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Erstes Trimester

10. SSW: Der Mini-Mensch heißt jetzt Fötus & bald zeigt sich der Babybauch

SSW 10: Was jetzt wichtig ist
© GettyImages / DragonImages, familie.de, Illustration by Freepik

Das Ungeborene hat bis zur zehnten Woche (10. SSW) schon viel geschafft. Seine Organe sind ausgebildet und müssen nur noch reifen und wachsen – wie das Baby selbst und natürlich deine Gebärmutter, damit ausreichend Platz bleibt. Was sich in SSW 10 noch in deinem Körper tut, warum Sport in der Schwangerschaft wichtig ist, ob Blutungen immer gefährlich sind und was jetzt noch wichtig zu wissen ist.

MEILENSTEINE DER 10. SSW

Dein Baby

wiegt 10 bis 15 g, misst 25 bis 32 mm und ist jetzt etwa so groß wie eine Olive. Im Mediziner-Sprech heißt das Baby nun Fötus.

Dein Bauch

Baby- oder Blähbauch? Eine Wölbung über dem Schambein kann beides sein. Dazu kommt, dass sich dein Becken weitet. Geht die Hose nicht mehr zu, hilft ein Haargummi als Verlängerung :)

Vorfreude

Die großen Organe des Babys sind entwickelt und müssen nur noch wachsen und ihre Funktion aufnehmen, wenn es soweit ist. Die kritische Embryonalphase ist damit geschafft. Im Rahmen der Vorsorge sind 3 Ultraschall-Termine vorgesehen: zwischen SSW 9 und SSW 12, zwischen SSW 19 und SSW 22 sowie zwischen SSW 29 und SSW 32.

Mama-Tipp der Woche

Nimm dir Zeit für dich und das Baby. Vielleicht magst du (still) mit ihm sprechen? Das stärkt deine Verbindung zu ihm und lindert oftmals Ängste. Auch Pränatalyoga tut vielen Schwangeren gut.

Partner*innen-Tipp der Woche

Von Mann zu Mann? Inzwischen gibt es spannende Expert*innen wie zum Beispiel den Gynäkologen Dr. Konstantin Wagner oder die Hebamme Sissi Rasche die fundiert, modern und unterhaltsam Schwangerschaftsfragen erklären.

Deine 10. SSW

... geht von 9+0 bis 9+6 (9 Wochen + 0 bis 6 Tage)

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Dein Baby in der 10. SSW: Die kritische Zeit ist fast vorbei

Dein Baby wiegt in der zehnten Schwangerschaftswoche etwa 10 bis 15 g, und es ist zwischen 25 bis 32 mm lang. Bis zum Ende der zehnten Schwangerschaftswoche (10. SSW) sind sämtliche Organe des Babys fertig ausgebildet und die meisten Körpersysteme an ihrem Platz. Von nun an wachsen und reifen sie, bis sie ihre Funktion übernehmen können. Für dich bedeutet der Wechsel vom Embryo zum Fötus, dass die kritische Zeit der Schwangerschaft vorbei ist. Das Fehlgeburtsrisiko sinkt von Woche zu Woche.

Warst du bereits beim ersten großen Ultraschall?

Ab jetzt kann deine Frauenärztin den Körper (genauer gesagt: die Scheitel-Steiß-Länge) deines Kindes im Ultraschall genau vermessen. Darauf basierend gibt sie ihre Prognose für den Geburtstermin ab.

In der 10. SSW erkennst du auf dem Ultraschallbild schon das Köpfchen.

Jetzt in SSW 10 kannst du dein Baby schon gut auf dem Monitor sehen. Du fragst dich: Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Noch musst du dich gedulden: Sein Geschlecht ist in der 10. SSW im Ultraschall noch nicht zu erkennen. Es muss sich weiter ausdifferenzieren.

Das Mini-Menschlein nimmt erste Sinneseindrücke wahr

Das Herzchen des Babys ist in zwei Kammern geteilt und schlägt kräftig. Seine Nervenzellen und Teile des Gehirns beginnen zu arbeiten und das Ungeborene kann ab jetzt erste Sinneseindrücke wie Gefühle und Schmerzen wahrnehmen. Es übt sich in ersten Strampelversuchen, ist ständig in Bewegung und schläft nur wenige Stunden. Und: Seine Fingerlinien bilden sich. Bald hat es seinen ganz persönlichen Fingerabdruck.

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Die Nabelschnur ist für den Blutaustausch zwischen Baby und Plazenta zuständig. Letztere ermöglicht deinem Kind, sich im Bauch weiterzuentwickeln.

Dein Körper in der 10. SSW: Ab jetzt bist du öfter im Badezimmer

In der 10. SSW (das heißt 9+0 bis 9+6) beginnt deine Gebärmutter wahrscheinlich unangenehm auf die Blase zu drücken. Die Folge: Du musst öfter auf die Toilette. Auch nachts. Trinke trotzdem um die zwei Liter Wasser und ungesüßten Kräutertee pro Tag. Das ist wichtig, um den Stoffwechsel zu unterstützen: Du schwitzt als Schwangere nicht nur viel, dein Körper lagert auch zusätzliche Flüssigkeit ein. Nebenbei spülst du damit Nieren und Blase durch. Das hilft Infektionen vorzubeugen.

Schütze dich jetzt gut vor Infektionen

Das ist wichtig, weil das beruhigende Hormon Progesteron die Harnwege erschlaffen lässt und du anfälliger für Harnwegs- oder Blasenentzündungen wirst. Wegen der schlaffen Muskeln haben es Bakterien besonders leicht hier einzudringen. Das Gemeine: Frauen leiden ohnehin öfter an behandlungsbedürftigen Blasenentzündungen. Bei Anzeichen wie Schmerzen beim Pinkeln und noch häufigerem Harndrang als sowieso schon in der 10. SSW, solltest du mit deiner Gynäkologin sprechen.

Um Schwangerschaftsbeschwerden wie Verstopfung vorzubeugen, achte darauf, genug Ballaststoffe (z. B. Vollkornprodukte), Obst und Gemüse zu essen und ausreichend zu trinken (du siehst, das ist wirklich das A und O). Auch regelmäßige beeinflusst die Verdauung positiv.

Maike Mauer

So war es bei mir

In der zehnten Woche hatten wir uns langsam an den Gedanken gewöhnt, dass wir bald nicht mehr zu zweit, sondern zu dritt sein werden – und es fühlte sich rundum richtig an. Ich war relativ entspannt, wenn auch müde und von Übelkeit geplagt.

Beim Essen wurde ich ab dem Zeitpunkt des positiven Tests allerdings wirklich vorsichtig. Ich achtete streng auf Hygiene, wusch Gemüse und Salat gut bis zu gut und achtete darauf, nährstoffreich und ausgewogen zu essen. Das Baby holt sich zwar was es braucht. Aber einen Mangel riskieren? Das wollte ich auf keinen Fall. Besonders wichtig ist insbesondere, genug Folsäure, Jod und Eisen zu sich zu nehmen.

Maike Mauer

SSW 10 – und es zieht im Unterleib?

Damit dein Baby in den nächsten Monaten genug Platz zum Wachsen hat, muss deine Gebärmutter noch um einiges größer werden als jetzt in der Frühschwangerschaft. Dehnen sich die Mutterbänder, kannst du das als ziehenden, manchmal auch drückenden Schmerz im Bauch spüren. Manche Schwangere vergleichen es auch mit Periodenschmerzen. Bist du unsicher oder hast du Blutungen und/oder starke Schmerzen, besprich dich mit deiner Ärztin.

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Wichtig oder überflüssig? Viele Arztpraxen bieten individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) an, für die die Krankenkasse nicht aufkommt. Etwa Akupunktur oder Tests auf Toxoplasmose. Wer unsicher ist, kann sich auf www.igel-monitor.de informieren, mit seiner Ärztin sprechen und bei seiner Krankenkasse nachfragen. Manche tragen freiwillig die Kosten für bestimmte IGeL in der Schwangerschaft.

Hebamme Jana Friedrich vom Hebammenblog gibt hier im Video außerdem super Tipps zu diversen Schwangerschaftsmythen:

Hebamme im Interview: Schwangerschaftsmythen und Aberglaube Abonniere uns
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Dieses Video entstand in Kooperation mit Hebamme Jana Friedrich von Hebammenblog.de.

Team Schwangerschafts-Glow oder Team Pickel?

Oft wird das Haar durch die Hormonveränderung glänzender und dichter, die Haut straffer und besser durchblutet. Juhu: Du bist im Team Schwangerschafts-Glow. Mit Pech siehst du das Gegenteil im Spiegel: Kraftlose und strähnige Haare, Pickel und eine fettige Haut. Auch das kann in der Schwangerschaft passieren. Helfen können dann pH-neutrale Seife und Gesichtslotion sowie Heilerdemasken.

Sei vorsichtig bei Wirkstoffen wie hoch dosierter Salicylsäure (BHA) und Vitamin A (bzw. Retinol oder Tretinoin). Sie sind für Schwangere nicht uneingeschränkt geeignet. Kläre im Zweifel lieber individuell mit deiner Dermatologin, wie du dein Haut-Problem in den Griff bekommst.
Gut zu wissen
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Vergiss die Sonnencreme nicht: Um Pigmentflecken vorzubeugen, solltest du dich insbesondere in der Schwangerschaft immer mit einem ausreichenden Lichtschutz eincremen.

SSW 10: Stichwort Schwangerschaftsmode

Wahrscheinlich brauchst du sie in der zehnten Woche noch gar nicht, aber es ist immer gut zu wissen, wo Schwangere moderne Umstandsmode – puuh, was für ein Wort ;) – finden. Tatsächlich ist das Angebot inzwischen erfreulich groß. Schöne Schwangerschaftskleidung für jede Gelegenheit bieten H&M, Zara, Gap, Mamarella, Bellybutton, Noppies, Vertbaudet, Mint & Berry, C&A oder Boop an. Auch die Discounter haben immer mal wieder Sachen für Schwangere im Angebot.

Unser Tipp: Investiere in wenige Teile, die qualitativ hochwertig sind.

Echte Schnäppchen kannst du bei gebrauchter Schwangerschaftskleidung machen. Das lohnt sich besonders, wenn du eine bestimmte Marke bevorzugst. Jetzt in SSW 10 ein Muss für viele Schwangere: Ein bequemer, gut sitzender BH ohne Bügel. Denn deine Brüste sind in der zehnten Schwangerschaftswoche (wahrscheinlich) bereits spürbar größer.

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SSW 10: Sport macht gute Laune und beugt Beschwerden vor

Sport tut in der Schwangerschaft nicht nur Körper und Psyche gut. Wer sich regelmäßig bewegt, kann auch typischen Schwangerschaftssymptomen entgegenwirken. Bewegung hilft zum Beispiel gegen die Progesteron-bedingte träge Verdauung und pusht den Stoffwechsel. Und Studien prognostizieren aktiven Schwangeren eine kürzere Geburt.

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Warst du bisher kaum aktiv, solltest du es langsam angehen lassen

Wer vor der Schwangerschaft nie joggen war, sollte jetzt nicht unbedingt damit anfangen, für einen Marathon zu trainieren. Spaziergänge, Radeln, Schwimmen, Aquafitness, Schwangerschafts-Yoga oder Gymnastik sind für Ungeübte kein Problem.

Für erfahrene Läuferinnen gilt: Das Training sanfter gestalten und den Beckenboden aktiv mit einbeziehen, indem du ihn im Wechsel an- und entspannst und deine Füße gut abrollst. Auch leichtes Krafttraining ist okay, wenn du auf geringere Belastungen mit erhöhten Wiederholungszahlen achtest.

Wird die Luft knapp, lege sofort eine Pause ein, damit das Baby ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Am besten trainierst du mit Pulsuhr:

  • Schwangere bis 29 Jahre bewegen sich idealerweise im Bereich von 135 bis 150 Schlägen.
  • Im Alter zwischen 30 und 39 Jahren empfehlen Experten zwischen 130 und 145 Schläge pro Minute als Grenzbelastung für den Kreislauf.
  • Bei Schwangeren über 40 gelten 125 bis 140 Schläge pro Minute als sicher.

Bei welcher Sportart ist Vorsicht angebracht?

Immer wenn sie mit einer hohen Sturz- und Verletzungsgefahr, schnellen, abrupten Bewegungen und Gegnerkontakt verbunden ist. Tabu sind Sportarten, die mit Wucht, Stoß, Schlag oder anderen heftigen Auswirkungen einhergehen (z. B. Kampfsport). Verzichten sollten Schwangere auch auf Tieftauchen, Skifahren oder Wandern in über 2500 Meter Höhe sowie zu anspruchsvolle Kraft- und Dehnübungen.

Frag deine Gynäkologin bei der nächsten Untersuchung, ob bei dir individuelle Gesundheitsrisiken gegen einen bestimmten Sport sprechen – und was sie dir empfiehlt.
Unser Tipp

Checkliste für die 10. SSW:

Alles, was du bisher beachten solltest, gilt auch in der zehnten Schwangerschaftswoche: Ernähre dich gesund, gönne dir frische Luft und Bewegung. Was jetzt noch wichtig ist:

  1. Du hast als Schwangere im Job Sonderrechte. Beispiel Arztbesuche: Wenn es um Untersuchungen geht, die im Rahmen der Schwangerschaft und Mutterschaft erforderlich sind, kannst du während der Arbeitszeit zu deiner Gynäkologin gehen. Die verlorene Zeit musst du nicht nacharbeiten. Setzt sich eine Schwangere an ihrem Arbeitsplatz Gefahren für ihr Ungeborenes aus, greift das Beschäftigungsverbot. Außerdem steht sie zeitweise unter Kündigungsschutz – selbst in der Probezeit.
  2. Krank in der Schwangerschaft? Besprich dich erst mit deiner Gynäkologin, bevor du verschreibungspflichtige oder frei verkäufliche Arzneimittel einnimmst. Ebenfalls eine gute Info-Quelle ist die App Embryotox. Hier kannst du Wirkstoffe und Medikamente in die Suche eingeben und erfährst, ob sie für die Schwangerschaft geeignet sind. Alternativ kannst du dich bei der Beratungsstelle für Medikamente in der Schwangerschaft und Stillzeit des Universitätsklinikums Ulm erkundigen.
  3. Bluttest auf Trisomie. Ab SSW 10 ist der Nicht-invasive Pränataltest (NIPT) möglich. Dieser sehr aussagekräftige Bluttest auf Trisomie 21 (sowie auf die Trisomien 18 und 13) kostet je nach Hersteller 130 bis 500 Euro. Dazu kommen 50 bis 60 Euro für die Beratung und Blutentnahme. Die Krankenkasse kann die Kosten übernehmen. Für den NIPT nimmt die Ärztin oder der Arzt der Schwangeren am Ende der zehnten Woche etwas Blut ab. Im Labor wird dann die im mütterlichen Blut enthaltene zellfreie DNA herausgefiltert und auf Abweichungen untersucht. Bis das Ergebnis da ist, dauert es maximal zwei Wochen. Zwischen SSW 11 und SSW 14 ist auch das Ersttrimester-Screening möglich.
  4. Das Baby schützen. Die meisten Babys kommen gesund zur Welt. Du kannst als Mutter einiges dazu beitragen, indem du darauf achtest, genug Mineralstoffe (insbesondere Eisen und Kalzium) und Vitamine zu dir zu nehmen. Schließlich versorgst du via Plazenta und Nabelschnur dein Baby mit allem, was es braucht. Gleichzeitig gibt es Gefahren fürs Ungeborene. Eine Schwangere sollte deshalb unbedingt auf Zigaretten, Alkohol und rohe tierische Produkte verzichten.
  5. Ungeplant schwanger? Such das Gespräch mit deinem Partner oder deiner Partnerin, Freundinnen, deiner Frauenärztin oder einer neutralen Beratungsstelle wie profamilia, wenn du Hilfe brauchst, deine Gedanken zu deiner neuen Situation zu ordnen.
  6. Ungewollt schwanger? Wenn du über eine Abtreibung nachdenkst, wende dich an eine anonyme Beratungsstelle, z. B. profamilia und informiere dich über deine Möglichkeiten. Du musst da nicht alleine durch.

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Die häufigsten Fragen in der 10. SSW

Bestimmt schwirren dir viele Fragezeichen durch den Kopf und mit jeder Schwangerschaftswoche tauchen neue auf. Wir haben Antworten auf Fragen, die sich viele werdende Mamas in ihrer zehnten Schwangerschaftswoche stellen:

Wie ist das eigentlich in der Schwangerschaft mit dem Sex?

Vorausgesetzt, deine Ärztin sagt nicht anderes, könnt ihr ruhig weiterhin Spaß haben. Durch die gute Durchblutung deiner Sexualorgane stehen die Chancen auf einen intensiven Orgasmus sogar außergewöhnlich gut. Sex ist zudem ein prima Beckenbodentraining, er stärkt die Verbindung zum Partner und sorgt für ein besseres Körpergefühl.

Wobei die Lust auf Sex in der Schwangerschaft sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Während die eine jetzt gar nicht genug bekommt, verspürt die andere wenig bis keinen Antrieb. Auch die Reaktion des Partners oder der Partnerin auf "Sex zu dritt" ist eine individuelle Angelegenheit. Wichtig bleibt, darüber zu sprechen, sich seine Gefühle zuzugestehen und nichts persönlich zu nehmen oder als Zurückweisung zu interpretieren. Ob, wie, wann und warum ihr in der Schwangerschaft Sex – oder eben keinen – habt, ist eure Entscheidung.

Wichtig: Etwas Blut im Ausfluss ist nach dem Sex kein Grund zur Sorge und gilt als Kontaktblutung. Falls du richtige Blutungen oder stärkere Bauchschmerzen nach dem Sex bekommst, sprich bitte zeitnah mit deiner Ärztin oder Hebamme darüber.

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Kann man in der 10. SSW schon einen Bauch haben?

Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Hast du schon ein Kind oder mehrere Kinder geboren, wölbt sich vielleicht schon etwas. Viele Erstgebärende warten jedoch noch sehnsüchtig auf den ersten Ansatz einer Babykugel. Meist tut sich erst ab dem vierten Monat etwas. Es kann trotzdem schon sein, dass die Hosen nicht mehr so gut zugehen. Das liegt aber meist eher an den sich verbreiternden Hüften und Blähungen. Tendierst du zu viel Luft im Bauch, verzichte besser auf Mineralwasser, Hülsenfrüchte, Lauch und Zwiebeln – und alles, was sonst noch bläht.

Wieso wird diese Übelkeit einfach nicht besser?

Bis heute ist nicht ganz klar, warum so vielen Schwangeren im ersten Trimester minimal bis extrem übel ist. Wissenschaftler gehen aktuell davon aus, dass es an der Menge vom Schwangerschaftshormon hCG im Blut liegt. Insofern ist Übelkeit ein gutes Zeichen. Vielleicht helfen dir diese Hausmittel?

Frag dich auch, wann dir besonders schlecht ist und wann es (wieder) besser wird. Eventuell kannst du so deine persönlichen Auslöser für die Übelkeit erkennen und künftig vermeiden. Ehrlich gesagt: In sehr seltenen Fällen hilft auch schlichtweg gar nichts außer sich krank schreiben zu lassen und Medikamente einzunehmen. Diagnostiziert deine Ärztin eine Hyperemesis gravidarum mit starkem Erbrechen und Flüssigkeitsverlust, musst du unbedingt ärztlich behandelt werden.

Ein Hoffnungsschimmer: Bei den meisten Schwangeren flaut die Übelkeit bis zur SSW 12 oder spätestens zur SSW 16 ab. Nur ganz wenigen Schwangeren ist über die gesamte Kugelzeit übel.

Blutiger Ausfluss in der zehnten Woche: Ist das normal?

Ausfluss und leichte Blutungen können in der Schwangerschaft immer auftreten. Manche Frauen haben Schmierblutungen und Schmerzen im Unterbauch und es ist trotzdem alles okay. Ein Grund für Ausfluss mit etwas Blut kann zum Beispiel Geschlechtsverkehr sein. Beim Sex kommt es manchmal zu harmlosen Kontaktblutungen.

Was auch erstmal beruhigt: Mit zunehmender Anzahl der SSW nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt und damit verbundenen Blutungen stetig ab. Das Risiko ist also nur noch sehr klein.

Aber: Stärkere Blutungen und heftige, krampfartige oder ziehende Schmerzen im Unterbauch oder im unteren Rücken können dennoch ein Warnsignal für einen Abgang sein. Sprich im Zweifel mit deiner Gynäkologin über deine Ängste. Das gilt auch, wenn dich ein blutiger Ausfluss verunsichert.

10. SSW: Meine Haut am Bauch juckt ständig. Was hilft?

Auch Juckreiz am Bauch ist das Werk der Schwangerschaftshormone. Liegt es an zu trockener Haut, solltest du in Zukunft gegensteuern. Dermatolog*innen raten, lieber kurz zu duschen als ausgiebig zu baden und zum Waschen eine milde, medizinische Waschlotion oder ein rückfettendes Duschgel ohne Duftstoffe zu benutzen.

Reibst du deine noch leicht feuchte Haut danach sanft mit einem kalt gepressten Mandel-, Sesam-, Weizenkeim- oder Kokosöl oder einer reichhaltigen Körperbutter ein, beugt das zusätzlich Juckreiz und Spannungsgefühlen vor. Außerdem setzt jede Berührung Wohlfühlhormone in deinem Körper frei – und du beugst Schwangerschaftsstreifen vor.

Neben Juckreiz kann es bei manchen Schwangeren zu Erkrankungen der Haut kommen, so genannten Schwangerschaftsdermatosen. Starken Juckreiz und Ausschläge auf der Haut, lässt du deshalb besser ärztlich abklären.

Bauchschmerzen, Blutung, keine Übelkeit mehr: Wann zum Arzt gehen?

Schmerzt in der 10. SSW dein Unterleib, muss das nicht auf eine Fehlgeburt hindeuten. Hast du ein ungutes Gefühl, vereinbare trotzdem einen Termin mit deiner Gynäkologin. Sie kann dich nicht nur untersuchen (und hoffentlich Entwarnung geben), sondern auch deine Fragen beantworten und auf individuelle Ängste eingehen. Eine Garantie, dass alles gut geht, hat natürlich trotzdem niemand. Umso wichtiger ist, dass du dich bei deiner Hebamme und Frauenärztin gut aufgehoben fühlst.

Dich überwältigen Ängste, depressive Verstimmungen und Schlafstörungen? Dann solltest du dir auf jeden Fall zeitnah Hilfe holen. Vertrau dich deiner Gynäkologin, einer Expertin in einer Schwangerenberatungsstelle oder einer Therapeutin an. Möglicherweise leidest du unter einer Schwangerschaftsdepression. Frühzeitig erkannt, ist sie gut behandelbar.

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Quellen: Deutsche Sporthochschule Köln: Online-Infos zum Thema Sport in der Schwangerschaft; Marion Sulprizio, Jens Kleinert: Sport in der Schwangerschaft. Thieme Verlag. Bundesverband der Frauenärzte und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe; Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen;
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; Gemeinsamer Bundesausschuss

Wir recherchieren mit großer Sorgfalt und nutzen nur vertrauenswürdige Quellen. Die Ratschläge und Informationen in diesem Artikel ersetzen aber natürlich keine medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Bitte wendet euch bei gesundheitlichen Fragen und Beschwerden an eure Ärztinnen, Hebammen oder Apotheker, damit sie euch individuell weiterhelfen können.

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