Mutterbänder: Schmerzen und Ziehen in der Schwangerschaft

Dehnungsschmerz

Mutterbänder: Schmerzen und Ziehen in der Schwangerschaft

Du bist schwanger und hast immer mal kurze, stechende Schmerzen im Unterbauch? Das könnten die Mutterbänder sein! Woran du Dehnungsschmerzen in den Mutterbändern erkennst und was hilft.

Ob beim Sitzen, Husten oder einer schnellen Bewegung: Gerne melden sich dich in der Schwangerschaft die Mutterbänder.

Wo liegen die Mutterbänder?

Stell dir vor, deine Gebärmutter wird von zwei Bändern am Platz gehalten: Eines, das breite Mutterband, verläuft vom unteren Drittel der Gebärmutter links und rechts zum seitlichen und hinteren Becken entlang. Das runde Mutterband streckt sich vom oberen Drittel links und rechts zum vorderen Becken bis zu deinen Schamlippen.

Mutterbänder schmerzen: Woran liegts?

Wieso in der Schwangerschaft die Mutterbänder schmerzen, ist ganz einfach. Der gesamte Bereich im unteren Bauch, Rücken und Becken dehnt sich mit dem Wachstum von Baby und Gebärmutter. Direkt über deiner Gebärmutter ziehen sich mehrere Ligamente entlang, die sie fest am Platz halten und mit deinem Becken verbinden. Um das wachsende Gewicht zu halten und Platz zu machen, dehnen und verdichten sie sich in der Schwangerschaft. Meist passiert das ab dem zweiten Trimester, aber auch schon eher kannst du in den Mutterbändern ein Ziehen spüren. Es kann sein, dass du die Mutterbänder immer wieder mal spürst, oder dass sie sich nur im zweiten Trimester melden.

Schmerzen der Mutterbänder: Symptome

Sporadische, stechende oder ziehende Schmerzen im Unterbauch, der Hüfte oder auch dem Schambereich deuten auf Dehnungsschmerzen der Mutterbänder hin. Die Schmerzen dauern nicht länger als wenige Minuten am Stück, können aber über den Tag verteilt auftreten. Viele werdende Mamas spüren die Mutterbänder besonders bei Bewegung, bei Ruhe lassen sie nach. Die Dehnung der Mutterbänder gehört zur Schwangerschaft dazu, sodass du sie immer mehr spüren wirst, je mehr dein Baby wächst.

Wie kann man schmerzende Mutterbänder feststellen?

Eine Diagnose erfolgt per Symptomen und Ausschlussverfahren: Besprich die Schmerzen beim nächsten Besuch mit deiner Frauenärztin oder Hebamme. Wenn folgende Symptome auftreten, solltest du deine Ärztin sofort aufsuchen:

  • starker Ausfluss
  • Schmierblutungen oder Blutungen
  • Krämpfe
  • anhaltende oder starke Schmerzen
  • Unwohlsein
  • andere ungewöhnliche Symptome

Was kann man gegen Ziehen in den Mutterbändern tun?

Im Sitzen oder Liegen hilft meistens schon ein Positionswechsel. Melden sich die Mutterbänder bei bestimmten Bewegungen, kannst du eine Pause einlegen oder langsamer machen. Leichte Dehnungsübungen unter Anweisung deiner Ärztin oder Hebamme können helfen. Bei großen Schmerzen können sie dich auch zu Schmerzmitteln beraten, die in der Schwangerschaft sicher sind oder die Anwendung von Magnesium empfehlen.

So unangenehm sie auch sind: Schmerzende Mutterbänder gehören zu jeder Schwangerschaft dazu und sind ein Zeichen, dass Baby sich in deinem Bauch munter Platz verschafft. Dabei fühlen sie sich für jede Frau und in jeder Schwangerschaft anders an, sodass sie auch mehrfache Mamas stutzig machen können. Je weiter deine Schwangerschaft fortschreitet, desto häufiger tritt das kurze Stechen auf – oft als Erinnerung, dass du etwas langsamer machen sollst – und du bekommst ein Gespür dafür, wann sich deine Mutterbänder melden.

Quellen:
Berufsverband der Frauenärzte e.V.

Bildquelle:

Getty Images

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