Kritik an der Diagnose und Behandlung vom KiSS-Syndrom

Trotz der vielen Erfahrungsberichte betroffener Eltern und den Behandlungserfolgen durch Osteopathen und Manualtherapeuten erkennen Schulmediziner das KiSS-Syndrom nicht an - sie warnen sogar vor der Diagnose und Therapie.

Die Diagnose KiSS-Syndrom wird heftig diskutiert. Schulmedizinern und Krankenkassen fehlen die wissenschaftlichen Beweise für den Zusammenhang zwischen Wirbel-Fehlstellung und Entwicklungsstörungen, weshalb sie die Diagnose häufig nicht anerkennen. Alternativmediziner sind von der Theorie und den Behandlungserfolgen jedoch überzeugt. Allerdings – und das muss man dazu sagen – verdienen sie mit der Behandlung betroffener Kinder auch ihr Geld. Bestärkt werden sie übrigens durch viele im Internet kursierende Erfahrungsberichte und private Initiativen, die für die medizinische Anerkennung von KiSS kämpfen.

„Modediagnose KiSS“ ohne wissenschaftliche Grundlage?

Kritiker jedoch halten von der „Modediagnose“ KiSS-Syndrom nichts. Sie dürfe insbesondere nicht dazu führen, dass sich Mediziner und Eltern auf ihr ausruhen und dadurch schwerwiegendere Krankheiten und Störungen übersehen. Die KiSS-Gegner warnen sogar vor der Behandlung. Verschobene Wirbel seien bei Säuglingen nichts Ungewöhnliches und kämen bei fast allen Neugeborenen vor. Diese Fehlstellung verwachse sich bei den meisten Babys auch ohne Behandlung. Zudem sei von „Verdachts“-Behandlungen im Bereich der empfindlichen Kopfgelenke auf Grundlage einer medizinisch fraglichen Diagnose dringend abzuraten.

Und wie erklären Kritiker dann die Erfahrungsberichte überzeugter Eltern? Ganz einfach anhand des psychologischen Effekts, wenn bisher Unerklärliches plötzlichen einen Namen bekommt. So haben die Eltern mit dem KiSS-Syndrom eine Diagnose, die sie darin bestätigt, dass sie sich die Probleme bei ihrem Baby nicht einbilden. Außerdem kann die Störung ja offensichtlich durch Therapien behandelt werden. Das beruhigt die Eltern und macht sie entspannter im Umgang mit dem Kind. Und das wiederum wirkt dann beruhigend auf den Säugling. Und schon ist die ganze Familie viel entspannter und das KiSS-Syndrom scheint plötzlich „geheilt“.

Das KiSS-Syndrom ist keinesfalls unumstritten, so viel ist klar. Ob man die Befürworter nun unterstützt oder nicht: Bei den auftretenden Symptomen sollte man stets die Meinung eines ausgebildeten Arztes dazuholen. Ist man sich noch unsicher, schadet es auch nicht eine zweite oder dritte Meinung einzuholen. Sich hingegen nur auf Berichte im Internet zu stützen, ist nicht zu empfehlen.


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