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Fruchtbarkeit erhöhen: 12 Faktoren, die Mann und Frau kennen sollten

Es gibt nicht DAS eine Wundermittel, dass garantiert eure Fruchtbarkeit erhöht. Aber es ist medizinisch erwiesen, dass bestimmte Faktoren die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen einschränken können. Diese Fakten solltet ihr kennen, wenn ihr einen Kinderwunsch habt.

#1 Nikotinkonsum einschränken

Viele wissen es schon, aber es muss hier auch noch mal zur Sprache kommen: Rauchen schränkt die Fruchtbarkeit ein. Wenn ihr eure Chancen auf eine Schwangerschaft also erhöhen möchtet, solltet ihr euren Nikotinkonsum einschränken. Nikotin wirkt sich negativ sowohl bei der Frau als auch beim Mann aus und kann die Empfängnis erschweren. Auch genetische Veränderungen an den Eizellen dadurch sind möglich.

Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass ihr definitiv eure Fruchtbarkeit erhöhen könnt, wenn ihr gar nicht raucht. Doch es ist erwiesen, dass z.B. auch bei In-Vitro-Befruchtungen doppelt so viele Anläufe nötig sind, bis sich eine Schwangerschaft einstellen kann. Auch die zukünftigen Väter sollten mit dem Rauchen aufhören: Eine Studie belegt, dass die Qualität und Beweglichkeit der Spermien unter dem Tabakkonsum leidet.

#2 Wenig Alkohol trinken

Alkohol ist ein Nervengift. Wenn ihr einen Kinderwunsch habt, solltet ihr euren Alkoholkonsum einschränken. Das Beste wäre, ganz auf Alkohol zu verzichten, doch die Entscheidung bleibt natürlich euch überlassen. Letztlich müsst ihr wissen, was der Kinderwunsch euch Wert ist. Natürlich haben auch schon Frauen gesunde Babys bekommen, die getrunken haben. Doch medizinisch ist es auch belegt, dass Alkohol schon während der Frühschwangerschaft dem Baby schadet. Häufig weiß man noch gar nicht, dass man schwanger ist, wenn man noch feiert und trinkt.

Hoher Alkoholkonsum kann außerdem zu unregelmäßiger Periode, Zyklusstörungen und hormonellen Schwankungen führen. Ähnlich wie beim Rauchen gilt auch das für die Männer: Regelmäßiger Alkoholgenuss kann die Spermienqualität dauerhaft schädigen.

So könnt ihr eure Fruchtbarkeit testen lassen!

Frauen können einen Fruchtbarkeitstest bei einem Kinderwunscharzt machen lassen. Dieser ist kostenpflichtig und sagt aus, wie es um die Eizellenreserve der Frau bestellt ist. Zusätzlich sind Untersuchungen der Eierstöcke mittels Ultraschall angeraten.

Männer mit Kinderwunsch sollten ihre Spermien mittels Spermiogramm untersuchen lassen. Dieses führen Andrologen oder Urologen anhand einer Spermaprobe durch.

#3 Weniger Kaffee trinken

Exzessiver Kaffeekonsum kann die Empfängnis behindern – schon mehr als eine Tasse pro Tag soll die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden halbieren, wie eine Studie zeigte. Ähnlich ist es übrigens auch mit Schwarzem oder Grünem Tee. Letztlich gilt hier jedoch: Die Menge macht's. Wenn ihr euch hin und wieder einen Kaffee gönnt, ist das kein Problem. Solltet ihr jedoch exzessiv viel Koffein gewöhnt sein, könnt ihr eure Fruchtbarkeit erhöhen, wenn ihr nur noch maximal eine Tasse pro Tag trinkt. Auch während der Schwangerschaft ist viel Koffein keine gute Sache.

#4 Nicht extrem ab- oder zunehmen

Extreme sind körperlich nie gut. Ein sehr hoher BMI (über 30) und auch ein zu niedriger (unter 18,5) kann die Regelmäßigkeit der Periode und den Hormonhaushalt beeinträchtigen. Frauen, die stark untergewichtig sind, haben sogar oft gar keinen Eisprung mehr. Starkes Übergewicht kann zu verschiedenen Komplikationen in der Schwangerschaft führen, zum Beispiel Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) und Diabetes.

Wenn ihr glaubt, dass euer Körpergewicht für die Fruchtbarkeit ein Problem darstellen könnte, sprecht mit eurem Gynäkologen bzw. eurer Hausärztin und lasst einmal all eure Wert durchchecken. Die Rede ist hier wirklich von Extremen und nicht von ein paar Pfunden über oder unter dem Durchschnitt.

#5 Sich ausgewogen ernähren

Gleich nach dem Punkt Über- oder Untergewicht kommt die Ernährung: Natürlich wissen wir alle irgendwie, dass wir uns gesund und ausgewogen ernähren sollten. Das gilt vor allem dann, wenn unser Körper all seine Kraft braucht, um ein neues Leben zu erzeugen. Ihr sollt nicht jeden Tag nur Brokkoli essen und dürft euch natürlich auch mal Pommes und Burger gönnen. Es wird eure Fruchtbarkeit nicht erhöhen, wenn ihr nur noch Gurke und Salat esst.

Insgesamt trägt eine abwechslungsreiche frische Ernährung mit vielen Ballaststoffen, Eiweißen und den nötigen Vitaminen und Mineralstoffen jedoch zu eurer Fruchtbarkeit bei. Besonders wichtig ist Folsäure bei Kinderwunsch, diese könnt ihr auch gut in Tablettenform zu euch nehmen.

#6 Passende Intimpflege

Euren Intimbereich solltet ihr als Frau gut pflegen. Doch das heißt nicht, dass alle Intimpflegeprodukte bei Kinderwunsch gut für euch sind. Die Regel ist: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Wichtig ist, dass ihr den natürlichen PH-Wert eurer Vaginalflora nicht stört. Dieser schützt euch vor Krankheitserregern und anderen schädlichen Stoffen. Es gibt jedoch einige geeignete Produkte für diese sensible Region, die Frauen nützen, die unter Scheidentrockenheit oder Pilzinfektionen leiden.

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#7 Medikamente

Die dauerhafte Einnahme bestimmter Medikamente kann bei Frauen und Männern auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Das sind laut Medizinplattform Zava vor allem Cortison, Antidepressiva oder Arzneimittel gegen Epilepsie. Ihr dürft diese Medikamente auf keinen Fall selbstständig absetzen. Aber informiert bei Kinderwunsch doch eure behandelnden Ärzte und sprecht darüber, welche Nebenwirkungen eure Medikamente haben oder haben können. Vielleicht gibt es ein anderes Präparat oder eine Alternative?

#8 Virusinfektionen

Infektionskrankheiten können den weiblichen Zyklus ungünstig beeinflussen. Das gilt nicht nur für Infektionen, die sich beim Geschlechtsverkehr übertragen, sondern auch für andere Viruskrankheiten wie z.B. das Coronavirus. Diese können sich auf euren Zyklus auswirken, doch es ist nicht nachgewiesen, dass sie unfruchtbar machen.

„Der weibliche Zyklus kann durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden. Beispielsweise können Stress, zu wenig Schlaf oder Infektionen Einfluss auf den Zyklus nehmen. So kann auch eine Corona-Infektion den weiblichen Zyklus aus dem Gleichgewicht bringen. Die Ursachen dafür sind bisher nicht ausreichend erforscht. Die Angst in Folge einer Corona-Erkrankung unfruchtbar zu sein, ist allerdings unbegründet.“

Dr. med. Ulrike Thieme, Ärztin und Medizinische Leiterin bei ZAVA Deutschland

#9 Zahnhygiene nicht vernachlässigen

Was gesunde Zähne und Zeugungsfähigkeit gemeinsam haben? Mehr als man denken könnte, vor allem beim Mann. In der Mundhöhle gibt es viele Keime, die die Spermienproduktion und deren Beweglichkeit negativ beeinflussen können. Dadurch gelangen sie weniger gut zur Eizelle und die Erfolgsrate einer künstlichen Befruchtung kann dadurch auch reduziert sein. Studien haben zudem einen Zusammenhang zwischen Parodontose-Erkrankungen und erektiler Dysfunktion nachgewiesen.

Auch bei Frauen kann sich eine unbehandelte Parodontose negativ auswirken: Der Körper muss die Erreger bekämpfen und hat dann weniger Kraft für die Einnistung, das kann eine Schwangerschaft erschweren. Bei einer Frühschwangerschaft könnten die Bakterien außerdem über den Blutkreislauf in die Plazenta gelangen und das Embryo-Wachstum verzögern oder zu verfrühten Wehen führen. Damit kann also auch eine gesunde Mundhöhle die Fruchtbarkeit erhöhen bzw. die Chancen auf eine Schwangerschaft verbessern.

#10 Genügend Bewegung

Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind für jede Lebenssituation gut. Wenn euer Körper ein Leben zeugen soll, natürlich umso mehr. Ihr müsst keinen Ausdauersport machen, es reicht schon, täglich ein wenig zu laufen, ein paar Übungen daheim oder eine halbe Stunde Fahrrad am Tag zu fahren. Je nachdem, was euch Spaß macht. Integriert die Bewegung in euren Alltag und versucht so häufig wie möglich zu laufen und auf Fahrzeuge zu verzichten, bei denen ihr euch selbst nicht bewegt.

Ihr seid eher Sportmuffel und ungern draußen? Dann haltet euch doch daheim fit. Wir haben die perfekten Tipps für euer Fitnessstudio zu Hause:

5 Sport-Tools, die ihr für das Home-Gym braucht Abonniere uns
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#11 Umweltgifte

Studien der Universität Harvard zeigen Verbindungen zwischen Bisphenol-A (BPA) und Unfruchtbarkeit auf. Leider steckt BPA in vielen Kunststoffen, mit denen wir häufig in Berührung kommen, von der Mineralwasserflasche über die Innenbeschichtung von Getränkedosen bis zu Plastikschale, in der Erdbeeren oder Blaubeeren verkauft werden. BPA wirkt auf das Hormonsystem ein, darum sollten Männer und Frauen, die sich eine Familie wünschen, sie nach Möglichkeit meiden. Viele Kunststoffprodukte tragen den Hinweis "BPA"-frei.

Auch Schwermetalle wie Quecksilber können Männer und Frauen unfruchtbar machen. Diese nehmen wir z. B. durch die Nahrung von bestimmten Fischarten mit auf. Kinderwunschmediziner raten Frauen außerdem, ihre Amalgamfüllungen zu entfernen, weil sich daraus ebenfalls Quecksilber lösen kann, das in den Körper gelangt. Umweltgifte reichern sich durch die Industrie und Landwirtschaft in der Nahrungskette an und kommen so in unseren Körper. Noch längst ist nicht nachgewiesen, wie weitreichend ihre negativen Auswirkungen auf unser Hormonsystem sind.

#12 Chronischen Stress und totale Erschöpfung meiden

Noch ist es nicht zweifelsfrei belegt, ob Stress grundsätzlich die Empfängnis erschweren oder verzögern kann. Es ist jedoch bekannt, dass dauerhafter intensiver Stress das Risiko verdoppelt unfruchtbar zu werden bzw. eine Schwangerschaft erschweren kann. Er wirkt sich auf den Zyklus aus und kann die Hormone ins Ungleichgewicht bringen.

Wenn dein berufliches oder privates Leben also aktuell sehr stressig ist und hohe emotionale psychische Anforderungen an dich stellt, ist das nicht die beste Ausgangssituation für eine Schwangerschaft. Yoga oder Entspannungstechniken können dir helfen, im Alltag Erholung zu finden. Doch nicht immer ist das die Lösung, wenn es zwischenmenschliche Probleme gibt oder eure Arbeit einfach zu viel Zeitinvestment von euch verlangt. Dann muss sich vielleicht etwas grundsätzlich in eurem Leben ändern, damit ihr dauerhaft glücklicher und damit insgesamt zufriedener und entspannter seid.

Vielleicht sind das nicht unbedingt die Tipps, die ihr lesen wolltet. Die Fruchtbarkeit erhöhen kann niemand auf Knopfdruck. Man muss schon etwas dafür tun. Natürlich ist auch häufig im Web die Rede von Nahrungsergänzungsmittelchen und Wunderpillchen. Seid damit doch eher vorsichtig und hinterfragt den Nutzen, bevor ihr viel Geld ausgebt.

Letztlich könnt ihr all diese Tipps beherzigen und es klappt vielleicht trotzdem nicht mit dem Schwangerwerden? Das ist durchaus möglich. Dann nehmt euch eine Auszeit vom Kinderwunsch oder sucht ggf. eine Kinderwunschklinik auf. Fachärzte können euch in dem Fall meist am besten helfen. Glaubt auf jeden Fall nicht jeden Mythos, den man euch weiter gibt:

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Quelle: Zava Report Unfruchtbarkeit

Bildquelle: Getty Images/dragana991

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