Schwanger trotz negativem Test: 5 Gründe für einen negativen Schwangerschaftstest

Ein positives Ergebnis beim Schwangerschaftstest ist ein sicherer Indikator, dass du schwanger bist. Was aber, wenn der Schwangerschaftstest negativ ist? Hier liegt die Fehlerquote höher, denn eine Reihe von Faktoren können zu einem negativen Test trotz vorliegender Schwangerschaft führen. Wir haben die häufigsten Gründe zusammengestellt.

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Ein falsches Negativ ist gar nicht so selten, auch deshalb, weil Schwangerschaftstests erst ab Fälligkeitstag der Periode zu 99 % sind.


Der zweiwöchige Zeitraum zwischen Eisprung und Periode wird schnell zur Tortur, wenn du aktiv versuchst, ein Baby zu bekommen oder Angst hast, dass du ungewollt schwanger geworden sein könntest. Hundertprozentige Sicherheit gibt dir nur das Einsetzen oder Ausbleiben deiner Periode und ein Schwangerschaftstest, den du am Fälligkeitstag deiner Periode oder danach machst. Der zusätzliche Test ist wichtig, denn nur so kannst du ausschließen, dass es sich nicht um eine Einnistungsblutung statt deiner Periode handelt und eine Schwangerschaft vorliegt oder deine Periode vielleicht einfach später kommt und du gar nicht schwanger bist. Natürlich heißt das nicht, dass du bis dahin warten musst, um zu testen: Schwangerschaftsfrühtests können auch schon vor Fälligkeit der Periode angewendet werden und dir ein akkurates Ergebnis anzeigen. Ihre Fehlerquote ist aber ziemlich hoch und größer, je eher du testest. Deshalb ist ein weiterer Test ab Fälligkeitstag wichtig. 

Du hast getestet und dein Schwangerschaftstest war negativ? Jetzt willst du sichergehen, dass das Testergebnis wirklich sicher ist oder du hast einfach das Gefühl, trotzdem schwanger zu sein? Diese 5 Gründe können für einen negativen Test trotz Schwangerschaft verantwortlich sein: 

Möglichkeit 1: Du hast zu früh getestet

Schwangerschaftsfrühtests können bereits bis zu fünf Tage vor dem Ausbleiben der Periode angewendet werden, sind hier aber nur etwa zu 50 % sicher. Das bedeutet, dass in der Hälfte der Fälle ein Test negativ anzeigt, wenn eine Schwangerschaft vorliegt. Der Grund ist der: Schwangerschaftstests reagieren auf ein erhöhtes Level von HCG im Blut, dem Gelbkörperhormon, das ab erfolgreicher Einnistung in der Gebärmutter produziert wird. Dies geschieht in der Regel fünf bis zehn Tage nach dem Eisprung, also etwa eine Woche bis wenige Tage vor dem Ausbleiben der Periode. Die HCG-Level benötigen aber einige Tage, bis sie auf einen messbaren Wert ansteigen, der eine sichere Schwangerschaft andeutet. Wie lange genau ist bei jeder Schwangerschaft und jeder Frau verschieden. Hast du früh getestet und der Test war negativ, solltest du einen weiteren Test nach dem Ausbleiben der Periode machen. Die Chance ist groß, dass dein Körper noch nicht genügend HCG produziert hat.

Möglichkeit 2: Du hast viel getrunken (oder zuviel Urin verwendet)

Verdünnter Urin kann das Testergebnis verfälschen, weil so die HCG-Konzentration in der Urinprobe absinkt. Besonders bei frühen Tests kann das Level so schnell unter den Schwellenwert sinken. Auch wenn du tagsüber nach Fälligkeit der Periode testest, solltest darauf achten, nicht übermäßig zu trinken. Auch, wenn du den Test länger als angegeben in den Urinstrahl hältst, kann das Ergebnis verfälscht werden.

Möglichkeit 3: Du hast zum falschen Zeitpunkt getestet

Timing ist alles, das gilt auch für Schwangerschaftstests! Vor dem Fälligkeitstag der Periode sollten Schwangerschaftstests morgens angewendet werden, wenn dein HCG-Level am höchsten ist. Natürlich darfst du auch nachmittags testen und einige Frauen bekommen auch auf diese Weise ein positives Ergebnis. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Test negativ anzeigt, obwohl es mit der Schwangerschaft geklappt hat, ist aber hoch.

Möglichkeit 4: Dein HCG-Level ist niedrig

Wieviel HCG der Körper produziert, ist von Schwangerschaft zu Schwangerschaft unterschiedlich und nicht unbedingt ein Indikator dafür, ob dein Baby gesund ist. So gibt es Frauen, die tatsächlich erst beim Arzt positiv testen und Zuhause nur negative Ergebnisse anzeigen. Wenn du Schwangerschaftssymptome oder auch nur ein Bauchgefühl hast, dein Test aber negativ ist, solltest du einen Bluttest beim Arzt machen lassen.

Möglichkeit 5: Du hast dich verrechnet

Um einen akkuraten Schwangerschaftstest zu machen, musst du den richtigen Zeitpunkt kennen, um zu testen. Gar nicht so einfach! Denn selbst, wenn dein Zyklus wie ein Uhrwerk funktioniert, können ihn Stress, Krankheiten und Reisen schnell durcheinander bringen. Ein Zykluskalenders oder eine App sind tolle Hilfsmittel, einen Anhaltspunkt zu finden. Dennoch gibt es jeden Monat viele Variablen, die sich auf deine Zykluslänge und dein Testergebnis auswirken können. Der durchschnittliche Zyklus dauert 28 Tage und der Eisprung findet in der Regel 14 Tage vor der nächsten Periode statt, sodass Zykluskalender den 14. Tag als den des Eisprungs berechnen. In der Realität kann sich der Eisprung unabhängig von deiner Zykluslänge um mehrere Tage nach vorn oder hinten verschieben – und dazu kommt, dass die Länge des Zyklus von Frau zu Frau unterschiedlich ist und auch monatlich schwanken kann. Gewisse Sicherheit bringt ein Ovulationstest. Aber auch, wenn du weißt, wann dein Eisprung stattgefunden hat: Die Einnistung findet in der Regel fünf bis zehn Tage nach der Befruchtung statt, diese selbst kann von wenigen bis zu 24 Stunden dauern. Es kann also durchaus sein, dass manche Frauen schon wenige Tage nach ihrem Eisprung positiv testen, andere erst mehrere Tage nach dem errechneten Fälligkeitsdatum ihrer Periode.

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