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Stillen im Liegen: Warum das unsere liebste Stillposition ist

Stillen im Liegen: Warum das unsere liebste Stillposition ist

So innig!

Es ist die wohl komfortabelste Position, um eurem Baby die Brust zu geben: Stillen im Liegen hat viele Vorteile. Was ihr dabei beachten müsst.

Stillpositionen gibt es viele, zum Beispiel die Wiegehaltung, den Football-Griff oder den Kreuzgriff. Wir finden aber: Die komfortabelste Position, um deinem Baby die Brust zu geben, ist das Stillen im Liegen. Warum? Es ist einfach besonders innig und angenehm – für Mutter und Kind.

Wie stille ich richtig? 8 Stillpositionen einfach erklärt

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Das sind die Vorteile vom Stillen im Liegen

  • Stillen im Liegen ist auch für Frauen mit Geburtsverletzungen (wie zum Beispiel einem Dammriss) oder Kaiserschnitt schmerzfrei möglich.
  • Es ist eine tolle Stillposition fürs Wochenbett.
  • Mama und Baby liegen Haut an Haut. So schön und wichtig fürs Bonding!
  • Macht man es richtig, sind Verspannungen in Schultern oder Rücken sehr selten.
  • Stillen im Liegen ist perfekt zum Einschlafstillen im Bett geeignet.
  • Nachts ist Stillen im Liegen die gemütlichste Stillposition. Wer will sich schon mitten in der Nacht zum Stillen aufsetzen?
  • Schlaft ihr gemeinsam im Familienbett, könnt ihr danach einfach liegen bleiben und weiter schlummern.
  • Schon größere und schwerere Stillkinder müssen zum Stillen nicht hochgehoben und gehalten werden.
  • Beim Stillen im Liegen im Bett gibt es wenig, was die Kinder vom Saugen ablenkt. Gerade bei größeren Kindern, die immer neugieriger werden, ist das oft ein Problem.

Nachteile des Stillens im Liegen gibt es eigentlich keine. Außer vielleicht, dass es fürs Stillen unterwegs und an öffentlichen Orten weniger geeignet ist.

Stillen im Liegen: Diese zwei Formen gibt es

Es gibt zwei Möglichkeiten fürs Stillen im Liegen: in Seitenlage und in Rückenlage. Letztere Position ist in Deutschland eher weniger gebräuchlich, hat aber die gleichen Vorteile wie das Stillen in Seitenlage: Sie ist für Mama und Baby sehr entspannt und innig.

Stillen im Liegen: So geht's

1. Stillen in Seitenlage

stillen in seitenlage

Mama und Baby liegen einander zugewandt auf der Seite – Bauch an Bauch. Stützt euren Kopf mit dem unten liegenden Arm. Mit der anderen Hand stützt ihr den Rücken des Kindes und haltet es so möglichst nah am Körper. Es trinkt in der Regel aus der unten liegenden Brust.

Für größere Stillkinder ist es auch gut möglich, an der oben liegenden Brust zu saugen. So kann man sich das Umbetten auf die andere Seite bei einem Brustwechsel sparen.

Diese Dinge sollte man unbedingt beachten:

  • Haltet möglichst viel Kontakt zwischen euch und eurem Kind.
  • Das Stillbaby sollte nicht auf dem Rücken liegen. Sonst muss es beim Trinken seinen Kopf drehen.
  • Auch die Wirbelsäule des Babys sollte gerade ausgerichtet sein. Ohr, Schulter und Beinchen bilden eine Linie.
  • Die Brustwarze sollte auf Höhe des Mundes sein, so dass das trinkende Baby nicht den Kopf nach oben oder unten, Richtung Matratze oder zur Decke neigen muss.
  • Bewegt nicht die Brust zum Kind, sondern das Kind zur Brust.

Tipp: Wenn ein Baby sich noch nicht selbst in Seitenlage halten kann, ist es auch empfehlenswert, dessen Rücken mit einem Stillkissen zu stützen. Nehmt das andere Ende am besten zwischen die Beine. So wird euer Rücken entlastet und ihr "kippt" nicht nach vorne oder hinten. Ein weiteres Kissen im Rücken kann auch sehr angenehm sein.

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2. Stillen in Rückenlage

Back-Lying Stillen

Diese Stillhaltung, auch Back-Lying genannt, ist nicht so verbreitet wie das Stillen in Seitenlage. Da sie die angeborenen Reflexe des Babys aber sehr gut aktiviert, ist es aber eine sehr natürliche Haltung. Das Suchen und eigenständige Andocken an die Brust wird dabei trainiert.

Dazu richtet ihr euren Oberkörper leicht auf, zum Beispiel indem ihr euch das Stillkissen unter Kopf und oberen Rücken schiebt. Legt das Baby bäuchlings auf euren Bauch auf Höhe der Brust. Es wird selbst nach der Brust suchen und sie aufnehmen. Schon bei Neugeborenen funktioniert dieser sogenannte “Breast Crawl”.

Diese Dinge sollte man unbedingt beachten:

  • Das Baby liegt direkt auf der Mutter, deshalb muss es nicht fest gehalten werden.
  • Nur der Arm sollte schützend um das Kleine gehalten werden.
  • Anders als beim Stillen in Seitenlage solltet ihr in dieser Haltung nicht einschlafen. Zumindest im ersten Lebensjahr ist das nämlich keine sichere Schlafposition für Babys.

Klappt das Stillen im Liegen immer?

Stillen ist ein Kinderspiel? Von wegen! Wir wissen aus eigener Erfahrung nur zu gut, dass es manchmal ganz schön lange dauern kann, bis mit dem Brust geben alles rund läuft. So ist das natürlich auch beim Stillen im Liegen: Nicht für alle Babys ist es leicht, die Brustwarze selbst zu fassen. Besonders Neugeborene haben manchmal ihre Probleme damit. Wenn es anfangs nicht klappt, macht euch also bitte keinen Stress! Vielleicht versucht ihr es einfach nach ein paar Tagen oder Wochen wieder.

Ein Tipp: Wechselt doch einmal von eurer üblichen Stillposition, zum Beispiel im Sitzen, zum Stillen im Liegen – idealerweise, wenn der erste Hunger schon gestillt ist.

Muss das Baby nach dem Stillen im Liegen ein Bäuerchen machen?

Wichtig für euch zu wissen: Wenn das Baby nach dem Liegen im Stillen einfach ein- oder weiterschläft, besteht absolut keine Notwendigkeit, es für ein Bäuerchen hochzunehmen und es so wieder aufzuwecken. Nur wenn das Kleine häufig danach spuckt oder offensichtlich Bauchschmerzen bekommt, ist das nötig.

Video: Erstausstattung fürs Baby: Diese Dinge sind unverzichtbar

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Meine persönliche Erfahrung:

Ich habe es geliebt, meine Kinder im Liegen zu stillen. Sich zusammen ins Bett zu kuscheln und die Welt Welt sein zu lassen, ist aber auch einfach so gemütlich! Was mir geholfen hat, die richtige Position zu finden: Meine Hebamme Regina gab mir am Anfang des Wochenbetts den Rat, mir mein Kind richtig "zur Brust zu nehmen". Ich finde, damit ist eigentlich alles klar.

Bildquelle: Getty Images / oksun70

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