Alleskönner Nabelschnurblut

Mit dem ersten eigenen Atemzug braucht das Baby seine Nabelschnur nicht mehr. Aber eigentlich ist sie zu wertvoll, um sie mit dem Klinikabfall zu entsorgen. Nabelschnurblut zu spenden ist eine gute Alternative.

Sobald das Baby auf der Welt ist und selbstständig zu atmen beginnt, lässt der Blutstrom in der Nabelschnur schlagartig nach. Kurz danach wird die Nabelschnur zweifach abgeklemmt. Nachdem sie wenige Minuten später aufgehört hat zu pulsieren, wird sie durchtrennt. Dass die Nabelschnur ein sehr starkes Band ist, wird vielen Vätern klar: Denn fast jeder ist ziemlich überrascht, wie viel Kraft man braucht, um die Nabelschnur zu durchtrennen.

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Nabelschnurblut spenden kann anderen das Leben retten!


Was danach mit der Nabelschnur passiert, ist Ihre Entscheidung. Inzwischen wird oft gefragt, ob Sie die Nebelschnur oder das Nabelschnurblut spenden möchten. Das Blut der Nabelschnur enthält Stammzellen, die z.B. für die Therapie von Leukämie eingesetzt werden. Sie können das Blut völlig schmerz- und problemlos an eine der sieben öffentlichen Stammzellbanken spenden. Alternativ dazu können Sie das Blut der Nabelschnur aber auch für sich selbst konservieren lassen. In Deutschland stehen Ihnen dazu sechs private Stammzellenbanken zur Verfügung, Nabelschnurblut einzufrieren. Das kostet allerdings einige Tausend Euro. Da man aber nicht weiß, ob das Kind erkrankt und ob eine Therapie mit den eigenen Stammzellen dann möglich ist, wird diese Möglichkeit immer noch kontrovers duiskutiert. Allerdings ist man sich einig, dass das Nabelschnurblut definitiv zu wertvoll ist, um es einfach in den Klinikabfall zu schmeißen.
Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, die Nabelschnur und die Plazenta nach Hause mitnehmen. Es gibt den Brauch, sie einzugraben und darüber einen Baum zu pflanzen – den Lebensbaum des Kindes.

Die richtige Pflege der Nabelschnurwunde

Kurz nach dem ersten Atemzug des Babys wird die Nabelschnur durchtrennt. Es bleibt eine Wunde - und die will gut versorgt sein. Einfache Mittel sind dabei allerdings das Beste. Cremes oder andere Pflege-Produkte sind nicht nötig. Die Nabelschnur wird sich nach einer gewissen Zeit ganz von alleine ablösen. Bemerken Sie jedoch, dass die Nabelgegend gerötet, geschwollen oder gar eitrig ist, fragen Sie Ihre Hebamme oder Kinderarzt um Rat.
➤ Schutz
: Der Nabelschnur-Rest trocknet meist von selbst ein. Manchmal wird ein kleiner Mullverband um die trocknende Nabelschnur gebunden, damit sie nicht auf der zarten Babyhaut scheuert. Das macht die Hebamme.➤ Luft tut gut: An den Nabel sollte viel Luft kommen: Also den Säugling so oft es geht, nackt strampeln lassen. Der Nabel darf auch nicht von der Windel bedeckt sein.
Nabelpflege: Nach zehn Tagen löst sich der Nabelschnurrest ab. Ist die verbleibende Wunde etwas schmierig, kann sie mit Calendula-Essenz oder etwas Muttermilch abgetupft werden.


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