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Tiramisu, Mayo und Co.

Eier in der Schwangerschaft: Mit diesen 7 Tipps kein Problem!

© Getty Images/ LightFieldStudios
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Eier sind lecker, voller Nährstoffe und auch in der Schwangerschaft gesund! Trotzdem solltet ihr sie jetzt mit etwas Vorsicht genießen und unsere Sicherheitstipps beachten. Denn richtige Zubereitung und strikte Hygiene sind für Schwangere besonders wichtig, um gefährliche Infektionen zu verhindern. Alles zum Thema Eier in der Schwangerschaft.

In puncto Eiweiß sind Eier echte Spitzenreiter, denn sie enthalten den gesunden Stoff in der höchsten biologischen Wertigkeit: Er kann quasi direkt in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden. Gerade in der Schwangerschaft ist die Deckung des Proteinbedarfs besonders wichtig, weil das Baby Eiweiß braucht, um Körperzellen und Gewebe zu bilden. Ähnliches gilt für die Mineralstoffe Eisen, Jod und Kalzium, die ebenfalls unter der Schale stecken, sowie für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Sie machen Eier für Schwangere zu einer gesunden Ergänzung auf ihrem Speiseplan.

Dennoch gilt für ein Ei das Gleiche wie für alle anderen tierischen Lebensmittel: Weniger ist mehr – und drei Eier pro Woche sind für werdende und stillende Mütter genug.

#1 Eier in der Schwangerschaft immer gut durchgaren

Bei der Zubereitung der Eier und Eierspeisen gilt es jetzt besonders darauf zu achten, dass diese auch wirklich gut durchgegart sind, denn roh könnten die Eier Salmonellen enthalten. Das sind Bakterien, die mitunter schwere Erkrankungen verursachen und erst bei Temperaturen von über 70 °C wirkungsvoll abgetötet werden. Rohe Eier sind für werdende Mütter also ungeeignet und können richtig gefährlich werden. Für das Frühstücks-Ei gilt in der Schwangerschaft also: besser hart als wachsweich. Dabei sollte beides, Eiweiß und Eidotter, fest sein. Richtwerte: Eier 7 Min. kochen oder 5 Min. pochieren.

Vorsicht: Rohe Eier stecken oft auch in folgenden selbst gemachten Speisen:

  • Mayonnaise
  • Tiramisu
  • Pudding
  • Mousse au Chocolat
  • Sauce Hollandaise
  • Eis
  • Cremes

Bei der nächsten Einladung zum Geburtstag, Kindergartenfest oder Restaurant solltet ihr bei solchen Leckereien also lieber vorsichtig sein und nachfragen, wie sie zubereitet wurden.

#2 Spiegeleier in der Schwangerschaft gut durchbraten

Spiegeleier sind lecker und in der Schwangerschaft – wenn ihr sie trotz Morgenübelkeit und Sodbrennen gut verträgst – genauso erlaubt. Achtet aber darauf, dass sie gut durchgegart und das Eigelb festgekocht ist. Das klappt am besten, wenn ihr das Spiegelei nach halber Garzeit wendet oder alternativ einen Deckel auf die Pfanne gebt, damit auch die Oberseite richtig stockt.

#3 Ist Mayonnaise in der Schwangerschaft erlaubt?

Selbst gemachte Mayonnaise enthält rohe Eier, sodass sie in der Schwangerschaft vermieden werden sollte. Das gleiche gilt für Hollandaise und Béarnaise-Soßen und manche Desserts (s.o). Die gute Nachricht: Supermarkt-Produkte, die industriell gefertigt wurden, könnt ihr ohne Bedenken essen. Sie enthalten zwar Eier, diese wurden aber pasteurisiert und somit ausreichend erhitzt, um Erreger abzutöten. Wenn ihr euch unsicher seid: Steigt auf vegane Mayonnaise um, die genauso lecker schmeckt und garantiert sicher ist.

Tipp: Kauft am besten nur kleine Gläschen/Tuben fertiger Mayonnaise ein, damit sie nicht zu lange offen im Kühlschrank steht. Sonst können sich ggf. Listerien darin entwickeln.

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#4 Auf gute Hygiene achten

Genauso wichtig, wie keine rohen Eier in der Schwangerschaft zu essen ist es, sich nach der Handhabung gründlich die Hände zu waschen. Und auch Arbeitsfläche, Spüle und Co. richtig zu behandeln, um eine Salmonellen-Übertragung zu verhindern. Dafür gilt: Alles mit heißem Seifenwasser abwischen. Hände gut einseifen und abspülen.

#5 In der Schwangerschaft keine Eier ausblasen

Die allermeisten Salmonellen finden sich übrigens auf der Schale – und nicht im Inneren des Eis. Deshalb blast ihr Ostereier zum Bemalen auch möglichst nicht selber aus – sondern überlasst das jemand anderem. Ähnlich strenge Hygieneregeln gelten für kleine, eifrige Osterkünstler: Bevor die Mal-Hasen loslegen dürfen, müssen die Eier gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel abgewaschen werden.

Tipp: Zum Auspusten das Loch etwas größer machen, einen Strohhalm nehmen und den direkten Mundkontakt mir dem Ei vermeiden. Und nach der Pinselei unbedingt gründlich die Hände waschen.

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#6 Auf Frische achten

Entscheidend für Unbedenklichkeit und Qualität von Eiern ist zunächst einmal die Frische. Sie lässt sich am angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum ablesen. Davon einfach 28 Tage abziehen – und schon wisst ihr, wann das Huhn das Ei gelegt hat. Das Legedatum muss nämlich nicht angegeben sein.

Mit einer einfachen Wasserprobe lässt sich außerdem die Frische prüfen: Ein frisches Ei sinkt in einem Glas Wasser flach zu Boden, ein mittelaltes richtet sich auf – und ein altes steigt sogar an die Oberfläche. Das liegt an der Luftkammer im Ei, die nach und nach immer größer wird. Wenn ein Ei nicht mehr ganz frisch ist, heißt das aber nicht, dass es gleich verdorben ist. Gut durchgegart ist es immer noch verzehrtauglich.

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#7 Auch in der Schwangerschaft lieber zum Bio-Ei greifen

Neben der Frische kann auch die Herkunft der Eier für den Gesundheitswert eine Rolle spielen. Eier mit dem Bio-Siegel sind meist die bessere Wahl, weil hier z. B. auf den Einsatz von Farbstoffen verzichtet wird, die das Dottergelb intensiver leuchten lassen. Als kritisch wird beispielsweise der Farbstoff Canthaxanthin eingestuft, der in großen Mengen die Netzhaut schädigen kann. Solche Stoffe dürfen in Bio-Produkten beispielsweise gar nicht eingesetzt werden. Und zu guter Letzt bedeutet ein Biosiegel natürlich auch, dass die Legehennen glücklicher und artgerechter gehalten werden – vielleicht sogar der wichtigste Grund!

Noch ein paar Tipps zur Ernährung in der Schwangerschaft und welche 7 Lebensmittel ihr jetzt besser vermeidet:

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