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Kein Eisprung: Woran kann es liegen?

Kinderwunsch

Kein Eisprung: Woran kann es liegen?

Trotz Periode kein Eisprung – was du in diesem Fall tun kannst.

Wenn du dir ein Kind wünschst, ist nicht nur der Zeitpunkt des Eisprungs wichtig – entscheidend ist, dass er überhaupt stattfindet. Kein Eisprung, kein Baby! Sogar bei einer regelmäßigen Periode kann es passieren, dass der Eisprung gar nicht oder nur manchmal erfolgt. Dann besteht Handlungsbedarf. Damit dein Kinderwunsch sich erfüllen kann, solltest du dich mit deinem Zyklus vertraut machen. Es gibt unterschiedliche Wege, um festzustellen, ob es zur Ovulation kommt, und verschiedene Hilfsmittel, um dem Eisprung ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

Kein Eisprung? So findest du es heraus

Um deinen Zyklus kennenzulernen, kannst du dir in einem Kalender deine Periode eintragen. Wenn du für jeden Tag eine Spalte anlegst, kannst du hier außerdem die Ergebnisse deiner täglichen Basaltemperaturmessung eintragen. Kurz nach dem Eisprung steigt die Temperatur leicht an und bleibt bis zum Zyklusende erhöht. Wenn du bei der Betrachtung mehrerer Zyklen eine gewisse Regelmäßigkeit entdecken kannst, ist das schon mal ein gutes Zeichen, dass sich allmonatlich eine Eizelle bereit macht. Um dir das Messen deines Zyklus zu vereinfachen, kannst du dir das Ava Armband (bei Amorelie, ca. 300 Euro) zulegen. Dieses misst deinen Zyklus und schickt dir die Daten auf deine Handy-App.

Ein Ovulationstest, den du zu Hause an den Tagen vor dem erhofften Eisprung selbst durchführen kannst, gibt noch mehr Klarheit. Er funktioniert ähnlich wie ein Schwangerschaftstest und misst den LH-Wert im Urin. Das luteinisierende Hormon, das von der Hirnanhangdrüse produziert wird, sorgt dafür, dass der Eisprung ausgelöst wird. Ein positiver Test zeigt dir, dass dein Eisprung unmittelbar bevorsteht. Ein negatives Ergebnis bedeutet: kein Eisprung.

Anzeichen Eisprung: Wie erkennst du deine fruchtbaren Tage?

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Zyklusunregelmäßigkeiten ausgleichen

Ein unregelmäßiger Zyklus, bei dem zwischen den Regelblutungen mal nur zwei oder drei Wochen liegen und dann wieder mehrere Wochen oder gar Monate, ist ein Warnsignal, dass womöglich kein Eisprung stattfindet. Wenn du ansonsten gesund und nicht untergewichtig bist, können pflanzliche Mittel wie Zyklustees oder Mönchspfeffer weiterhelfen. Die Wirksamkeit von Mönchspfeffer wurde beispielsweise von einer australischen Metastudie, die mehrere wissenschaftliche Studien auswertete, positiv und vielversprechend eingeschätzt. Auch Auch Akupunktur, Homöopathie und andere alternative Therapien können helfen. Bei anhaltenden Zyklusproblemen solltest du deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt fragen, woran es liegen kann und ob beispielsweise pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer dir bereits weiterhelfen können. Medikamentös kann man die Hormone dann oft ausbalancieren.

Eisprungrechner

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Trotz Periode kein Eisprung – wie kann das sein?

Je regelmäßiger dein Zyklus ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auch einen Eisprung hast. Allerdings kann es auch zu sogenannten Durchbruchblutungen kommen, die wie eine Periode wirken, ohne dass vorher ein Eisprung stattfand. Im Medizin-Latein spricht man dann von einem anovulatorischen Zyklus. Während die Blutung nach einem Eisprung aufgrund des sinkenden Progesteronwerts erfolgt, liegt es bei einer Durchbruchblutung am Östrogenwert.

Anovulatorische Zyklen finden oft vorübergehend in Zeiten größerer Veränderungen statt:

  • bei Mädchen zu Beginn der Menstruation
  • nach dem Absetzen der Pille
  • nach der Geburt
  • wenn die Wechseljahre näherrücken

 

Kein Eisprung: Hilft Clomifen?

Im Arztgespräch werden diese Faktoren, die einen Eisprung verhindern könnten, besprochen. Falls sich herausstellt, dass du selbst noch etwas tun kannst, um einen regelmäßigen Eisprung zu bekommen, dann bist du jetzt gefordert. Ansonsten kann die Schulmedizin mit Tabletten weiterhelfen. Das erste Mittel der Wahl, um Frauen mit Kinderwunsch zu einem Eisprung zu verhelfen, ist Clomifen.

Dieser selektive Östrogenrezeptormodulator, der auch bei einer ausbleibenden Regelblutung eingesetzt wird, löst den Eisprung aus und kann oft erstaunlich schnell dazu führen, dass Frauen schwanger werden – auch dann, wenn sie es schon länger erfolglos probiert haben.

Weitere Mittel (rezeptfrei) um das Auslösen des Eisprungs zu fördern :

  • Zinktabletten (bei Aponeo, ca. 15 Euro): Zinkdefizite können eine negative Wirkung auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau haben. Neben der Tablettenform ist Zink in Gemüse, Eiern oder in Vollkornprodukten zu finden
  • Folsäure (bei Aponeo, ca. 8 Euro): Folsäure verbindet man eigentlich normalerweise mit den ersten zwei Wochen der Schwangerschaft, da es die Gesundheit des Fötus unterstützt. Es hilft bei einem unerfüllten Babywunsch da es den Hormonhaushalt gesund hält und ein Mangel zu einem Neuralohrdefekt führen kann. Die Dosis sollte 400 - 800 Mikrogramm pro Tag betragen.
  • Jod (bei Aponeo, ca. 3 Euro): Zu wenig Jod, kann zu frühen Fehlgeburten führen und den Kinderwunsch nicht in Erfüllung gehen lassen, weshalb es schon vor der Schwangerschaft eingenommen werden sollte. Achtung: Bei Schilddrüsenerkrankungen ist vor der Einnahme eine Beratung beim Arzt notwendig.
  • Vitamin B6 (bei Aponeo, ca. 6 Euro): Die tägliche Einnahme unterstützt die Bildung der weiblichen Sexualhormone und reguliert den Östrogen - und Progesteronhaushalt.
  • Vitamin C (bei Aponeo, ca. 34 Euro): Fördert das direkte Auslösen des Eisprungs. Gemüse und Früchte wie Erdbeeren und Orangen beinhalten dieses Vitamin.
  • Vitamin E: Das Vitamin verbessert die Qualität des Spermas sowie die Funktion des Hormonsystems der Frau.

Frauen, die lieber keine Tabletten schlucken möchten, können es auch mit alternativen Therapien probieren, zum Beispiel mit Akupunktur, Homöopathie oder Hormonyoga – inwiefern diese wissenschaftlich bislang nicht ausreichend erforschten Methoden dir helfen könnten, solltest du mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt besprechen.

Wenn du das Gefühl hast, dass bei dir manchmal oder oft kein Eisprung stattfindet, solltest du nicht zu lange warten, sondern dir möglichst schnell Klarheit verschaffen. Dann gibt es durchaus Möglichkeiten, das zu korrigieren und dir doch noch zu deinem Wunschkind zu verhelfen.

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