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Isabell Horn zeigt ihre Kaiserschnittnarbe, die sie lieben gelernt hat

Isabell Horn zeigt ihre Kaiserschnittnarbe, die sie lieben gelernt hat

Schönes Statement

Es herrscht häufig noch die Ansicht, dass eine Kaiserschnitt-Geburt keine richtige Geburt wäre und viele Frauen fühlen sich dadurch verletzt. GZSZ-Schauspielerin Isabell Horn setzt mit einem sehr privaten Foto ein Zeichen für Kaiserschnitt-Geburten und verrät, warum diese Narbe für sie eine Auszeichnung ist.

„Ich wollte immer auf natürlichem Weg entbinden"

Die ehemalige GZSZ-Schauspielerin ist Mutter von zwei kleinen Kindern: Ella (3 Jahre) und Fritz (1 Jahr) kamen beide per Kaiserschnitt auf die Welt. Die Geschichte ihrer Narbe erzählt sie aktuell auf ihrem Instagram-Profil und macht damit vielen anderen Müttern, die ein Kind per Kaiserschnitt geboren haben, Mut.

Bei ihrem ersten Kind wollte sie gern eine natürliche Geburt, doch im Kreißsaal musste dann nach vielen Stunden ein Notkaiserschnitt gemacht werden. Die Herztöne des Babys wurden so schwach, dass es nicht mehr anders ging. Die 36-Jährige machte sich selbst nach der Geburt heftige Vorwürfe. Zudem verheilte ihre Narbe sehr schlecht und tat ihr weh.

Ein heftiger Eingriff! Die Wochen danach waren schrecklich. Ich machte mir Selbstvorwürfe und fragte mich, ob ich überhaupt eine gute Mutter war, wenn ich noch nicht mal gebären konnte.

Isabell Horn

„Als ich meine Einstellung zum Kaiserschnitt änderte, war es viel weniger schlimm"

Isabell beschreibt, dass sie sich bei ihrer zweiten Schwangerschaft dann ganz anders auf die Geburt "vorbereitete". Es hat ihr geholfen, dass sie schon wusste, was auf sie zukommt. Sie habe eine herzförmige Gebärmutter, daher konnte ihr Sohn sich nicht richtig drehen und nur ein Kaiserschnitt half. Darauf bereitete sie sich vorher mental vor und es war dann viel weniger schlimm. Sie glaubt auch, dass ihre geänderte Einstellung half, dass auch ihre Narbe besser verheilte.

Mir ist bewusst, dass ich auch ein weiteres Kind niemals auf natürlichem Weg gebären würde. Ich habe meinen Frieden damit geschlossen.

Isabell Horn

Wichtige Botschaft für alle schwangeren Frauen und Mütter

Isabell Horn zeigt mit ihrem Foto von ihrer Narbe und mit ihren Worten, dass keine Frau sich schämen muss, weil sie einen Kaiserschnitt hatte. Egal, auf welche Weise das Kind geboren wird, es ist immer eine Geburt. Die Zweifach-Mutter betont, dass ihr bewusst ist, dass sie nie ein Kind auf natürliche Weise gebären wird und sie damit ihren Frieden gemacht hat. Heute trägt sie ihre Narbe mit Stolz, weil sie dafür steht, dass sie zwei gesunden Kindern das Leben geschenkt hat.

Sie erinnert mich an den Schmerz, die Freude und meine unendliche Dankbarkeit, dass unsere Mäuse gesund auf die Welt gekommen sind.

Isabell Horn

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Geburt ist Geburt

Wenn man schwanger ist, weiß man ja nie, ob es dann eine natürliche Geburt wird. Die beste Einstellung ist sicherlich, das auf sich zukommen zu lassen. Manchmal ist ein Kaiserschnitt eben absolut notwendig. Doch dafür sollte sich keine Mama schämen müssen. Ich kann verstehen, dass man das Gefühl hat, eine natürliche Geburt zu vermissen. Doch letztlich ist es doch wichtig, dass das Baby gesund ist und es Mutter und Kind danach auch bald wieder gut geht.

Ich hatte keinen Kaiserschnitt und weiß nicht, wie man sich danach fühlt. Doch wer weiß, wie es bei einem zweiten Kind wäre. Daher würde ich alles auf mich zukommen lassen. Es ist ein schönes Zeichen, dass Isabell ihre Öffentlichkeit nutzt, um auch mal dieses persönliche Thema anzusprechen und zu zeigen, wie man sich mit dem eigenen Körper versöhnen kann. Denn es geht sicherlich einigen Kaiserschnitt-Müttern so, dass sie über ihre Geburt eine gewisse Scham empfinden. Doch Geburt ist Geburt, egal wie diese verlaufen ist. Ihr solltet euch wegen eines Kaiserschnitts nicht irgendwie weniger Wert fühlen.

Bildquelle: Getty Images/Sebastian Reuter
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