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Gefährliche Delta-Variante des Coronavirus hat ganz andere häufige Symptome

Gefährliche Delta-Variante des Coronavirus hat ganz andere häufige Symptome

Nicht dieselben

In Großbritannien bereitet den Forschenden aktuell eine neue Corona-Variante Kopfschmerzen: Die Delta-Variante soll etwas häufiger zu einer Krankenhauseinweisung führen und Betroffene zeigen etwas andere Symptome als bei den älteren Varianten.

Mehr als 90 % der Corona-Fälle sind Delta-Variante

Die aus Indien stammende Corona-Mutation soll sich aktuell in Großbritannien ausbreiten. Wenn jemand sich dort aktuell mit dem Coronavirus infiziert, dann vermuten Forscherinnen und Forscher hier die extrem ansteckende sogenannte Delta-Variante. Diese wurde zunächst im indischen Raum entdeckt und breitete sich langsam bis nach Europa aus.

Verlust des Geschmacks- und Geruchssinn und Fieber nicht mehr häufigsten Symptome

Am King's College in London werteten Forschende die häufigsten Symptome von Nutzerinnen und Nutzern einer Covid-App aus. Demzufolge seien dies nicht mehr Fieber, der Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn, sondern einige andere. Nutzer*innen meldeten zuletzt am häufigsten, dass sie unter Kopfschmerzen, einer laufenden Nase und rauer Kehle litten. Das Vorkommen dieser eher harmloseren Symptome würde mit der Verbreitung der Delta-Variante zusammenpassen. Tim Spector, der Leiter dieser Studie, ruft daher alle diejenigen mit diesen Symptomen dazu auf, sich unbedingt testen zu lassen.

Höhere Risiko trotz Impfung?

Die Delta-Variante solle das Risiko verdoppeln, im Krankenhaus behandelt werden zu müssen. Das haben schottische Forscher*innen in einem Fachmedium veröffentlicht. Laut der Studie sollen Impfstoffe das Risiko einer schweren Covid-Erkrankung zwar immer noch senken, aber weniger stark: Der Impfstoff von Biontech/Pfizer soll nach zweiter Impfdosis zu 79% gegen diese Variante schützen. Bei AstraZeneca würde der Schutz sogar nur bei 60 % nach der zweiten Impfdosis liegen.

Vollständige Impfung kann schwere Verläufe verhindern

Dennoch kommt wiederum eine andere Studie zu einem ganz anderen Ergebnis: Laut der englischen Gesundheitsbehörde PHE sollen zwei Dosen von Biontech/Pfizer zu 96 % eine stationäre Behandlung im Krankenhaus verhindern. Der Prozentsatz liege für eine vollständige Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca immerhin bei 92 %.

Diese enorm wichtigen Ergebnisse bestätigen, dass die Impfstoffe bei der Delta-Variante einen signifikanten Schutz vor Krankenhausaufenthalten bieten.

Mary Ramsay, Leiterin der Abteilung Immunisierung am PHE

EM in England trotzdem mit Tausenden Zuschauer*innen

Angesichts der hohen Verbreitungszahlen der Delta-Variante werden die geplanten Lockerungen im Königreich zwar einen Monat verschoben. Doch laut aktuellen Medienberichten sollen die EM-Spiele in England wie geplant vor Tausenden Fußballfans stattfinden. Im Wembley-Stadion werden zum Finale am 11. Juli ca. 40.000 Zuschauer*innen erwartet.

Vorherige Spiele sollen nur mit halber Zuschauerzahl stattfinden. Mit der EM wolle Großbritannien testen, wie solche Großevents sicher unter Coronabedingungen stattfinden könnten. Ob dieser Plan bei stärkerer Verbreitung der Delta-Variante so eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten.

Bildquelle: Getty Images/Paul Bradbury

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