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Gut zu wissen!

Vaginaler Ultraschall: So funktioniert die Sonografie über die Scheide

Ein vaginaler Ultraschall wird zur Diagnose von Beschwerden, Krankheiten und Schwangerschaft eingesetzt. Was das Verfahren alles kann, wie es durchgeführt wird und ob die Kosten übernommen werden.

Was ist ein vaginaler Ultraschall genau?

Ein vaginaler Ultraschall (medizinisch: vaginale Sonografie) ist eine Standarduntersuchung in der Gynäkologie. Dabei führt der Arzt oder die Ärztin einen stabförmigen Schallkopf in die Scheide der Frau ein. Vorher zieht er eine sterile Einweghülle darüber und gibt etwas Gleitgel darauf. Dieser Schallkopf sendet Schallwellen in den Körper, der diese reflektiert, so dass sie vom Schallkopf wieder empfangen und auf einem Bildschirm dargestellt werden können.

So können Harnblase, Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter, also alle Organe des kleinen Beckens, untersucht werden. Und zwar schmerzfrei, schonend und ohne Strahlenbelastung.

Tipp: Entleert vor dem vaginalen Ultraschall eure Blase! Denn sonst kann das Ultraschallbild ungenauer und die Untersuchung etwas unangenehm sein.

Was ist der Unterschied zwischen vaginalem Ultraschall und transabdominalem Ultraschall?

Die transabdominale Sonografie wird über die Bauchdecke durchgeführt. Allerdings liefert die vaginale Untersuchung genauere und schärfere Bilder. Während einer Schwangerschaft wird bis zur 17. SSW vaginaler Ultraschall eingesetzt. Weil anschließend das ungeborene Baby mit dieser Methode nicht mehr ausreichend untersucht werden kann, steigt man danach auf den Ultraschall durch die Bauchdecke um.

Wann wird ein vaginaler Ultraschall durchgeführt?

Ein vaginaler Ultraschall kommt zum Einsatz, wenn der/die Gynäkolog*in bei einer Vorsorgeuntersuchung, zum Beispiel mittels Tasten, den Verdacht auf eine Erkrankung der Gebärmutter, der Eileiter oder der Eierstöcke bekommt oder eine Schwangerschaft möglich ist.

Auch zur Krebsvorsorge, bei Blasenschwäche, Blutungsstörungen und Schmerzen wird der vaginale Ultraschall verwendet, ebenso wie als vorbereitende Maßnahme in der Reproduktionsmedizin. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind die Bestimmung des Zyklus-Zeitpunkts, Tumornachsorge, die Überwachung einer Punktion oder die Überprüfung der Lage einer Spirale.

Welche Erkrankungen lassen sich beim vaginalen Ultraschall feststellen?

Eine ganze Reihe von Erkrankungen lassen sich mittels vaginaler Sonografie entdecken. Unter anderem sind das:

Kann man bei einem vaginalen Ultraschall sehen, ob man schwanger ist?

Per vaginalem Ultraschall kann der Arzt oder die Ärztin feststellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt, ob sich der Embryo richtig in den Uterus eingenistet hat – oder ob eine Eileiterschwangerschaft vorliegt. Bei einem normalen Verlauf ist die Fruchthöhle bereits ab der 5. SSW zu sehen.

Werden Vorsorgeuntersuchungen per vaginalem Ultraschall von den Krankenkassen bezahlt?

Wenn keine auffälligen Symptome vorliegen oder mit anderen Untersuchungsmethoden irgendwelche Auffälligkeiten festgestellt wurden, wird der vaginale Ultraschall nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Er ist eine sogenannte IGeL-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung), die dann selbst bezahlt werden muss. Wer sich dennoch für eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide entscheidet, muss dafür in der Regel zwischen 30 und 70 € aus eigener Tasche zahlen.

Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft werden drei Ultraschalluntersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen – so sehen es die Mutterschaftsrichtlinien vor. Nur die erste in der 10. SSW findet vaginal statt. Die in der 20. und 30. SSW werden durch die Bauchdecke durchgeführt.

Diese Vorsorgeuntersuchungen werden in der Schwangerschaft standardmäßig gemacht:

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Bildquelle: Getty Images / Kateryna Kukota

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