das sei nur mit glatt rasierter Haut möglich.

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Woher bekomme ich die Masken und wer finanziert diese?

Natürlich fragen sich jetzt viele Bayern, woher sie die Masken bekommen sollen. Ministerpräsident Markus Söder weist daraufhin, dass im Handel genügend FFP2-Masken verfügbar wären. Bayern habe eine eigene FFP2-Maskenproduktion in die Wege geleitet. Zudem gab Markus Söder bekannt, dass bayerische Landräte rund 2,5 Millionen Masken an Bedürftige verteilen würden. Jede Person, die darunter fällt, würde ca. 5 dieser Masken erhalten.

Zudem könne man ausreichend solcher Masken sowohl in Apotheken als auch im freien Handel kaufen. Es gibt sie sogar bei DM, Rossmann oder Real. Ihr solltet beim Kauf nur darauf achten, dass sie auch zertifiziert sind und der europäischen Norm entsprechen. Doch ihr könnt die Masken mit ein paar Tricks auch wiederverwenden.

Alle Risikopatienten erhalten seit Dezember bis zu 12 FFP2-Masken kostengünstig in der Apotheke. Es muss nur ein Unkostenbeitrag hinzugezahlt werden. Alle anderen müssen sich die Masken aktuell selbst kaufen.

Maskenpflicht mit FFP2-Masken bald auch in anderen Bundesländern?

Bayern war im Frühjahr auch eines der ersten Bundesländer, das die Maskenpflicht in den Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr eingeführt hat. Könnte nun das bayerische Beispiel wieder deutschlandweit die Runde machen?

Es wäre durchaus denkbar. Wenn das so kommen sollte, müsste sich die Bundesregierung definitiv etwas einfallen lassen, um Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu FFP2-Masken zu erleichtern. Immerhin kosten diese medizinischen Masken deutlich mehr als die Einweg- oder üblichen Mund-Nasen-Masken aus Stoff.

FFP2-Maske ist auch eine Kostenfrage

Zudem geht es ganz schön ins Geld, wenn wir uns nun monatlich für die ganze Familie neue FFP2-Masken kaufen müssten. Denn diese kann man ja nicht wiederverwenden, man trägt sie nur einmalig. Hoffen wir, dass sich die Regierung etwas einfallen lässt, wenn es dazu kommen sollte. Denn nicht jede Familie kann sich die monatlichen Kosten dafür so einfach leisten.

Quelle: tagesschau.de, Focus.de

Bildquelle: imago images / Robert Poorten

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