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Daddy-Time

Papa-Kind-Bonding: 12 Tipps, wie ihr eine tiefe Bindung zu eurem Baby aufbaut

© Getty Images/RealisticFilm
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Der neue Vaterschaftsurlaub steht für 2024 in der Pipeline – und erleichtert es Papas etwas mehr, bereits ab der Geburt Vollzeit bei ihrem Baby zu sein. Denn die erste Zeit mit Baby ist eine wundervolle Gelegenheit, eure Vater-Kind-Beziehung aufzubauen und in eure Vaterrolle ganz natürlich hineinzuwachsen. 12 Wege, wie ihr eine tiefe Verbindung zu eurem Baby aufbaut. Und wie ihr sogar schon in der Schwangerschaft damit anfangen könnt!

Während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit werden Mamas oft automatisch zu Babys erster Bezugsperson – und einem Hormoncocktail ausgesetzt, der das Bonding von Anfang an unterstützt. Schon alllein die körperliche Verbindung hilft dabei, früh (und über einen langen Zeitraum!) eine tiefe Beziehung zum Kind zu entwickeln. Lange bevor es auf der Welt ist.

Aber auch für Papas und nicht-leibliche Eltern gibt es viele tolle Rituale, die euch eurem Baby emotional näher bringen. Das Tolle: Dabei werden oft dieselben Bonding-Hormone getriggert! Je häufiger ihr also die Chance nutzt, mit eurem Baby zu bonden, desto schneller könnt ihr eure Beziehung festigen und in eurer Elternrolle ankommen.

Wie kann Bonding helfen, eure Bindung zum Baby zu stärken?

Während der Schwangerschaft und auch danach ist es nicht immer einfach, die Vielzahl der Emotionen, die zum Elternwerden dazugehören, zu verarbeiten. Bonding (dt. Zusammenschweißen) ist dabei das Zauberwort – denn es empowered euch, intuitiv im Interesse eures Babys zu handeln und hilft gleichzeitig, in die Elternrolle hineinzuwachsen. Und euerem Baby wird versichert, dass ihr in seinem Leben präsent seid.

Ab wann und für wen ist Bonding sinnvoll?

Selbst wenn ihr die Schwangerschaft oder die Geburt eures Babys nicht miterlebt oder euer Kind erst später Teil eurer Familie wird: Bonding ist immer ein wundervoller Weg, gegenseitige Liebe und Vertrauen zu eurem Kind aufzubauen. Und während wir nicht früh genug damit anfangen können, ist es ebenso nie zu spät, damit zu beginnen.

12 Wege, wie Papas mit ihrem Baby bonden können

#1 Kangarooing

Hautkontakt mit Baby ist für euch beide gleichermaßen wichtig und eine tolle Gelegenheit zu bonden. Wenn euer Baby euch so nah ist, wird bei euch beiden das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet – dasselbe, das Mama und Baby bei der Geburt und beim Stillen durchflutet. Nicht nur für unsere Minis, auch für übernächtigte und überforderte Daddys ist die extra Kuscheleinheit gerade in der ersten Zeit eine wundervolle emotionale und mentale Unterstützung.

So geht das Känguruhen: Legt euch euer Baby an die nackte Brust. Wenn euer Baby selber nichts anhat, deckt es am besten zu, aber achtet darauf, dass ihm nicht zu warm wird. Lest mehr zum Kangarooing in unserem Ratgeber.

#2 Baby Füttern oder Mama dabei unterstützen

Das Stillen und Füttern sind besonders anfänglich Dinge, die Mamas oft allein übernehmen – Papas fühlen sich da manchmal ausgeschlossen oder sind unsicher. Gegen dieses Gefühl hilft es ungemein, die eigene Rolle aktiv auszufüllen: Ihr könnt Baby zu Mama hinbringen, wenn es Hunger hat und Mama unterstützen bei dem, was sie gerade braucht, z. B. ihr Essen/Trinken bringen. Eine wundervolle Sache ist es auch, Babys Bäuerchen zu übernehmen.

Wenn ihr eurem Baby das Fläschchen gebt, könnt ihr nicht nur tagsüber, sondern auch nächtliche Feedings übernehmen. Beim Füttern könnt ihr eurem Baby viel Hautkontakt geben, sanft mit ihm sprechen und kuscheln.

#3 Mit Baby sprechen

Auch wenn wir ganz alltäglichen Dingen nachgehen, können wir mit unserem Baby bonden: Bindet euer Baby mit ein und erzählt ihm, was ihr macht, wenn ihr ihm gerade nicht eure volle Aufmerksamkeit schenken könnt. Selbst wenn euer Baby die Wörter und Zusammenhänge (noch) nicht versteht, merkt es, dass ihr mit ihm kommuniziert, es ein wichtiger Teil der Familie ist und euch viel bedeutet.

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#4 Baby wickeln

Körperpflege-Rituale wie Wickeln und Baden sind wundervolle Gelegenheiten, von Anfang an einen engen Kontakt zu unseren Babys aufbauen. Besonders in der Respektvollen Erziehung werden sie als wichtige Bonding-Momente geschätzt:

Indem wir uns Zeit lassen, Augenkontakt zu unserem Baby halten, sanft mit ihm sprechen, erklären, was wir gerade machen, zeigen wir, dass wir für es da und präsent sind. Und Baby weiß, dass wir zuverlässig auf seine Bedürfnisse eingehen.

Besonders in der ersten Zeit verbringen wir Eltern fast genauso viel Zeit mit dem Wickeln wie mit dem Stillen/Füttern. Es ist also eine tolle Möglichkeit, ein sehr regelmäßiges Bonding-Ritual mit unseren Kids wahrzunehmen.

Und so geht das Wickeln ganz einfach:

Babys richtig wickeln: Die 5 besten Tipps Abonniere uns
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#5 Baby tragen

Wenn wir Babys tragen, geben wir ihnen automatisch Hautkontakt, sie riechen unseren familiären Duft, spüren unsere Wärme und unseren Herzschlag – und ihre Atmung wird ruhiger und regelmäßiger. Cool, oder? Schnappt euch euer Kleines und kuschelt, geht spazieren oder schaukelt, wippt und singt es in den Schlaf.

Im Tragetuch oder der Babytrage kann es so auch an den ganz alltäglichen Dingen teilhaben und euch überallhin begleiten. Die meisten Babys lieben es, an unserer Brust geschützt, aber mittendrin im Geschehen zu sein. So bekommen sie einen tollen Einblick in Daddys Alltag und fühlen sich ihm immer ganz nahe. Und ihr könnt sofort auf Babys Bedürfnisse eingehen und bekommt ein Gespür dafür, wie es in welchen Situationen reagiert.

#6 Papa-Routine entwickeln

Findet etwas, das ihr regelmäßig mit eurem Baby unternehmen könnt: Spazierengehen, bestimmte Lieder singen, es in den Schlaf wiegen. Mit der Zeit entwickeln wir Eltern unsere ganz individuellen Wege, wie wir mit unserem Baby kommunizieren und auf es eingehen. Solche Routinen sind eine tolle Möglichkeit, unsere ganz persönliche Beziehung zu unserem Nachwuchs zu festigen. Übrigens: Fall ihr und Mama manchmal unterschiedlicher Meinung seid, kann euch unser Ratgeber zu unterschiedlichen Erziehungsstilen viele Hilfestellungen geben.

#7 Dad-Superpower entdecken

Mit der Zeit werdet ihr herausfinden, was nur ihr eurem Baby geben könnt. Vielleicht bringt ihr es mit einem ganz bestimmten Gesichtsausdruck zum Lachen, vielleicht gluckst es vergnügt, wenn euer Bart beim Hochnehmen seine Wange kitzelt, vielleicht ist euer Lieblingsshirt perfekt zum Nuckeln geeignet. Vielleicht trinkt es lieber bei Mama, aber schläft am besten bei Daddy ein?

Manchmal kann es sogar sein, dass es für Papas leichter ist, das Trösten zu übernehmen: Uns hat z. B. der Tipp aus dem Attachment-Parenting geholfen, überreizte Babys an Papas Brust zu beruhigen. Das leichte Vibrieren von Papas Adamsapfel, wenn er sanft vor sich hinsummt, hilft vielen Babys sehr. Daddy Superpower right there!

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#8 Mit Baby spielen und lachen

Noch eine Superkraft, die viele Papas haben: besonders lustig zu sein. Nicht immer ist Humor die beste Lösung für (Baby-)Probleme, aber oft ist es genau diese Leichtigkeit, die unsere Kleinen von uns brauchen, wenn sie eine schwierige Phase durchlaufen. Zusammen zu lachen schweißt zusammen. Und beim Lachen werden gleichzeitig Glückhormone ausgeschüttet, die euren Zusammenhalt stärken. Win-Win!

#9 Arztbesuche übernehmen

Mit eurem Baby Termine wahrzunehmen ist eine tolle Gelegenheit, Zeit mit ihm allein zu verbringen und nicht-alltägliche Situationen zu meistern. Ihr bekommt die Chance, für es in beängstigenden Momenten da zu sein. Gleichzeitig bleibt ihr so über wichtige medizinische Untersuchungen informiert und seid in Entscheidungen eingebunden – und könnt von Anfang an Verantwortung für seine Entwicklung übernehmen.

Bonding-Möglichkeiten für Papas während Schwangerschaft und Geburt

#1 Mit dem Babybauch sprechen

Manche Väter fühlen während der Schwangerschaft (noch) eine emotionale Distanz zu ihrem Kind, denn während Mama bereits übers erste Flattern im Bauch mit dem Baby bonded, ist die Vaterschaft für manche Papas noch kaum greifbar. Indem ihr mit eurem Baby sprecht, ihm vorsingt, Musik vorspielt oder erste Kindsbewegungen ertastet, könnt ihr eure Vatergefühle unterstützen. Und auch Baby wird so mit eurer Stimme vertraut, lange bevor ihr es zum ersten Mal in die Arme schließt.

#2 Aktiv in die Schwangerschaft einbringen

Schon in der Schwangerschaft können Papas sich an allem beteiligen, was mit ihrem Kind passiert: Ratgeber wie unser Schwangerschaftskalender oder kurze Newsletter über Babys Entwicklung geben tolle Einblicke, auch wenn wenig Zeit für dicke Schwangerschaftsbücher bleibt. Indem ihr aktiv werdet, könnt ihr automatisch eine engere Verbundenheit zu eurem Baby entwickeln. Und auch die gemeinsame Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs bindet euch enger in den Prozesse der Schwangerschaft und späteren Geburt ein.

Und auch wenn ihr euch in Anbetracht aller Schwangerschaftsbeschwerden und dem, was Mama leistet, manchmal vergleichsweise "nutzlos" fühlt: Auch die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen und die bürokratischen Angelegenheiten, die während der Schwangerschaft anfallen, sind Wege, euch in die Zukunft eures Babys einzubringen. Klickt euch durch für Hilfe zu den Themen Vaterschaftsanerkennung, Sorgeerklärung, Elterngeld, Elternzeit, Geburtsurkunde und Kindergeld beantragen.

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#3 Bei der Geburt dabei sein

Nicht alle Partner*innen können oder wollen bei der Geburt dabei sein. Und auch Adoptiveltern können die Geburt ihres Kindes oft nicht miterleben. Dafür habt ihr noch eine ganze Lebenszeit vor euch, um mit eurem Baby zu bonden.

Wenn ihr aber zu den Dads und Mums gehört, die in die Geburt involviert sein können und wollen: Indem ihr euch mit dem Prozess auseinandersetzt, den Geburtsplan kennt und für Mama und Baby einsteht, wächst ganz automatisch auch die Verbindung zu eurem Nachwuchs.

Viele Väter, auch wenn sie es sich anfänglich nie vorstellen konnten, sind ganz stolz auf den Moment, in dem sie das Köpfchen des Babys gesehen oder die Nabelschnur durchtrennt haben. Das mitzuerleben, kann ein genauso intensives und existenzielles Erlebnis schaffen, wie selbst zu gebären. Das ist genau der Moment, bei dem viele Väter die Liebe zu ihrem Kind das erste Mal so richtig greifen können.

 

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